Basty zu Gott, Gene und Gehirn
Pfarrer haben in der Entwicklung des süddeutschen Raumes oft eine besondere Rolle als Tüftler, Dichter und Kommentatoren gespielt. Basty - den und dessen Kolleginnen und Kollegen ich auch bereits "offline" zu Vortrag & Diskussion kennenlernen durfte - gehört dazu und begleitet seit einiger Zeit hier in den Scilogs, bei den Brights usw. Diskussionen um Religiosität und Naturwissenschaft beobachtend, kommentierend, fragend. Nun hat er zum Buch "Gott, Gene und Gehirn" eine eigenständige, ausführliche Reflektion geschrieben, die ich Ihnen gerne vor- und zur Diskussion stelle.

Vom Nutzen der Religionen
Religionen bestehen nur, wenn und solange sie zumindest auch eine gewisse Nützlichkeit erweisen. Das ist einer der zentralen Gesichtspunkte in dem Buch „Gott, Gene und Gehirn“. Dessen Untertitel „Warum Glaube nützt“ kann ja nicht nur heißen, wie es dazu kommt, dass Glaube nützt und warum wir dies erkennen. Sondern in der Konsequenz heißt es auch: Religionen, die keinen zumindest gefühlten Nutzen haben, werden auf der Bühne der Weltgeschichte nicht in Erscheinung treten; und was nicht wenigstens in Teilaspekten auch einen langfristigen Nutzen zeitigt, wird sich nicht halten können. Das wird in dem Buch u.a. in den Ausführungen „Religion als Anpassung“ ausführlich verhandelt. Dieser Nützlichkeitsgesichtspunkt ist selbstverständlich kein Wahrheitserweis; er muss auch nicht der einzige Aspekt sein; und er schließt schädliche Wirkungen nicht aus. Sehr viele kulturelle Traditionen des Menschen haben verschiedene Seiten, nützliche und eben auch andere. Und das kann sich im Lauf der Geschichte verschieben. Es kommt immer darauf an, wie sie übernommen und wie an ihnen weiter geknüpft wird. Das ist bei Religionen nicht anders. Auch hier gilt: Survival of fittest.
Die Regeln der kulturellen Evolution sind vergleichbar mit denen der biologischen. Allerdings sind sie nicht identisch. Und sie sind im Grunde nicht so präzis fassbar wie die biologischen. Das istschon die Schwierigkeit in der Rede von „Memen“: durchaus brauchbar zur Verdeutlichung von Zusammenhängen, aber nur als analoge Metapher für die Gene, nicht als irgendwie messbare Größe. Ähnliche begriffliche Schwierigkeiten könnte es ergeben, wenn man vom adaptiven Vorteil der Religionen auf der Ebene kultureller Evolution redet. Reden wir also, auch um den Schwierigkeiten mit der Unterscheidung zwischen Hauptprodukt und Nebenprodukt auszuweichen, nicht mit dem wissenschaftlichen Begriff der Adaption sondern reden allgemeiner vom Nutzen, den Religionen aufweisen müssen. Dabei möchte ich mehr auf die Wirkzusammenhänge kultureller Nutzeffekte eingehen als auf noch so signifikante bzw. evolutionär relevante Konkretionen.
Der Mensch sieht sich vor HerausforderungenFür diese Wirkzusammenhänge halte ich innerhalb der Ebene der kulturellen Evolution noch eine Unterscheidung für notwendig: die einer allgemein-kulturellen Basis und die einer spezifisch religiösen Methode. Analog übrigens zu Dawkins Herleitung der Religion, der als Basis dafür das leichtgläubige Vertrauen von Kindern gegenüber ihren Eltern anführt. Nur, bei ihm merkt man in seiner Auswahl von Begründungszusammenhängen und Beispielen die Absicht und ist ... darauf eingestimmt.
Ich möchte es breiter anlegen und als Basis für Religion(en) das den Menschen grundsätzlich gemeinsame Verhalten anführen: Menschen können, in weit höherem Maße als verwandte Tierarten, ihr Leben bewusst planen und gestalten, Wirklichkeit deuten und entsprechend darauf reagieren. Menschen bringen es in der kulturellen Entwicklung weiter als jedes Tier. Das aber hat nicht nur positive Seiten sondern auch negative.
Menschen produzieren eben nicht nur Kunst und Wissenschaft, sondern da gibt es beispielsweise auch Krankheiten, die erst dadurch entstehen können, dass durch den Gebrauch des Feuers und andere technische Errungenschaften, auch durch die Erschließung neuer Lebensregionen, die Menschen Dinge zur Nahrung zubereiten können, auf die ihr Verdauungssystem (noch) nicht richtig eingestellt ist. Oder dass sie (etwa dank künstlicher Beleuchtung) zu Zeiten arbeiten können und müssen, auf die ihr Biorhythmus nicht eingestellt ist. Und da gibt es in einem viel höheren Ausmaß als bei vergleichbaren Tieren Verhaltensweisen, die für Einzelne oder für ganze Populationen (selbst)zerstörerisch wirken können, schließlich ja auch die ganze Umwelt bedrohen.
