chronologs Labyrinth

Kreta 1: Ranschleichen durch Blockaden

26. November 2009, 19:39

Nach drei Wochen Ferien auf Kreta hat mich die Arbeit so überrollt, dass ich zu keinem neuen Beitrag für diesen Blog kam. Aber es war nicht nur die liegengebliebene Arbeit, die mich blockierte. (weiter)

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Zurück aus fremder Welt - reich beschenkt

16. Oktober 2009, 13:36

Kreta war die Erfüllung eines Traums, in vielfacher Hinsicht. Aber erst einmal hat mich (dank Klimaanlage im Hotel!) in der vorletzten recht heißen Nacht eine heftige Erkältung in München mehr als eine Woche lahmgelegt. Deshalb erst in den nächsten Tagen mehr und weitere Fotos. (weiter)

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Gruss aus Kreta

22. September 2009, 16:06

Es ist gar nicht so leicht, in einem fremden Land einen Blog-Eintrag vorzunehmen, schon wegen der anders gestalteten Tastatur (keine deutschen Umlaute, y und z vertauscht usw.) Deshalb nur dieser kurze Gruss aus dem Ursprung der Labyrinth-Mythe. (weiter)

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Kreta-Reise und Minotauros-Traum

11. September 2009, 10:11

Lange Zeit war Indien mein Traumland. Da war ich 1975/76 schon, wollte immer wieder mal hin. Auch Ägypten, eine der Faszinationen meiner Kindheit, wäre noch abzuhaken. Aber jetzt ist erst einmal Kreta dran.

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Das Fallschirmmesser, oder: Waren Sie schon mal auf Kreta?

10. September 2009, 22:23

Wer sich mit dem Labyrinth befasst, sollte unbedingt auch nach Kreta reisen. Von dort kommt diese Geschichte, dieses Symbol, dieser Mythos schließlich. Es wird Sie wahrscheinlich wundern, wenn ich hier schreibe: Ich war noch nie dort.

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Mentor der Ingenieure

19. August 2009, 18:47

Daidalos nannten ihn die Griechen des Altertums - Deadalus heißt er in der amerikanisierten Form als Ahnherr und Vorbild der Ingenieure und Wissenschaftler. Kein Wunder, dass eine der bekanntesten und wichtigsten akademischen Institutionen ihre weltweit gelesene und höchst renommierte Zeitschrift, in der sie sich dem ganzen Globus präsentiert, nach ihm benannt hat: Daedalus.  (weiter)

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Phädra (Phorts.)

17. Juli 2009, 23:13

Das Gewitter (s. meinen vorangehenden Beitrag vom 21. Juni)  ist längst weitergezogen und der Sommerurlaub im Wallis schon wieder Geschichte. Dazu hat die Verlegung von Parkett in unserer Wohnung anschließend so viel Aus- und Einräumarbeiten versurachte (über zweitausend Bücher in der Bibliothek mussten ausgelagert und wieder einsortiert werden) und - buchstäblich - jede Menge Staub aufgewirbelt, dass ich erst jetzt wieder zum Bloggen komme. Als erstes will ich den abgebrochenen Beitrag über "Phädra - Stiefmutter im Liebeswahn" fortsetzen (phortsetzen - bot sich als Kalauer an - man sehe mir das nach).  

Phädra ist eine Frauenfigur der griechischen Mythologie, die - wie Medea - einen festen Platz in der Dramen-Literatur hat. Immer wieder wird vor allem die Fassung der Phèdre von Jean Racine aufgeführt. Der französische Dramatiker ließ diese seine bedeutendste Tragödie (geschrieben nach einer Vorlage von Euripides) 1677 in Paris aufführen. Dieser Tage wurde die Titelfigur dieses Dauererfolgs von Helen Mirren in London verkörpert (die im Kino zuletzt als Königin Elizabeth II glänzte und einen Oscar dafür abräumte).

Dass diese Phädra auch zum Personal der Labyrinthiade zählt, ist weniger bekannt. Sie ist eine Tochter des Königs Minos (und die Schwester der Ariadne), welche Theseus irgendwann nach dem Labyrinth-Abenteuer ehelicht*.
* Eine interessante familiäre Kontruktion: Theseus als Schwiegersohn seines größten politischen Rivalen im Mittelmeer, dem er zuvor nicht nur im Labyrinth die athenischen Geiseln entführte, sondern dem er auch noch die Tochter Ariadne wegnahm und anschließend gleich - auf Naxos - schmählich sitzenließ UND dem er dazu noch den Stiefsohn Minotauros tötete! Offenbar kannte man schon in der Antike das später von Österreich so erfolgreich praktizierte System der politischen Vernunftehen ("Tu, felix Austria, nube" - so haben wir es in der Schule gelernt.)

