chronologs Labyrinth

Homer Simpson verloren im Maisfeld

11. Juli 2010, 21:34

Die Simpsons sind eine sehr erfolgreiche und beliebte amerikanische Trickfilm-Serie im TV. Ich sehe Matt Groening und die anderen Planer der Serie um direkt vor mir, wie sie irgendwann bei einem Brainstorming zum Schluss kamen: "Ein Labyrinth muss unbedingt rein - bei Harry Potter hat sich das auch sehr gut gemacht!" (weiter)

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Minotauros-Projekt und Labyrinth-Roman

04. Juni 2010, 21:59

Höchste Zeit, mal aus der Vogelperspektive des geruhsamen Betrachtens herauszutreten und zwei recht praktische Aspekte des Labyrinth-Themas vorzustellen. Beide beschäftigen mich schon seit vielen Jahren.  (weiter)

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xytrblk meint: SciLogs ist (k)ein Labyrinth

02. März 2010, 12:49

Die SciLogs haben sich ja ordentlich gemausert, seit ich 2007 dazugestoßen bin. Damals konnte man die Blogs an den Finger einer Hand abzählen. Heute bräuchte ich dazu wie ein Alien weit mehr als nur zwei Hände mit zehn Fingern. "xytrblk meint" ist meine Begrüßung auf einer Tour durch die SciLogs, zu der ich mich entschlossen habe, als mir anlässlich meines 70. Geburtstags bewusst wurde: dass die SciLogs inzwischen ja schon 70+ Blogs umfassen. Na so ein Zufall. Und so eine Freude, all diese interessanten Aspekte moderner Wissenschaft "aus erster Hand" und mit durchgängig hohem Niveau präsentiert zu bekommen.

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Das Neue Jahr fängt ja gut an

02. Januar 2010, 11:42

. . . nämlich mit dem Brechen aller guten Vorsätze diesen Blog betreffend. (weiter)

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Kleine Zwischenmahlzeit mit Franz Kafka

11. Dezember 2009, 15:14

Dieses Schmankerl darf ich mir nicht entgehen lassen: "Ein Labyrinth wie bei Franz Kafka". (weiter)

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Phädra (Phorts.)

17. Juli 2009, 23:13

Das Gewitter (s. meinen vorangehenden Beitrag vom 21. Juni)  ist längst weitergezogen und der Sommerurlaub im Wallis schon wieder Geschichte. Dazu hat die Verlegung von Parkett in unserer Wohnung anschließend so viel Aus- und Einräumarbeiten versurachte (über zweitausend Bücher in der Bibliothek mussten ausgelagert und wieder einsortiert werden) und - buchstäblich - jede Menge Staub aufgewirbelt, dass ich erst jetzt wieder zum Bloggen komme. Als erstes will ich den abgebrochenen Beitrag über "Phädra - Stiefmutter im Liebeswahn" fortsetzen (phortsetzen - bot sich als Kalauer an - man sehe mir das nach).  

Phädra ist eine Frauenfigur der griechischen Mythologie, die - wie Medea - einen festen Platz in der Dramen-Literatur hat. Immer wieder wird vor allem die Fassung der Phèdre von Jean Racine aufgeführt. Der französische Dramatiker ließ diese seine bedeutendste Tragödie (geschrieben nach einer Vorlage von Euripides) 1677 in Paris aufführen. Dieser Tage wurde die Titelfigur dieses Dauererfolgs von Helen Mirren in London verkörpert (die im Kino zuletzt als Königin Elizabeth II glänzte und einen Oscar dafür abräumte).

Dass diese Phädra auch zum Personal der Labyrinthiade zählt, ist weniger bekannt. Sie ist eine Tochter des Königs Minos (und die Schwester der Ariadne), welche Theseus irgendwann nach dem Labyrinth-Abenteuer ehelicht*.
* Eine interessante familiäre Kontruktion: Theseus als Schwiegersohn seines größten politischen Rivalen im Mittelmeer, dem er zuvor nicht nur im Labyrinth die athenischen Geiseln entführte, sondern dem er auch noch die Tochter Ariadne wegnahm und anschließend gleich - auf Naxos - schmählich sitzenließ UND dem er dazu noch den Stiefsohn Minotauros tötete! Offenbar kannte man schon in der Antike das später von Österreich so erfolgreich praktizierte System der politischen Vernunftehen ("Tu, felix Austria, nube" - so haben wir es in der Schule gelernt.)

