chronologs Der Islam

Grüße zum Ramadan

26. August 2010, 15:21

Vor gut zwei Wochen hat der Ramadan, der Fastenmonat der Muslime, begonnen. In dieser Zeit ist den Muslimen vorgeschrieben von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang weder zu essen noch zu trinken, nicht zu rauchen und keinen Geschlechtsverkehr auszuüben. Das bedeutet, dass Fastende in diesen Wochen zwischen 16-17 Stunden auf Nahrung und Flüssigkeit verzichten. (weiter)

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Islam-Knigge

29. Juni 2010, 19:02

Das Österreichische jüdische Museum führt gerade die Veranstaltungsreihe „Shalom, Salam, Grüß Gott“ durch, die dem Selbstverständnis und (Wechsel-)Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam gewidmet ist.  (weiter)

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Kick it like Einstein: Der Islam in Ghana - Gastbeitrag von Max Heidelberger

26. Mai 2010, 14:17

Den meisten ist Ghana heutzutage vor allem wegen der fussballerischen Leistungen seiner Nationalmannschaft bekannt. Vielleicht war die Weltmeisterschaft 2006 auch für manche ein Anreiz, sich etwas näher mit der Geschichte und den Bewohnern dieses Landes zu beschäftigen. (weiter)

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Algerien bei der WM

21. Mai 2010, 22:04

Lange habe ich hin und her überlegt, was ich zu Algerien schreiben soll. Vielleicht eine kurze Geschichte des zweitgrößten Landes Afrikas oder etwas zu den Berbern Algeriens? Doch dann habe ich mich gefragt, wann ich denn als begeisterter Fußballfan auf einem Blog zum Islam wieder die Möglichkeit bekommen würde, etwas über Fußball zu verfassen, wenn nicht bei diesem Bloggewitter. Also habe ich beschlossen, einen Beitrag zu Algeriens Auftritten bei den Weltmeisterschaften zu schreiben.
 
Die Nationalmannschaft Algeriens (auch „Wüstenfüchse“ genannt) wurde erst 1962 nach der Unabhängigkeit von Frankreich offiziell gegründet und ein Jahr später von der FIFA aufgenommen. Der größte Erfolg der Verbandsgeschichte gelang 1990 mit dem Gewinn des Afrikacups. Für Algerien steht dieses Jahr nach 1982 und 1986 die dritte WM-Teilnahme an.

1982 in Spanien: Da war doch was

Bei seiner ersten Teilnahme in Spanien hatte es Algerien in Gruppe 2 mit Deutschland, Österreich und Chile zu tun und sollte für Furore sorgen; dennoch kam das frühe Ausscheiden.

Im ersten Spiel trafen die Nordafrikaner auf den damals amtierenden Europameister und Titelaspiranten Deutschland und schafften eine Sensation: 2-1 hieß es nach 90 Minuten durch Treffer der herausragenden Madjer und Belloumi; Karl-Heinz Rummenigge hatte für Deutschland den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Die deutsche Mannschaft von Jupp Derwall, die mit Stars wie Hrubesch, Magath, Breitner oder Rummenigge besetzt war, habe keinen Respekt vor seiner Mannschaft gehabt, sagte der algerische Nationalmannschaftstrainer Khalef nach dem Spiel und erklärte, dass dies seine Mannschaft geärgert habe. Algerien hatte schon 1964 ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland bestritten und konnte es mit 2-0 für sich entscheiden.

Die zweite Partie gegen Österreich hatte Algerien lange dominiert, jedoch nicht das Tor getroffen. So kam es, dass die Österreicher in der Halbzeit eiskalt zuschlugen und mit einem 2-0 Sieg auch ihre zweite Begegnung bei dieser WM für sich entscheiden konnten.

Bei der dritten und letzten Partie Algeriens gegen Chile, kamen die zwei Gesichter der algerischen Mannschaft zum Vorschein. War man nach begeisternden 45 Minuten durch ein Doppelpack  von Assad und einem Treffer von Bensaoula schon mit einer 3-0 Führung zum Pausentee gegangen, verspielte man nach einem lustlosen Auftritt in der 2. Halbzeit beinahe noch den Sieg. Zwei Gegentore Chiles hatten den sicher geglaubten Einzug in die K.O.-Phase wieder in Gefahr gebracht und nun musste man auf das Ergebnis des letzten Vorrundenspiels zwischen Deutschland und Österreich am darauffolgenden Tag warten.