Für die positiven wie für die negativen Seiten menschlicher Kulturleistungen die angemessene Strategie zu finden, bleibt eine ständige Herausforderung. Und wenn der Mensch von Natur aus noch so gut sein mag bzw. positives Sozialverhalten sicher schon evolutionär angelegt ist – dennoch: Die Interaktionen von Menschen bedürfen besonderer, bewusster Pflege, um beispielsweise negatives Sozialverhalten zu beschränken, etwa durch entsprechende Verhaltensregeln, Sitten und Gesetze. Aber nicht nur um moralische Vorschriften etwa geht es, sondern es gibt offensichtlich ein weitergehendes Bedürfnis bei Menschen, sehr viele Seiten des Lebens nach gemeinsamem Muster zu regeln – miteinander eine gemeinsame Lebensbewältigungsstrategie zu finden, mit anderen gemeinsam Lebenseinstellungen zu formen – das Leben auf eine gemeinsame Melodie zu singen.
Diese bewusste Lebensbewältigungsstrategie muss durch Erziehung und Ausbildung tradiert werden; zu deren Mitteln gehören Sinnsprüche, Lieder, gemeinsame Symbole, auch Riten und Feste. Man könnte versucht sein, sie deshalb schon „Religion“ zu nennen. Aber damit würden Atheisten sich falsch vereinnahmt fühlen. Denn selbstverständlich gibt es Lebensbewältigungsstrategien, die durchaus auch überindividuell in Gruppen wirksam sind, auch ohne Gottesvorstellung. Und zusätzlich wäre es noch schwieriger als es ohnehin schon ist, eindeutig religiöse von nicht-religiösen Verhaltensweisen abzugrenzen. Es wird deshalb besser sein, entsprechend dem üblichen Sprachgebrauch erst dann von Religion zu reden, wenn als Mittel dieser Lebensbewältigungsstrategie Vorstellungen von überpersönlichen, überweltlichen Mächten ins Spiel kommen.
Er bedient sich dabei seiner GottesvorstellungDen Herausforderungen des Lebens insgesamt, insbesondere den anderen Menschen, sich stellen – das müssen alle. Das ist die Basis. Zur Religion wird es, wenn das mithilfe der Vorstellung von übernatürlichen Akteuren geschieht. In der Menschheit hat es sich bis jetzt weitgehendst durchgesetzt, für die Lebensgestaltung, für die Lebensbewältigungsstrategie derartige Vorstellungen einzusetzen.
Dabei müssen sie keinen Zweck in sich selbst haben – die diversen Gottesvorstellungen und Gottesnamen sind oft auch austauschbar. Sie können deshalb durchaus verstanden werden als Hilfsmittel, Tools, zwecks Lebensbewältigung – so wie ein Ball ein Hilfsmittel ist zwecks Spaß am Spiel, zwecks körperlicher Fitness und anderem mehr. Es gab schon einen religiösen Entwurf, der ohne Gottes-Vorstellung auszukommen versuchte, den frühen Buddhismus. Doch dass sich auch dort die üblichen religiösen Vorstellungen wieder durchsetzten, zeigt schon ihre Mächtigkeit, ihre tiefe Verankerung in der Natur des Menschen.
Zwar mögen manche dieser Vorstellungen durch bewusste Setzung entstanden sein, die meisten jedoch durch unbewusste, vorbewusste Vorgänge, die weit in die Frühzeit der Menschwerdung zurückreichen, die uns womöglich sogar mit anderen höheren Säugern verbinden. Das Woher dieser Vorstellungen ist in der Forschung bereits hinreichend benannt: Außermenschliche Akteure wie Raubtiere, vor denen man sich in Acht nehmen muss – oder (siehe P. Boyer) innere Wiederholungen der Kommunikation mit Kommunikationspartnern der realen Umwelt, oder mit bereits Verstorbenen. Ich denke (im Denken an Freud) auch an Kommunikation mit den Eltern, mit dem Überich, dem Gewissen. Man könnte dies wohl auch daraus quasi-biologisch begründen: dass der Mensch ein extremer Nesthocker ist, auf den die jeweiligen Eltern (die primären Sozialisationsfiguren) einen im wörtlichsten Sinn enormen Eindruck manchen, ihr Bild ihm eindrücken.
Wozu diese Vorstellungen dienen, worin sie sich als nützliche erweisen – das möchte ich extra benennen: In ihnen finden Menschen Projektionsflächen, um ihre Erfahrungen und ihre Träume, ihre Hoffnungen, Ängste, Wünsche, Befürchtungen..., auch ihre Lebens-Einsichten und Lebenseinstellungen, auszudrücken. Über all dies könnte man zwar auch in begrifflicher Weise reden und kann es, besonders seitdem es reflektiertes Wissen über den Menschen gibt. Doch normalerweise erzählen die wirklichen Menschen darüber viel lieber Geschichten, konkretisieren ihre Lebensbewältigungsstrategie in Ritualen, singen sie in Gebeten und Liedern... Und dazu brauchen sie personhaft vorgestellte Figuren, benennen ihre Erfahrungen personi-fizierend. Die Vorstellung von überweltlichen Akteuren bietet dafür das geeignete Ausdrucksmaterial.
