chronologs Archäologische Spatenstiche

Biblische Archäologie - ein geschichtlicher Rückblick

14. März 2010, 16:05

Erika GittDie Archäologie Palästinas unterliegt wohl wie keine andere einem ungeheuren Wandel. Ein Interesse an der Altertumskunde des „Heiligen Landes“ ist schon sehr früh belegt.

Ab dem 2. Jh. ist die Verehrung von „heiligen Orten“ aus der Bibel, oder in Beziehung zu Märtyrern stehend, zu verzeichnen und so ist eine Identifikation solcher von großem Interesse. Der erste belegte Märtyrer dort, war Polykarp. Er war der Bischof von Smyrna und starb den Märtyrertod um 167/168 n. Chr. Nach seinem Tod wurde ein Bericht an mehrere Gemeinden versandt, der die erste belegte Märtyrerverehrung dokumentiert: (weiter)

Geschrieben in Allgemein . Kommentare: (20). Trackbacks: (0). Permalink


Jerusalem, politisches und religiöses Zentrum in Biblischer Zeit

03. Dezember 2008, 13:06

Davids PalastSeminar der Arbeits- gruppe für Biblische Archäologie bei Schwäbisch Gmünd vom 19.-21. Juni 2009.

Wer sich für die spannende Geschichte des Alten Testaments interessiert, kommt nicht an der Archäologie Jerusalems vorbei. Das Seminar wird sich u.a. der Zeit des frühen ersten Jahrtausends v. Chr. widmen, als Jerusalem die Hauptstadt des vereinten Reiches Israel und des Teilstaates Juda war. Für diese Epoche erhellen neue Funde, u.a. eine große Anzahl Siegelabdrucke, die geschichtliche Situation. War die Stadt, wie etliche Forscher mutmaßen, damals nicht viel mehr als ein unbedeutendes Dorf oder war sie die kosmopolitische Metropole der früheren Könige Israels (sogar bereits zurzeit Davids und Salomos?), von der die Königebücher des Alten Testaments berichten, dass sich ihr Einfluss weit über die Grenzen Judas hinaus erstreckte? Unser erster Hauptreferent, Professor Ronny Reich, ist der Leiter der derzeitigen Ausgrabungen in der Davidstadt südlich des Tempelbergs. Er wird buchstäblich aus erster Hand über die neuesten Entdeckungen in dem Areal und deren Relevanz für die alttestamentliche Forschung berichten. In einem weiteren Beitrag Professor Reichs geht es um neutestamentliche Funde ebenfalls in der Davidstadt, wo neben Straßen aus der Zeit der Apostel ein Teil des biblischen Siloah-Teichs, wo Jesus nach Johannes 9 einen Blinden heilte, freigelegt wurde. Unser zweiter Hauptreferent, Dr. Leen Ritmeyer, war ebenfalls als Archäologe und Architekt an mehreren Ausgrabungen in Jerusalem u.a. auf dem Ophel am Südrand des Tempelbergs beteiligt. Bekannt wurde er durch seine alternative Theorie über den Standort des salomonischen Tempels und des Allerheiligsten, wie auch durch seine Rekonstruktion des herodianischen Tempels aus der Zeit Jesu. Dr. Ritmeyer wird v.a. auf die religiöse Bedeutung Jerusalems in biblischer Zeit eingehen. In seinen reich illustrierten Vorträgen wird die Welt des antiken Jerusalems in ganz neuer Weise mit Leben erfüllt. (weiter)

Geschrieben in Allgemein . Kommentare: (0). Trackbacks: (1). Permalink


Hoher babylonischer Beamte aus der Zeit Jeremias identifiziert?

15. Januar 2008, 11:08

Im Jahr 2007 entdeckte Prof. Michael Jursa, Orientalist an der Universität Wien, unter den etwa 100000 im Britischen Museum aufbewahrten, aber noch nicht veröffentlichten Keilschrifttafeln eine Tontafel mit dem Namen Nabu-šarrusu-ukin. Die Tafel trägt das Bibliothekssigel BM 114789 (1920-12-13, 81). (weiter)

Geschrieben in Allgemein . Kommentare: (4). Trackbacks: (0). Permalink


szmtag