Und diese Begegnung zwischen den Nachbarländern sollte zum vermutlich bis dato größten Skandalspiel der WM-Geschichte werden. Die Ausgangssituation war so, dass bei einem knappen Sieg der Deutschen beide Mannschaften die Zwischenrunde erreichen würden und Algerien die Heimreise antreten müsste. So kam es, dass Horst Hrubesch in der 10. Minute zum 1-0 für Deutschland traf und dann passierte im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr auf dem Feld. Beide Teams schoben sich den Rest der Partie den Ball nur noch hin und her, ohne auch nur das geringste Risiko einzugehen und kegelten mit dieser Vorstellung Algerien aus dem Wettbewerb. Dieses unfaire Verhalten wurde aber noch von einer Aussage des damaligen Österreichischen Delegationsleiters überboten.

Natürlich ist heute taktisch gespielt worden. Aber wenn jetzt deswegen hier 10.000 Wüstensöhne im Stadion einen Skandal entfachen wollen, zeigt das doch nur, dass die zu wenig Schulen haben. Da kommt so ein Scheich aus einer Oase, darf nach 300 Jahren mal WM-Luft schnuppern und glaubt, jetzt die Klappe aufreißen zu können.

Dem Herrn hätten ein paar Schuljahre mehr vielleicht auch gut getan.

Armes Algerien. Gut gespielt und dann durch ein offensichtlich abgesprochenes Spiel ausgeschieden. Dieses Skandalspiel ist im Übrigen bis heute noch unter arabischen Fußballfans ein Thema, vor allem weil es weder für Deutschland noch für Österreich irgendwelche Konsequenzen hatte. Die einzige Konsequenz war, dass die FIFA seitdem die letzten Gruppenspiele zeitgleich ansetzt. Seitdem werden auch immer wieder Verschwörungen gegen arabische Mannschaften angenommen. Ein Beispiel dafür ist das Ausscheiden Marokkos bei der WM 1998, als die schon bereits qualifizierten Brasilianer im letzten Gruppenspiel gegen Norwegen in den Schlussminuten eine 1-0 Führung verspielten und noch mit 1-2 verloren. Mit diesem Ergebnis erreichten beide Mannschaften den Einzug ins Achtelfinale.

Der Sieg Algeriens über Deutschland zählt noch gegenwärtig zu den größten Erfolgen einer arabischen Nationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft.

1986 in Mexiko

Vier Jahre später qualifizierte sich Algerien für die Weltmeisterschaft in Mexiko, konnte jedoch nicht mehr so überzeugen wie noch in Spanien. Die Gegner in Gruppe D waren Nordirland, Brasilien und Spanien.

In der ersten Partie gegen Nordirland holte man den einzigen Punkt und erzielte auch den einzigen Treffer bei dieser WM. Den Ausgleich zum 1-1 besorgte Zidane.

Gegen den Favoriten aus Brasilien machten die Algerier ihr bestes Spiel bei dieser Endrunde. Sie beherrschten den bis dahin dreifachen Weltmeister nach Belieben, versäumten es aber wieder einmal, eine Reihe von Chancen in Tore umzumünzen. Und wie es halt so ist, wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft und so gelang den Samba-Kickern in der 66. Minute der Siegtreffer durch Careca.

Im letzten Spiel gegen Spanien holte sich Algerien dann eine bittere 3-0 Klatsche ab, die dann auch das Ausscheiden der Mannschaft besiegelte.

Algerien wirkte bei diesem Turnier bis auf das Spiel gegen Brasilien nicht mehr so frisch wie noch vor vier Jahren und wurde am Ende Gruppenletzter.

2010 in Südafrika

Was wird Algerien wohl bei dieser Weltmeisterschaft auf dem eigenen Kontinent erreichen? In Gruppe C hat man es mit folgenden Gegnern zu tun:
  • 13. Juni: Algerien – Slowenien
  • 18. Juni: Algerien – England
  • 23. Juni: Algerien – USA

Natürlich sind in dieser Gruppe die Engländer haushoher Favorit und sie werden diese Gruppe sehr wahrscheinlich als Tabellenerster beenden. Im Kampf um den zweiten Platz räume ich persönlich Algerien gute Chancen ein. Slowenien und die USA sind zwar gute, aber nicht unbedingt überlegenere  Mannschaften und ich denke, dass Algerien auf afrikanischen Boden einen kleinen Vorteil haben wird. Im Aufgebot sind mit Karim Ziani (Wolfsburg), Antar Yahia (Bochum) und Karim Matmour (Bor. Mönchengladbach) drei Spieler aus der Bundesliga vertreten.

Algerien ist das einzige arabische Land, das sich für diese Endrunde qualifiziert hat. Erfahrungsgemäß ist es so, dass die Mehrheit der arabischen Fußballfans die Mannschaften aus den arabischen Ländern als die Vertreter der arabischen Welt ansehen und sich daher auf die Seite dieser Nationalmannschaften schlagen. Algerien hat dabei aufgrund der Enttäuschung von 1982 einen besonderen Stellenwert und wird dieses Jahr viele arabische Fans haben.