Und darauf kommt es auch an: Um diese Vorstellungen herum lagert sich, wie an einem Korallenriff, auch einiges an Lebenserfahrung und Lebenseinsicht an. So wird Religion, die sich dann bewährt, wenn sie nicht nur irgendwelche Vorstellungen pflegt sondern die Lebensbewältigungsstrategie effektiv macht: wenn Menschen als Menschen etwas davon haben, wenn sie das Leben tiefer verstehen, den Lebensumständen sich geschickt anpassen – survival of fittest. Man kann beklagen, dass da total unglaubwürdige Vorstellungsfiguren agieren; doch wie denn sonst hätten Menschen ihre Lebenseinsichten und –einstellungen früher ausdrücken können? Und wenn sie dies bis heute immer noch gerne tun, zeigen sie, dass das Erbe der Vergangenheit nicht einfach abzustreifen ist. So bleiben die unsterblichen Götter am Leben.
Möglichen Nutzen nicht unterschätzen und nicht überreizen
Religionen erweisen ihre Nützlichkeit also nicht in den (dogmatischen) Vorstellungen – sondern darin wie, ausgelöst und gefördert durch diese, Lebenseinsichten tradiert und Lebenseinstellungen eingeübt werden, von denen Menschen etwas haben. Diesen Nützlichkeitseffekt, ohne den sie gar keinen (längeren) Bestand haben könnten, müsste man auch von atheistischer Seite nicht grundsätzlich bestreiten. Und es wäre nicht verkehrt, wenigstens die Augen dafür offen zu halten, an welchen Stellen man Religionen positiv beerben kann bzw. welche Einsichten eben als allgemein-menschliche weiter gepflegt werden sollten.
Bei Michael Schmidt-Salomon sehe ich, z.B. im Buch vom frechen Hund, dass es da eine gewisse Bewegung in dieser Richtung gibt. Aber auch für die religiöse Seite wäre es nicht verkehrt, die positiven Anliegen atheistischer Humanisten ernst zu nehmen. Insgesamt wäre es besser, unterschiedliche Leute würden sich dazu verbünden, sich miteinander für eine menschengerechtere Welt einzusetzen. Angesichts einiger Weltprobleme wäre das dringender als sich über die abergläubischen oder gottlosen Vorstellungen der jeweils anderen zu mokieren oder zu ereifern. Religionen müssen wohl irgendwie einen Nutzen aufweisen. Doch eines soll dabei auch nicht vergessen werden: Wie bei Kunst und Musik, auch beim Spielen des Menschen, für deren Entstehung und Tradition man auch Nützlichkeitserwägungen anstellen kann, ist vielleicht der größte Nutzen, dass man eben nicht alles nach dem Nutzen berechnen kann und nicht berechnen darf.
Das ist ja beispielsweise die Einsicht des biblischen Sabbat-Gebots mit Rückgriff auf den siebten Tag der Schöpfungs-Erzählung: Ein nutzungsfreier Raum nützt dem Menschen mit am meisten, der Mensch muss auch runter dürfen von der Waage der Nützlichkeitserwägungen. Auch deshalb gibt es noch immer und immer doch Religion.
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In meinem letzten Posting verstand ich Dich, Michael, etwas falsch - sorry, tut mir leid.
Das Zitat von Dir:
"Wenn wir also die Personalität aus Judentum und Christentum "herauskürzen" ... fällt m.E. genau die Basis ihres Erfolges weg: Die personale Gottheit..."
War ja von Dir nicht die Basis gewisser Aussagen (wie zB der 10 Gebote) selbst gemeint; sondern die Basis des *Erfolgs* solcher Aussagen. Ich hätte also doch viel deutlicher zustimmen können: Ohne personal gedachte übernatürliche Akteure hätte zumindest keine Idee aus jener Zeit einen so nachhaltigen Erfolg haben können. Und - Nebengedanke: Das Bilderverbot hat wohl die Wirkungs-Intensität des personal gedachten Akteurs gewaltig verstärkt (als es sich endlich - in exilischer Zeit? - wirklich durchgesetzt hatte).
Lief ja auf die Erkenntnis hinaus: Gott ist kein Talisman, wir haben ihn nicht in der Hand. Er lässt sich auch auf keinen Wirkbereich eingrenzen.
Aber @adenosine:
Jetzt kommst Du doch als auf "orwellsche Überwachungsqualitäten" und "spektakulären Strafvollzug" durch Gott/Götter.