Fatalerweise verliebt sich Phädra in Hippolytos, den Stiefsohn des Theseus (den dieser antike Don Juan zuvor mit der Amazonenkönigin Hippolite gezeugt hatte). Sie wirft sich ihm an den Hals mit dem Ausruf: "Ich bin verkommen. Bestrafe mich, befrei die Welt von diesem Monster!" Der Jüngling weist ihre Avancen zurück. Die erboste Stiefmutter schwärzt ihn beim Vater als Bösewicht an, der sie, die arme Stiefmutter, sexuell bedrängt habe. Der Vater tötet den unschuldigen Sohn. Tragödie pur.

Gewiss, dies ist nur ein Nebenstrang der komplexen Labyrinthiade. Aber wie der große Erfolg von Helen Mirren in dieser Paraderolle ("Venus hat sich in mir verkrallt wie ein Tiger") noch in unseren Tagen zeigt, ist es nach wie vor ein beliebter Stoff - ähnlich wie die Geschichte der Ariadne, die schon in mehr als 40 Opern verewigt wurde.

 

Der Stammbaum der Labyrinthiade 

Zeus _ Europa (Prinzessin)     Sonnengott Helios _ Perseis        
         |                                                                    | 
   Minos                               _       _               Pasiphae _ Stier (Poseidon?)
                                           |        |                               |
                      (Theseus _ Ariadne) |                  Minotauros
                                                    |
Hippolyte     _   Theseus _  Phädra
(Amazonen- |                     |
königin)     Hippolytos     _/

Eigentlich müsste man diesen Stammbaum um das Labyrinth-Symbol herum anordnen. Dann könnte man den Daidalos und seinen Sohn Ikaros auch noch unterbringen, die ja beide für diesen Sagen-Komplex mindestens so wichtig sind wie der Theseus mit seinen Abenteuern und Frauengeschichten. Aber dann wird es schwierig mit den Verbindungen, die ja auch König Minos einbeziehen müsste, den Auftraggeber für das Labyrinth (in dem seine Schande, der Bankert Minotauros weggeschlossen wird und später auch Daidalos samt Sohn, der ja die küsntliche Kuh baute, in der Pasiphae den Stier empfing.)

Quellen
Euripides (ca. 485 bis 406 v.Chr.): Phädra (ca. 400 ? geschrieben)
Menden, Alexander: "Das Monster in der eigenen Familie". IN: Südd. Zeitung vom 17. Juni 2009
Racine, Jean (1639-1699): Phedre (1677, nach Euripides)

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Vorbemerkung zu diesem Labyrinth-Blog und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.


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Daidalos ein Hochbegabter mit Sex?

14. Juni 2009, 17:45

Im vorangehenden Text hatte ich eine Brücke zu Twitter geschlagen. Um den Beitrag nicht zu lang werden zu lassen, sparte ich aus, was ich in meinen Beiträgen zusätzlich zum Labyrinth-Thema pflegen möchte: Bezüge zum Thema "Hochbegabung". (weiter)

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Twittern im Blog?

10. Juni 2009, 11:17

Ich starte gerade ein Experiment: Einträge in diesem Labyrinth-Blog und parellel dazu in Twitter. Kann ich mit 140 Zeichen das Wesentliche aussagen? Einen Versuch ist es wert.  (weiter)

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Visite 2009 - entlang des Roten Fadens

20. April 2009, 19:26

(Eine Blogvisite verfasst von Mierk Schwabe - Zündspannung)

"Das Labyrinth ist für mich DIE Metapher für das Leben in all seinen Wirrnissen, ein Rätsel und Geheimnis ohne Ende"
- so stellt Jürgen vom Scheidt den ersten großen Roten Faden, der die Beiträge seines Labyrinth-Blogs durchzieht, dar. Und tatsächlich ist dieses Thema vielschichtiger, als man zuerst vermuten möchte; Labyrinthe bzw. Irrgärten lassen sich an so unerwarteten Stellen wie in Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmen Neuronischer Irrgarten mit filigranem Sensor finden.

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