Es wäre für ganz Afrika zu wünschen, dass die eine oder andere afrikanische Mannschaft zumindest das Achtelfinale erreicht. Wenn Algerien dazu gehören würde, dann würde ich mich schon sehr freuen.

Ich wünsche dem Team viel Erfolg!

Allgemeine Informationen zum Land
  • Algerien (arab. Al-Dschaza´ir (die Inseln))
  • Fläche: 2.381.000 km²
  • Einwohnerzahl: 33.853.000
  • Bevölkerung: 70% Araber, 30 % Berber
  • Landessprachen: Arabisch, seit 2002 auch Berberisch
  • Religion: 99% Muslime, christliche und jüdische Minderheiten

Historische Daten:

  • 697: Arabische Eroberung
  •  1147: Berber-Dynastie der Almohaden
  •  1236: Dynastie der Abdalwadiden
  •  1519: Vasall der Osmanen
  • 1830: Beginn der französischen Eroberung
  • 1962: Offizielle Unabhängigkeit


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Anekdoten von Dschuha

25. April 2010, 14:02

In meinem Artikel „Nasreddin Hodscha“ habe ich einen weisen Narren vorgestellt, der vor allem im türkisch und persischsprachigen Raum bekannt und sehr beliebt ist. Nun soll es um sein arabisches Pendant Dschuha gehen, der wohl schon im 7. Jh. (andere Angaben datieren ihn viel später ein) im Irak gelebt und seit der ersten Hälfte des 9. Jh. eine ähnliche Rolle als Schwankheld wie Nasreddin Hodscha erhält. (weiter)

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Koranübersetzungen und Literaturtipps

20. März 2010, 15:23

Auf unserem Bloggerwochenende in Deidesheim wurde ich danach gefragt, ob ich denn eine Koranübersetzung empfehlen könnte. Das möchte ich hier nun zum Anlass nehmen um eine Idee, die ich schon länger im Kopf hatte, in die Tat umzusetzen, und kurz zwei Koranübersetzungen und zwei Einführungen in den Koran vorstellen. (weiter)

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Al-fatiha: Die Eröffnung des Korans

24. Januar 2010, 21:11

Die erste Sure des Korans trägt den Namen „al-Fatiha“. Auf Deutsch übersetzt heißt sie „die Eröffnende“ oder „die Eröffnung“. Gerne wird sie auch als fatihat al-Kitab, also die Eröffnung des Buches bezeichnet und sie ist das wichtigste Gebet im Islam. (weiter)

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Jesus im Islam

20. Dezember 2009, 13:50

Bald ist Weihnachten und die Christenheit feiert dann mit der Geburt Jesu eines ihrer höchsten Feste. Auch im Islam wird Jesus eine große Bedeutung beigemessen. Zu diesem Anlass möchte ich Jesus aus islamischer Sicht kurz vorstellen.

Jesus (arab. ´Isa) wird im Koran über 93 Verse verteilt, in 15 Suren namentlich erwähnt. Bei der Suche nach einer Jesusbiographie im Koran wird man aber nicht fündig, da das heilige Buch des Islam im Großen und Ganzen keinen biographischen Anspruch erhebt. Selbst über Muhammads Wirken liefern die koranischen Suren keine biographischen Ausführungen. Der Koran bietet demnach mal mehr, mal weniger ausführliche Fragmente, aus denen in späteren Zeiten Biographien erstellt wurden. (weiter)

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Auf nach Mekka! Die Pilgerfahrt

25. November 2009, 10:04

Die Pilgerfahrt (arab. Hadsch) nach Mekka gehört zu den fünf Säulen des Islam. In Sure 3, Vers 97 heißt es:

„Und der Menschen Pflicht gegenüber Gott ist die Pilgerfahrt zum Hause (d.h. zur Kaaba in Mekka), wer immer dazu in der Lage ist.“

Demnach ist jede Muslima und jeder Muslim dazu angehalten, einmal im Leben zu der nach islamischer Auffassung von Abraham erbauten Kaaba in Mekka zu pilgern. Voraussetzung dafür ist, dass man sowohl gesundheitlich als auch finanziell dazu in der Lage ist. (weiter)

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Die islamische Gottesvorstellung- eine kurze Einführung

18. November 2009, 13:50

Der Glaube an Gott ist das Zentrum des Islam. Sämtliche Regeln und Riten der Religion sind auf die uneingeschränkte Hingabe an Gott gerichtet.
Muslime glauben an einen einzigen Gott, Schöpfer und Erhalter der Welt. Er hat keine Partner neben sich und duldet auch keine.
Der erste Teil des islamischen Glaubensbekenntnisses drückt dies deutlich aus: Es gibt keinen Gott außer Gott(weiter)

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szmtag