Habe ich Deinen Beitrag vom 19.3. -12:45 Uhr doch auch missverstanden, als ich es so interpretierte, Du würdest sehen, dass es NICHT NUR Überwachung ist SONDERN AUCH Vertrauen und einiges mehr, das durch personal gedachte Gottheiten motiviert, gefördert wird?! Möchtest Du wirklich nur die negative Seite festhalten?!
Zwei vielleicht zu knappe Einwürfe - sorry. Morgen Abend hoffentlich mehr; (und dann doch hoffentlich nicht zu viel auf einmal ;-) ).
Basty
Lieber Herr Mentzel,
den Gedanken hinter Ihren Wortgebilden vermag ich, denke ich, wohl zu erfassen, doch wird hier m.E. der Widerspruch zwischen einer personalen Gottesvorstellung und einem monistischen Evolutionsverständnis nicht wirklich aufgehoben.
So schreiben Sie:
Und wenn uns weder menschliche Gründergestalten, noch Gottesbilder etwas zu sagen haben, diese nicht mehr taugen/nützlich sind, um Sie z.B. zu einer ökologischen Verhaltensweise, noch einer glücklichen Lebenspartnerschaft oder weltvernünftigen Lebensweise, dann danke ich dem Schöpfer, dass er das Rad weiterdreht:
Wer ist "wir", wem haben Gründergestalten und Gottesbilder nichts mehr zu sagen!? Sie werden von Milliarden Menschen geglaubt, als sinnhaft erfahren und begründen erfolgreiche Religionsgemeinschaften. Dagegen sind Diskussionen z.B. über die Evolution von Religiosität bislang nur Angelegenheiten von wenigen Tausend Menschen, die noch dazu sehr unterschiedliche Anschauungen vertreten. Von einem Abgesang klassischer Gründer- und Gottesvorstellungen kann m.E. keine Rede sein.
Vor allem aber: Wie können Sie dem Schöpfer (einer Person!?) danken, nachdem Sie uns doch zuvor verkündet haben, da sei keine übernatürliche Personalität. Wem also danken? Und wofür? Eine einfache Frage mit der Bitte um eine verständliche Antwort: Ist da Ihres Glaubens nach "wer" oder nur "etwas", lieber Herr Mentzel?
Ja, Basty, jetzt ist mein Gedanke angekommen: Die Gebote werden auch deshalb befolgt, weil sie von einer Person ausgehend erfahren werden. Aus abstrakten Prinzipien allein lassen sich kaum normative Gebote ableiten - aus dem Sein (z.B. den Beobachtungen der Biologie) folgt noch längst kein Sollen (z.B. moralische Verhaltensregeln).
Und @adenosine: Wie gesagt, Glaubende weltweit berichten weit häufiger positive Erfahrungen wie Liebe, Glück, Geborgenheit als Furcht und Angst. Intensive Religiosität kennt meist beides, Liebe & Furcht, Faszination & Scheu, Sehnsucht nach dem Göttlichen und Ehrfurcht vor Seiner Macht. Neben das Bild des Richters treten Bilder wie Vater, Mutter, Geliebte(r), Barmherzige(r) etc. Gebote werden nicht nur befolgt, weil ihre Verletzung mit Strafe bewehrt sei, sondern auch aus Dankbarkeit, weil sich der Glaubende geliebt und angenommen erfährt.
"...sondern auch aus Dankbarkeit, weil sich der Glaubende geliebt und angenommen erfährt."
Sehr gut!
In allem eben ist beides enthalten: A&B.
Doch ein Letztes bleibt. Ich möchte hier Antisthenes einmal anders formulieren: Mensch ist Mensch und Gott ist Gott -dies ist zwar wahr, aber bedeutungslos.
Mensch ist Gott und Gott ist Mensch -dies wäre bedeutsam, ist aber falsch, da Mensch Mensch und Gott Gott ist.
Die Wahrnehmung der Bestimmung einer der gesamten Welt, allem evolutionären, log. Werden gemeinsame schöpferischen Vernunft, die auf den einen Vater des Alles/All-mächtigen/kreativ vernünftig machenden=gut verweist, würde m.E. erst so handeln lassen, wie es in dessen Sinne/Vernunft ist.
Solange jedoch die Kirchgänger vom Pfarrer erklärt bekommen, es würde bei Jesus nur um einen als Gott anzusprechenden Charismatiker… gehen und Fragen, was ihr Stammesguru z.B. zur Vorratshaltung in derzeitiger Wirtschaftssitzuation sagen würde, sieht es mit der Wahnehmung einer gemeinsamen “schöpferischen” Sinngebung für des gesamte Welt schlecht aus.
Nein, es ist kein Vorwurf, nur ein Auf-schrei der Verzweifelung,
um auf aufgeklärte Weise theologisch über die schöpferische Vernunft nachzudenken, die der kirchl. Cheftheologe dogm. als biblischen Jesus bekennt, bzw. dies als nützlich nachzurechnen.
Denn dass allein Monismus die Macht nicht geben kann, die wir nach Hobbes bzw. selbst PWC und mir brauchen, das ist mir klar.
