chronologs Archäologische Spatenstiche

Israel in Ägypten lange vor Pharao Merenptah?

11. Mai 2010, 18:20

Peter van der VeenAls der berühmte Ägyptologe Sir William Flinders-Petrie um 1896 die sogenannte Israel-Stele entdeckte, wollten viele Wissenschaftler nicht recht glauben, dass in der Inschrift aus ca. 1200 v. Chr. das biblische Israel in Canaan erwähnt wurde. Denn wer wäre darauf gekommen, dass sich hinter den Hieroglyphen ysry3r der biblische Name Israel verbarg?  (weiter)

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Israel in Ägypten und in Kanaan - Seminar für Biblische Archäologie

08. April 2010, 12:50

Israel und ÄgyptenVom 1.-3. Oktober findet dieses Jahr erneut eine Tagung der ABA (Arch. Spatenstiche) bei Schwäbisch Gmünd statt. Dieses Mal gehen wir auf der Suche nach dem historischen Umfeld von Exodus und Landnahme. Die folgenden Themen sollen angeschnitten werden: (weiter)

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Biblische Archäologie - ein geschichtlicher Rückblick

14. März 2010, 16:05

Erika GittDie Archäologie Palästinas unterliegt wohl wie keine andere einem ungeheuren Wandel. Ein Interesse an der Altertumskunde des „Heiligen Landes“ ist schon sehr früh belegt.

Ab dem 2. Jh. ist die Verehrung von „heiligen Orten“ aus der Bibel, oder in Beziehung zu Märtyrern stehend, zu verzeichnen und so ist eine Identifikation solcher von großem Interesse. Der erste belegte Märtyrer dort, war Polykarp. Er war der Bischof von Smyrna und starb den Märtyrertod um 167/168 n. Chr. Nach seinem Tod wurde ein Bericht an mehrere Gemeinden versandt, der die erste belegte Märtyrerverehrung dokumentiert: (weiter)

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Pharaonentochter in Jerusalem gesucht!

12. November 2009, 11:21

Peter van der VeenIn 1. Könige 3,1 und 7,8 wird erzählt, wie König Salomo die Tochter eines ägyptischen Pharaos zur Hauptfrau genommen hatte. Zu ungefähr derselben Zeit hatte der (weiter nicht namentlich erwähnte) Pharao die Stadt Geser (südöstlich des heutigen Tel Aviv) erobert, mit Feuer zerstört (1. Könige 9,16) und seiner Tochter als Mitgift in die Ehe gegeben. Eine nicht alltägliche Geschichte. Vielleicht hatte sich der Pharao zu dieser Handlung verpflichtet gefühlt, da ihm Salomo zu mächtig geworden war und er nur über eine Heirat mit Salomo die Chance sah, weiterhin seinen Einfluss über Teile der Levante geltend zu machen.  (weiter)

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Tagung zum Kult im Alten Israel

11. November 2009, 15:15

Peter van der VeenIn einer Reihe von archäologischen Vorträgen soll eingegangen werden auf die alten Kultstätten Palästinas von der Mittleren Bronzezeit (im 2. Jt. v. Chr.) bis in die Perserzeit (6.-4. Jh. v. Chr.), auf das Zentralheiligtum, den Tempel in Jerusalem, wie auch auf Kultgeräte aus archäologischen Grabungen.

Ebenfalls sollen Aussagen im Alten Testament über den Glauben an den einen Gott Jahwe diskutiert werden, während andererseits auch die aus archäologischer Grabungen bekannten Göttern besprochen werden sollen, die ebenfalls im alten Israel verehrt wurden. Biblische Beschreibungen Jahwes als kosmischer Krieger und erstrahlende Sonne sollen mit denen der Fruchtbarkeitsgötter Baal und Aschera, wie auch denen ausländischer Reichgötter verglichen und anhand von bibischen Aussagen, archäologischen Inschriften und viele Abbildungen aus der Archäologie (auf Siegeln, Elfenbeinschnitzereien und Tonwaren) anhand von Power-Point-Präsentationen und einer archäologischen Ausstellung erörtert werden.

