chronologs Labyrinth

Olé Toro, oder: Der Minotauros schlägt zurück

20. August 2010, 12:00

Natürlich tun mir die Opfer leid. Aber wenn man Stierkampf barbarisch findet, dann kommt man ins Grübeln, wenn man dieses Video sieht, auf dem ein junger Kampfstier plötzlich über die Barriere und durch das Publikum rast. (weiter)

Geschrieben in Adressen , Minotauros . Kommentare: (3). Trackbacks: (0). Permalink


xytrblk meint: SciLogs ist (k)ein Labyrinth

02. März 2010, 12:49

Die SciLogs haben sich ja ordentlich gemausert, seit ich 2007 dazugestoßen bin. Damals konnte man die Blogs an den Finger einer Hand abzählen. Heute bräuchte ich dazu wie ein Alien weit mehr als nur zwei Hände mit zehn Fingern. "xytrblk meint" ist meine Begrüßung auf einer Tour durch die SciLogs, zu der ich mich entschlossen habe, als mir anlässlich meines 70. Geburtstags bewusst wurde: dass die SciLogs inzwischen ja schon 70+ Blogs umfassen. Na so ein Zufall. Und so eine Freude, all diese interessanten Aspekte moderner Wissenschaft "aus erster Hand" und mit durchgängig hohem Niveau präsentiert zu bekommen.

 (weiter)

Geschrieben in Kulturgeschichte , Literatur , Zeitgeschichte , Kindheitserinnerung , Schriftstellerei , Bücherschreiben , Selbsterfahrung , Minotauros . Kommentare: (1). Trackbacks: (0). Permalink


Das Neue Jahr fängt ja gut an

02. Januar 2010, 11:42

. . . nämlich mit dem Brechen aller guten Vorsätze diesen Blog betreffend. (weiter)

Geschrieben in Literatur , Science Fiction , Höhlenlabyrinth , Minotauros , Ikaros . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Kreta 1: Ranschleichen durch Blockaden

26. November 2009, 19:39

Nach drei Wochen Ferien auf Kreta hat mich die Arbeit so überrollt, dass ich zu keinem neuen Beitrag für diesen Blog kam. Aber es war nicht nur die liegengebliebene Arbeit, die mich blockierte. (weiter)

Geschrieben in Kulturgeschichte , Labyrinth-Theorie , Roter Faden , Heldenreise , Science Fiction , Zeitgeschichte , Kindheitserinnerung , Kreta , Minotauros , Terrorismus , Ariadnefaden . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Zurück aus fremder Welt - reich beschenkt

16. Oktober 2009, 13:36

Kreta war die Erfüllung eines Traums, in vielfacher Hinsicht. Aber erst einmal hat mich (dank Klimaanlage im Hotel!) in der vorletzten recht heißen Nacht eine heftige Erkältung in München mehr als eine Woche lahmgelegt. Deshalb erst in den nächsten Tagen mehr und weitere Fotos. (weiter)

Geschrieben in Krieg , Kreta , Minotauros . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Minotauren-Karussell als Super-Zufall

19. Juli 2009, 23:47

Vor einer Woche hatten wir 50. Abiturtreffen. Ja, so alt bin ich inzwischen. 69 Jahre. Als ich 1959, vor einem halben Jahrhundert mit 95 anderen Knaben und einem Mädchen* im Wonnemonat Mai in der Turnhalle über den Aufgaben dieser Mutprobe** brütete, sah die Welt ein bisschen anders aus als heute.
* JJa, wir waren so etwas wie eine Versuchsschule für Ko-Edukation - mit einem einzigen Mädchen (man konnte ja nicht wissen, wie sich das weibliche Element auswirken würde)
** Um etwas anderes als eine Mutprobe resp. eine Initiation (in die Welt der Erwachsenen) handelt sich sich m.E. beim Abitur nicht  (weiter)

Geschrieben in Graphik , Science Fiction , Rechtschreibung , Minotauros , Hochbegabung , Kuriosität , Zufall . Kommentare: (0). Trackbacks: (1). Permalink


Phädra (Phorts.)