An den Sprecher des Wortes, Vater des Sohnes, den Grund des im kreativen Kosmos und der Evoluiton wahrnehmbaren Vernünftigkeit, den antike Denker als Sohn sahen und ihm ein Gesicht gaben, an den glaub ich. Im Kontext der bilbischen Tradition bzw. mir beigebrachten Bedeutungsinhalte.
Nicht mehr an ein Dogma, Mythos, meien Talismann, einen vor-gesetzten Aufpasser... den ich dann mit Gott anrede, damit er, sich nur für mich oder Gleichreligiöse als nützlich errechnet.
Der Ausgangspunkt meiner Überlegungen ist ein völlig neues Verständnis des christlichen Glaubensgrundes auf dem Weg vom gr. Monismus zur Erneuerung, Inhaltlichen Füllung des jüd. Monotheismus.
Wenn ich den Gottesbegriff, die Aussage über den sonst unsagbaren Vater in letzter Zeit zurückgedrängt habe, dann auch, weil ich - nicht nur im ständigen Wechsel zwischen Brights- zu Christenblogs - festgestellt habe, dass die Vorstellung des Aufpassers dem Schöpfer bzw. der notwendigen evolutionären Weiterentwicklung unserer Glaubensvorstellung im Wege steht. Denn dass "Wir" im Weiterdrehen der Welt ein weiterführendes, ein der neuen Weltwirtschafts- und kommunikationsweise universales, aufgeklärtes Verständnis benötigen, dies nützlicher wäre für das schöpferische Werk (auch wenn viele noch an den Aufpasser... glauben) das ist m.E. rechenbar.
Nicht zuletzt bei Ihnen habe ich gelernt, dass das, was sich derzeit im Sinne der Evolution, Gesamtentwicklung als "nützlich" rechnet, der Wille dessen ist, an den ich nach Ihrer Befürchtung nicht mehr glaube.
In der Gewissheit des selbst Unsagbaren Schöpfes der Gesamtheit (der durchaus Person: Rolle, Aufgabe hat, gleichwohl er nicht mehr vermenschlicht ist) geht es mir nicht um das, was für mich und für Religiöse nützlich wäre, sondern sein Gesamt-Werk: die gemeinsame, zeitgemäße, mündige Wahrnehmung einer universellen realen "Macht" die auch Hobbes und selbst PWC als notwendig für unser Wirken sieht und damit selbst für die Wirtschaftfunktion.
Gerhard Mentzel
@Basty Castellio: Also, der primäre Erfolg der Religionsgemeinschaft basiert auf der gemeinsamen Lebensstrategie, die eine vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit ermöglicht. Aber ein Highlight der Religionen ist eben die Rückversicherung, dass die Investition in das Vertrauen durch die Beteiligung der Übernatürlichen abgesichert und verstärkt wird. Dies kann kaum ein anderes System leisten. Aber für die Funktion der Vertrauenssicherung sehe ich nicht die Notwendigkeit einer persönlichen Beziehung zu den Übernatürlichen. Die Überwachungs- und Leitfunktion könnte genau so wirksam durch eine unpersönliche übernatürliche Gerechtigkeitsmaschine erzielt werden. Eine erfolgreiche persönliche Beziehung zu den Übernatürlichen kann sicherlich das Glück und den subjektiven Lebenserfolg der Gläubigen vermehren. Dies kann, überspitzt gesagt, aber auch durch eine gute Bierbrauerei geleistet werden.
Ja, da kommen wir uns im Verständnis näher!
Die Überwachungs- und Leitfunktion könnte genau so wirksam durch eine unpersönliche übernatürliche Gerechtigkeitsmaschine erzielt werden.
Genau das können wir z.B. bei Religionen beobachten, die sich auf höchste, apersonale Prinzipien beziehen (in Buddhismus, Jainismus, Taoismus, teilw. Hinduismus als Karma, Dharma etc.). Aber dort geschieht zweierlei:
1. Das Prinzip wird nicht geliebt, sondern als Gefängnis empfunden. Erlösung heßt hier, nicht das Prinzip zu erfüllen, sondern ihm letztlich zu entkommen (Nirwana, Moksha etc.).
2. In der Alltagsreligiosität setzen sich doch wieder übernatürliche Akteure durch: Ahnen, Geister, Götter, Bodhisattvas, Tirthankaras etc., mit denen wiederum personal kommuniziert wird.
Eine erfolgreiche persönliche Beziehung zu den Übernatürlichen kann sicherlich das Glück und den subjektiven Lebenserfolg der Gläubigen vermehren.
Ja, siehe Glücksforschung. Religiöse sind durchschnittlich glücklicher.
Dies kann, überspitzt gesagt, aber auch durch eine gute Bierbrauerei geleistet werden.
Was für ein Zufall: Die oft ersten und besten Bierbrauer waren über Jahrhunderte hinweg Mönche bzw. Ordensgemeinschaften! ;-)
Ernsthaft: Klar, Glück ist keine Domäne der Religion, ebensowenig wie Reproduktion. Religionen ergänzen schlicht den jeweiligen, auch säkular verfügbaren Level.