Fatalerweise verliebt sich Phädra in Hippolytos, den Stiefsohn des Theseus (den dieser antike Don Juan zuvor mit der Amazonenkönigin Hippolite gezeugt hatte). Sie wirft sich ihm an den Hals mit dem Ausruf: "Ich bin verkommen. Bestrafe mich, befrei die Welt von diesem Monster!" Der Jüngling weist ihre Avancen zurück. Die erboste Stiefmutter schwärzt ihn beim Vater als Bösewicht an, der sie, die arme Stiefmutter, sexuell bedrängt habe. Der Vater tötet den unschuldigen Sohn. Tragödie pur.

Gewiss, dies ist nur ein Nebenstrang der komplexen Labyrinthiade. Aber wie der große Erfolg von Helen Mirren in dieser Paraderolle ("Venus hat sich in mir verkrallt wie ein Tiger") noch in unseren Tagen zeigt, ist es nach wie vor ein beliebter Stoff - ähnlich wie die Geschichte der Ariadne, die schon in mehr als 40 Opern verewigt wurde.

 

Der Stammbaum der Labyrinthiade 

Zeus _ Europa (Prinzessin)     Sonnengott Helios _ Perseis        
         |                                                                    | 
   Minos                               _       _               Pasiphae _ Stier (Poseidon?)
                                           |        |                               |
                      (Theseus _ Ariadne) |                  Minotauros
                                                    |
Hippolyte     _   Theseus _  Phädra
(Amazonen- |                     |
königin)     Hippolytos     _/

Eigentlich müsste man diesen Stammbaum um das Labyrinth-Symbol herum anordnen. Dann könnte man den Daidalos und seinen Sohn Ikaros auch noch unterbringen, die ja beide für diesen Sagen-Komplex mindestens so wichtig sind wie der Theseus mit seinen Abenteuern und Frauengeschichten. Aber dann wird es schwierig mit den Verbindungen, die ja auch König Minos einbeziehen müsste, den Auftraggeber für das Labyrinth (in dem seine Schande, der Bankert Minotauros weggeschlossen wird und später auch Daidalos samt Sohn, der ja die küsntliche Kuh baute, in der Pasiphae den Stier empfing.)

Quellen
Euripides (ca. 485 bis 406 v.Chr.): Phädra (ca. 400 ? geschrieben)
Menden, Alexander: "Das Monster in der eigenen Familie". IN: Südd. Zeitung vom 17. Juni 2009
Racine, Jean (1639-1699): Phedre (1677, nach Euripides)

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Vorbemerkung zu diesem Labyrinth-Blog und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.


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Phädra - Stiefmutter im Liebeswahn

21. Juni 2009, 20:13

Phädra ist eine Frauenfigur der griechischen Mythologie, die - wie Medea - einen festen Platz in der Draman-Literatur hat. Immer wieder wird vor allem die Fassung der Phèdre von Racine aufgeführt. Dieser Tage wurde sie erst wieder von Helen Mirren in London verkörpert, die im Kino zuletzt als Königin Elizabeth II glänzte und einen Oscar dafür abräumte.

Dass diese Phädra auch zum Personal der Labyrinthiade zählt, ist weniger bekannt

Uups! Ich muss meinen Computer abschalten, weil es direkt nebenan heftig gewittert - Mist !!

 

Nachtrag vom 15. Juli

Ich hab das Gewitter überlebt und mein PC ebenso - danke für die Nachfragen. Aber weil ich am nächsten Morgen schon sehr früh in die Ferien gefahren bin, konnte ich nichts mehr nachtragen.



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Bloomsday: 16. Juni 1904 in Dublin (and a little bit sex again)

16. Juni 2009, 12:25

Vergangenes Jahr habe ich den Bloomsday um genau einen Tag verpasst. Das soll dieses Jahr nicht passieren. Um was geht es?  (weiter)

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Atlantis in Oberbayern

14. Januar 2009, 17:56

Keine Bange: dies ist nicht der tausendste Versuch, den sagenhaften Kontinent doch noch in der Realität zu verorten. Vielmehr geht es um eine Ausstellung im Murnauer Schloss-Museum zu Ehren eines Autors, der sich um die Weitergabe des platonschen Mythos sehr verdient gemacht hat. (weiter)

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Sie wollen einen Roman schreiben?

04. Dezember 2008, 08:50

Auch wenn Ihre Ambitionen "kürzer" angelegt sein sollten: Hier ein hilfreicher labyrinthischer Tipp für alle Geschichtenschreiber.  (weiter)

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