17. Juli 2009, 23:13

Das Gewitter (s. meinen vorangehenden Beitrag vom 21. Juni)  ist längst weitergezogen und der Sommerurlaub im Wallis schon wieder Geschichte. Dazu hat die Verlegung von Parkett in unserer Wohnung anschließend so viel Aus- und Einräumarbeiten versurachte (über zweitausend Bücher in der Bibliothek mussten ausgelagert und wieder einsortiert werden) und - buchstäblich - jede Menge Staub aufgewirbelt, dass ich erst jetzt wieder zum Bloggen komme. Als erstes will ich den abgebrochenen Beitrag über "Phädra - Stiefmutter im Liebeswahn" fortsetzen (phortsetzen - bot sich als Kalauer an - man sehe mir das nach).  

Phädra ist eine Frauenfigur der griechischen Mythologie, die - wie Medea - einen festen Platz in der Dramen-Literatur hat. Immer wieder wird vor allem die Fassung der Phèdre von Jean Racine aufgeführt. Der französische Dramatiker ließ diese seine bedeutendste Tragödie (geschrieben nach einer Vorlage von Euripides) 1677 in Paris aufführen. Dieser Tage wurde die Titelfigur dieses Dauererfolgs von Helen Mirren in London verkörpert (die im Kino zuletzt als Königin Elizabeth II glänzte und einen Oscar dafür abräumte).

Dass diese Phädra auch zum Personal der Labyrinthiade zählt, ist weniger bekannt. Sie ist eine Tochter des Königs Minos (und die Schwester der Ariadne), welche Theseus irgendwann nach dem Labyrinth-Abenteuer ehelicht*.
* Eine interessante familiäre Kontruktion: Theseus als Schwiegersohn seines größten politischen Rivalen im Mittelmeer, dem er zuvor nicht nur im Labyrinth die athenischen Geiseln entführte, sondern dem er auch noch die Tochter Ariadne wegnahm und anschließend gleich - auf Naxos - schmählich sitzenließ UND dem er dazu noch den Stiefsohn Minotauros tötete! Offenbar kannte man schon in der Antike das später von Österreich so erfolgreich praktizierte System der politischen Vernunftehen ("Tu, felix Austria, nube" - so haben wir es in der Schule gelernt.)

Fatalerweise verliebt sich Phädra in Hippolytos, den Stiefsohn des Theseus (den dieser antike Don Juan zuvor mit der Amazonenkönigin Hippolite gezeugt hatte). Sie wirft sich ihm an den Hals mit dem Ausruf: "Ich bin verkommen. Bestrafe mich, befrei die Welt von diesem Monster!" Der Jüngling weist ihre Avancen zurück. Die erboste Stiefmutter schwärzt ihn beim Vater als Bösewicht an, der sie, die arme Stiefmutter, sexuell bedrängt habe. Der Vater tötet den unschuldigen Sohn. Tragödie pur.

Gewiss, dies ist nur ein Nebenstrang der komplexen Labyrinthiade. Aber wie der große Erfolg von Helen Mirren in dieser Paraderolle ("Venus hat sich in mir verkrallt wie ein Tiger") noch in unseren Tagen zeigt, ist es nach wie vor ein beliebter Stoff - ähnlich wie die Geschichte der Ariadne, die schon in mehr als 40 Opern verewigt wurde.