Lieber Herr Mentzel,
vielen Dank, so wird das Bild klarer. Auch für Sie gibt es also einen personalen Gott, der vor bzw. über den empirisch beobachtbaren Phänomenen steht und sich in die Welt hinein offenbart.
Sie ringen jedoch um ein differenzierteres Gottesbild, das Engführungen sowohl auf die religiöse Eigengruppe wie auf ein nur übermenschliches Gottesbild vermeidet.
Das ist sehr interessant und vielleicht freut es Sie zu lesen, dass Sie sich an Recht genau den gleichen Punkten stoßen, die auch Friedrich August von Hayek an den Gotteskonzepten seiner Zeit bemängelte. Seine Textsammlung "Die Anmaßung von Wissen" (nach seiner Nobelpreisrede) dürfte für Sie interessante Anregungen bereit halten!
Weiterhin viel Erfolg auf Ihrer Suche nach religiöser Wahrheit und verständlichen Begriffen dafür!
„Das Dumme ist nur, dass so manche dieser Weltprobleme durch eben jene abergläubischen, und wenn Sie wollen auch gottlosen (Kommunismus, Führerkulte, etc) Vorstellungen erst verursacht werden. Darüber sollte man sich schon mal ereifern!“
Jetzt bloß dazu. Das andere muss ich nochmals verschieben.
OK. Das stimmt. Hier ist eine noch offen Frage. Auch eine noch offene Wunde. Ihrerseits jedenfalls nicht die billige These „Stell dir vor, es gäbe keine Religion und aller Schaden wäre behoben“.
So kann man (wie selbstverständlich und öfters auch Michael Blume) die Negativseiten von Religion in Blick nehmen – trotz aller Erfolge. Es gibt selbstverständlich auch negative „Erfolge“. Nicht umsonst wird Religion gerne in kriegerischen Zusammen eingesetzt, instrumentalisiert – zwecks des kriegerischen Erfolgs. Das brachte selbst Stalin fertig in einem relativ gerechten Verteidigungskrieg. Dazu nachher mehr.
Und das ist schon klar: Es gab auch religiös ausgelöste Kriege, Religionskriege – wobei in jedem auch wirtschaftliche, politische Interessen mitspielten. Nur für den „rechten Glauben“ lassen sich keine Soldaten motivieren. Es muss auch „reiche Beute“ in Aussicht stehen. Das gilt auch für die Kreuzzüge und für den 30-jährigen Krieg. Aber darauf sollten sich die Religiösen nicht herausreden. Religion war und ist auch immer wieder Öl ins Feuer. Und solche von Gruppenkonflikte, Kriege... sind jedenfalls meiner Erkenntnis nach nie „dem“ Atheismus anzulasten, eher eben den Religionen. Wobei ich (siehe meinen 2-stufigen Religionsbegriff ) betönen möchte: Es wird kaum einmal dieser oder jener Gottesbegriff oder eine bestimmte Gottesvorstellung kriegsauslösend sein, sondern die darunter liegende (kollektive) Lebensbewältigungsstrategie: Weil die andern als „verlogen“, als „unmoralisch“, als „unwürdig“... denunziert werden. Sind natürlich immer „die andern“... Dazu gehört aber auch: Es gibt nicht nur ein Beispiel in der Geschichte, dass religiöse Entscheidungen auch Kriege beendeten.
So weit mal zur Ebene von Konflikten zwischen Gruppen, Völkern. Davon zu u unterscheiden sind Konflikte innerhalb einer Gruppe, einer Gesellschaft, eines Volkes: der Umgang mit Außenseitern innerhalb der eigenen Gruppe. Nenne ich dabei das Beispiel des Kommunismus besonders sowjetischer Prägung. Um da nicht der bei den Brights gelegentlich produzierten Süffisanz Vorschub zu leisten, Stalin habe ja nicht wegen seines Atheismus seine Verbrechen an der Menschlichkeit begangen – manche meinen ja, es auf dem Niveau abhandeln zu können als habe es sich bei ihm nur um eine Marotte wie Briefmarkensammeln gehandelt... – deshalb formuliere ich lieber allgemeiner: Wo Atheismus zu einer tragenden Säule einer Staatsdoktrin erhoben wird und eine „atheistisch-wissenschaftliche Weltanschauung“ als wesentliches Kennzeichen des Fortschritts angesehen wird – da macht sich jeder verdächtig, wird als „Sand im Getriebe“ verleumdet oder als Klassenfeind, Volksfeind, Agent der Feinde..., der hier nicht konform geht. Bei gewissen Misserfolgen der offiziell propagierten Ideologie setzt er sich entsprechender Verfolgung aus. Und genau das geschah zumindest im Stalinismus, aber auch in der nachstalinistischen Zeit, den Geistlichen und vielen anderen, die sich zu einer Religion bekannten. Sollte das ganz vergessen sein?! Amnesty international könnte darüber aufklären...