Nimrod

Referenten:

Prof. Dr. Wolfgang Zwickel (Dozent an der Joh. Gutenberg Universität, Mainz) und Dr. Peter van der Veen  (ABA und Uni Mainz)

Freitag, 08.01.2010 bis Sonntag 10.01.2010 in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein (ETL). Für weitere Infos und Anmeldung: 

Evang. Tagungsstätte Löwenstein

Altenhau 57

74245 Löwenstein-Reisach

Tel. 07130 4848-0

email: into@tagungsstaette-loewenstein.de

www.tagungsstaette-loewenstein.de

 

Preise:

Kursgebühr und Verpflegung: 88,70 €

Einzelzimmer 53,60 €

Doppelzimmer 33,00 €



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Frührömische Stätten: Magdala

03. August 2009, 20:19

Der wohl berühmteste Einwohner dieser Stadt war Maria Magdalena oder auch von Magdala. Sie wird als eine treue Jüngerin Jesu mit dem Ruf einer ehemaligen Prostituierten beschrieben.

Allerdings ist Magdala nicht das provinzialische Nest, das man sich vorstellt, sondern eine durchaus reiche Stadt mit dem vielleicht größten Hafen am See Genezareth. Bereits in der 2. Hälfte des 1. Jhs. v. Chr. zeigen Erwähnungen durch Strabo, dass die Stadt zumindest regional, wenn nicht schon überregional, schon recht wichtig war. (weiter)

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Abraham, Vater der Menschlichkeit - ZDF Dokumentarfilm

30. Mai 2009, 17:29

Peter van der VeenAm Pfingstmontag, den 1. Juni wird im ZDF um 19:30 Uhr ein Dokumentarfilm über Abraham ausgestrahlt, bei dem ich als Fachberater und Abraham-Forscher mitarbeiten durfte. Es war und ist eine wahrhaft spannende Geschichte. Ganz im Stil von "Auf den Spuren von ..." besuchten wir die Gegend um Haran in der Südost-Türkei, woher der Erzvater einst ausgezogen sein soll, um nach Kanaan zu gehen.  (weiter)

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Doch nicht Hiskias Minister?

30. April 2009, 06:41

Peter van der VeenIn  der neuesten Nummer der amerikanischen Zeitschrift „Biblical Archaeology Review“ hat der israelische Epigraphiker Robert Deutsch eine neue Tonbulle veröffentlich, dessen Eigentümer er mit einem Minister König Hiskias gleichsetzen möchte. Bereits August 2008 hatte Deutsch seine Entdeckung auf einer internationalen Tagung in Lissabon vorgestellt, woran auch ich teilgenommen habe. Der Tonverschluss stammt nicht aus einer legalen Grabung, sondern aus dem Antikenhandel. Dennoch scheint es sich um ein echtes Stück zu handeln, was an sich nicht so selbstverständlich ist, denn in der Vergangenheit dürften einige gefälschte Stücke auf dem Markt vor allem an reiche Sammler verkauft worden sein. (weiter)

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Schischak: Pharao Schoschenk I. oder Ramses III.?

18. März 2009, 10:00

Peter van der VeenIn einem im März 2009 erschienenen Aufsatz in der britischen Fachzeitschrift Palestine Exploration Quarterly heißt es, dass der ägyptische Pharao Schoschenk I. nicht um 950 sondern erst 100 Jahre später um 850 v. Chr. regiert haben soll. Der Autor Dr. Rupert Chapman, archäologischer Mitarbeiter des Britischen Museums, betont gegen Ende des Artikels, dass der Pharao somit wohl nicht mit dem in 1. Könige 14,25 genannten Pharao Schischak identisch sein kann, der nach der Überlieferung die Jerusalemer Tempel- und Palastschätze geraubt haben soll.  (weiter)

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König Hiskia in einer neuen Inschrift aus Jerusalem?

06. März 2009, 12:04

Peter van der VeenEin neuer Artikel von Hershel Shanks in der amerikanischen Zeitschrift "Biblical Archaeology Review" berichtet von der Entdeckung einer neuen Lapidar-Inschrift (eine Inschrift in Stein gemeißelt) aus den Grabungen von Ronny Reich und Eli Shukron in der Davidstadt/Jerusalem ("A Tiny Piece of the Puzzle", BAR 35:2 (2009), S. 52-55. Sie wurde vor weniger Zeit in einer antiken Füllschicht unweit der Gihonquelle inmitten von Keramik aus dem späten 8. Jh. v. Chr. entdeckt (diese Keramik wurde auch noch im frühen 7. Jh. verwendet). (weiter)

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