 

Der Stammbaum der Labyrinthiade 

Zeus _ Europa (Prinzessin)     Sonnengott Helios _ Perseis        
         |                                                                    | 
   Minos                               _       _               Pasiphae _ Stier (Poseidon?)
                                           |        |                               |
                      (Theseus _ Ariadne) |                  Minotauros
                                                    |
Hippolyte     _   Theseus _  Phädra
(Amazonen- |                     |
königin)     Hippolytos     _/

Eigentlich müsste man diesen Stammbaum um das Labyrinth-Symbol herum anordnen. Dann könnte man den Daidalos und seinen Sohn Ikaros auch noch unterbringen, die ja beide für diesen Sagen-Komplex mindestens so wichtig sind wie der Theseus mit seinen Abenteuern und Frauengeschichten. Aber dann wird es schwierig mit den Verbindungen, die ja auch König Minos einbeziehen müsste, den Auftraggeber für das Labyrinth (in dem seine Schande, der Bankert Minotauros weggeschlossen wird und später auch Daidalos samt Sohn, der ja die küsntliche Kuh baute, in der Pasiphae den Stier empfing.)

Quellen
Euripides (ca. 485 bis 406 v.Chr.): Phädra (ca. 400 ? geschrieben)
Menden, Alexander: "Das Monster in der eigenen Familie". IN: Südd. Zeitung vom 17. Juni 2009
Racine, Jean (1639-1699): Phedre (1677, nach Euripides)

Schauen Sie bitte gelegentlich auch mal in die früheren Beiträge dieses Blogs rein! Hilfreich sein könnten vor allem die Vorbemerkung zu diesem Labyrinth-Blog und die Zeittafel. Die wichtigsten Personen und Begriffe werden erläutert in Fünf Kreise von Figuren sowie im Register dieses Blogs.


Geschrieben in Literatur , Mythologie , Sexualität , Erotik , Labyrinthiade , Drama , Kreta , Minotauros , Ikaros , Minos , Medea , Daidalos , Theseus , Oper , Ariadne , Europa (Prinzessin) , Zeus . Kommentare: (0). Trackbacks: (0). Permalink


Daidalos ein Hochbegabter mit Sex?

14. Juni 2009, 17:45

Im vorangehenden Text hatte ich eine Brücke zu Twitter geschlagen. Um den Beitrag nicht zu lang werden zu lassen, sparte ich aus, was ich in meinen Beiträgen zusätzlich zum Labyrinth-Thema pflegen möchte: Bezüge zum Thema "Hochbegabung". (weiter)

Geschrieben in Kulturgeschichte , Graphik , Roter Faden , Sexualität , Science Fiction , Kreta , Minotauros , Hochbegabung , Minos , Ariadnefaden , Daidalos , Theseus , Ariadne , Europa (Prinzessin) , Zeus . Kommentare: (4). Trackbacks: (0). Permalink


Deidesheimer Spätlese: Weinkeller-Labyrinth inbegriffen

10. April 2009, 13:09

Jetzt ist das alles schon wieder zwei Wochen her. Höchste Zeit, das Blogger-Treffen zu würdigen. Ich habe viel dazugelernt - nicht nur, was diesen Blog angeht, sondern auch noch für meine anderen Aktivitäten. Ein größeres Lob kann man dem Team von Spektrum wohl kaum aussprechen - hier sei es nochmals nachdrücklich wiederholt!  (weiter)

Geschrieben in Kulturgeschichte , Thriller , Höhlenlabyrinth , Minotauros , Hochbegabung , Kuriosität . Kommentare: (3). Trackbacks: (0). Permalink


Präsident der USA und mächtigster Mann der Welt wird er jetzt auch noch : Eine Heldenreise

18. Januar 2009, 18:28

Ich könnte leicht einen Bezug zum Labyrinth-Thema herstellen. Als sehr klar herausgearbeiteter Roter Faden würde sich die Suche nach dem Vater anbieten und damit die Suche nach der eigenene Identität, mit der Barack Obama sich in diesem wunderbaren Buch befasst, das ich hier vorstellen möchte. (weiter)

Geschrieben in Roter Faden , Politik , Heldenreise , Zeitgeschichte , Schriftstellerei , Bücherschreiben , Selbsterfahrung , Minotauros , Hochbegabung , Intelligenz , Ariadnefaden , Theseus , Ariadne . Kommentare: (0). Trackbacks: (1). Permalink


szmtag