Und es ist schon merkwürdig, wenn manche Atheisten vor diesen schlimmen Begleiterscheinungen eines staatlich verordneten Atheismus die Augen verschließen. Bzw. meinen, sie müssten diese Geschichte nicht aufarbeiten, sie ginge das gar nichts an... Es ist nicht besser als wenn Christen vor den Begleiterscheinungen beispielsweise des mittelalterlichen Totalitarismus die Augen verschlie0en und meinen, sie seien doch für sich selbst schon immer human gewesen. (Es gibt überhaupt mancherlei Parallelen zwischen dem dogmatischen Kommunismus und einer dogmatischen Christlichkeit. Und da denke ich – als Anregung zum Weiterdenken – an Schmidt-Salomons „Sind AtheistInnen die besseren Menschen? Anmerkungen zur Kriminalgeschichte des Atheismus“ (http://www.schmidt-salomon.de/atheismus.htm). Nicht um einer Gegenaufrechnung willen, sondern wegen des Schlussabschnitts, in dem es u.a. heißt: „Die erkenntnistheoretischen Vorteile des Atheismus sind nicht notwendigerweise mit einem Zuwachs an Humanität verbunden. Das entscheidende Problem ist nicht die Frage, ob Götter oder Göttinnen existieren. Das entscheidende Problem ist die weitgehend anerzogene Unfähigkeit vieler Menschen, ... vermeintlich unantastbare Behauptungen in Frage zu stellen....“ Das sei „aber beileibe keine besondere Eigenschaft theistisch denkender Menschen.“...
Für mich heißt das Fazit: Wenn man nicht Fehler und Fehlentwicklungen sich nur gegenseitig hämisch um die Ohren schlägt, sondern aus fremden wie aus eigenen Fehlern zu lernen bereit ist, ist einiges zur Bewältigung der anstehenden Weltprobleme gewonnen. Darum sollte es gehen.
Na ja, ein Pfarrer kann sich wohl nicht kurz fassen...
Basty
Schöner Beitrag. Und eine Kurzfassung hat ja der Stifter (auch) Deiner Kirche geliefert: Was siehst Du den Splitter im Auge Deines Bruders und nicht den Balken in Deinem eigenen?
Wenn sowohl Religiöse wie Atheisten dies beherzigen würden, was wäre da zu gewinnen... *seufz*
@Basty Castellio
Hoppla, da werden ja gleich die ganz großen Geschütze aufgefahren. Stalin, Kreuzzüge…
Meine kleine Kritik und mein „Eifer“ beziehen sich eigentlich auf die Scharmützel der Gegenwart.
Aber sei’s drum: Wo kann ich unterschreiben?
@Michael, Irrtum!
Jesus war kein Kirchenstifter.
Petrus wurde nie Papst, hielt an Beschneidung fest, blieb Jude.
Christen waren zunächsten Juden.
Bezeichnung erfolgte erstmals in Antiochien. Erste Kirche war/ist
syrisch-orth. Kirche von Antiochen.
Kirche = ursprünglich:
Polis/ Bürgerversammlung
Türme und Gockel gab es zunächst auch nicht.
Danke zuerst für die Blumen. Und wenn wir einander zugestehen, dass wir nicht gegeneinander gewinnen müssen, sondern nur gewinnen können, wenn man über die Grenzen des eigenen Denkens hinaus zusehen bereit ist, dann ist’s gut.
Vielleicht hinkte mein Vergleich mit dem Wasser und dem Schwimmlehrer etwas zu sehr. Darauf kam es mir jedenfalls an: Über das Wasser an sich hat der Schwimmlehrer nicht zu belehren. Sondern er hat das zu zeigen, wie das Vertrauen zu lernen ist, wodurch das Wasser trägt. Genauer: Er hat die Wechselwirkung zwischen Wasser und Schwimmer zu zeigen. Ähnlich rede ich als Pfarrer in der Kirche über die Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und Gott, nicht über Gott an sich. Das würde die meisten sowieso nicht sonderlich interessieren, sondern ihnen geht’s ganz praktisch um Lebensbewältigung, Lebensperspektiven. Und ob diese durch eine Gottesvorstellung oder durch (einen) Gott selbst geprägt sind, kann man eigentlich nicht unterscheiden.
Je nachdem muss der Schwimmlehrer auf einige Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam machen. Und der Pfarrer ebenso: auf gewisse gedankliche Engführungen, Engstirnigkeit, Gottesängste... Aber in der Frage, ob Wasser überhaupt da ist oder es Gott überhaupt „gibt“, hört die Tragfähigkeit des Vergleichs zunächst auf – fast:
Ich rede mal vom Meer des Lebens und seinen unterschiedlichen Strömungen und Wellenschlägen (übrigens ein in den Psalmen häufiges Bild). Im Leben ist schon einiges da, begegnet uns, widerfährt uns. In der Wechselwirkung zwischen uns Menschen und dem, was da auf uns zukommt, bekommen wir Vertrauen oder Angst, Verzweiflung oder Hoffnung; und viele Schattierungen dazwischen. Durch manche dieser Widerfahrnisse kommen wir einfach so durch – können durchschwimmen. Einige von ihnen machen auf uns einen stärkeren Eindruck: gehen uns an, drücken sich uns ein – im wörtlichsten Sinn. Und das kann so stark werden, dass sie in unserem Innern widerhallen: als Stimme des Gewissens, als Angst- oder Hoffnungsbilder. Gelegentlich werden wir davon auch verschlungen wie Jona in dem biblischen Märchen mit dem großen Meerungeheuer.
Menschen müssen jedenfalls vielerlei Widerfahrnisse verarbeiten. Um ihnen gegenüber nicht sprachlos dazustehen, hat es sich aus evolutionär plausiblen Gründen als menschengemäß, als angemessen und vorteilhaft herausgestellt , diese Widerfahrnisse personhaft als „Gott“ zu benennen. Damit ist die Rede von Gott keine ontologische Aussage über ein bestimmtes für sich existierendes Wesen. Und es ist nicht die Frage, ob es diesen oder einen andern Gott „gibt“, sondern ob diese Benennung zu Recht geschieht, ob sie hilfreich ist. Unumgänglich nötig ist sie sicher nicht. Man kann diese Lebenszusammenhänge auch ohne diese Benennung besprechen. Aber wo Menschen sich auf eine gemeinsame Form der Lebensbewältigung einigen, ihr Leben auf dieselbe Melodie singen, die Widerfahrnisse des Lebens gemeinsam feiern oder beklagen, hilfreiche Traditionen gegen die Verletzungen des Lebens aufbauen... – da sind die Götter ziemlich nahe.
Als christlicher Theologe lege ich allerdings allen Wert darauf, dass nicht alles und jedes unterschiedslos als Gott benannt und angerufen wird. Sondern unsere Religion versucht (wie andere in ihrer Weise auch), die Widerfahrnisse zu sortieren. Und damit komme ich zum Schluss doch wieder auf das Wasser-Beispiel: Von Gott reden wir, sagen Christen (hoffentlich!), nur dort zu Recht, wo in den verschiedensten Strömungen des Lebens, die Menschen die Strömung der Liebe spüren, die sie dann auch wirklich trägt.
Na ja, nicht mehr ganz so viel; ist eben in einer verkürzten Nacht ;-)
Gute Nacht!
Basty
Vom Wasser lernen ist gewissermaßen für mich Religion.
Wasserstoff war vor Sonne. ist in unvorstellbaren Massen im Universum.
Das Wort war nicht zuerst.
Definition Gott =Geist
Gott =Regen, giesen ....Wasser, Bewegung, in Wolke (Wolke nur mit Staub)
Herscher/Vater =Adonai
Gott = Gotter (Moses, Jesus, Paulus,.... = menschliche Führer mit Weisungen) bzw.
Götter = Tauperlen = Kinder des Lichts, von Mond, der Licht von Erde und Sonne hat, beschienen.
Tauperlen = alle Wassertröpfchen die sind, auch Nebel, Dunst, Atemtröpfchen, Schweiß...eins zeugt das andere.
Gott = Ghau (Rechtswesen, mit Weistumtum, vergleichbar Thora, im Mittelalter)
Geist = Wind, Atem, Hauch....(meine Zusammenfassung: Bewegung, Kondensation)
Geist ist kein Gehirn.
Bspw. der Begriff "Geistige Behinderung" ist falsch. Geist ist nicht behindert. Behindert ist das Gehirn.
Geist ist auch keine Person = Maske, eher hebr. Panim = Angesicht, dh. Sichtbares, gegenüber, welches heute durchaus untersucht werden kann.
Reich Gottes/ Himmelreich, Arzt = blaues Licht
All das brauche ich nicht glauben, weil ich weiß
Offen bleibt trotzdem noch genug, weil mein eigenes Gehirn, so wenig wie das Universum, gänzlich erforscht ist.
Ich bastle folglich weiter.
Glaube in der Praxis
Unabhängig von Lehre, ist zukunftsausgerichtete Erwartung für Handlung, mit Überprüfung.
Und dann bleibt es nicht beim Glaube stehen, wird zum Wissen.
Wissen,
ist aktueller Wissenstand, bis zum sachgerechtem bewiesenem Widerspruch.
Erkenntnis
Korrektes umsetzen von Wissen
Vernunft
Nach der Gerhard hier so viel fragt, ist in meinem Verständnis bspw. Bekämpfung der Wüstenbildung, Projekte der Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, des Artenschutzes, Gesundheitsvorsorge unterstützen.
Angst
Vor dem Donner, besser dem damit verbundeem Schreck, habe ich noch heute Angst.
Es ist Unvernunft. Aber ich komme nicht dagegen an. Wahrscheinlich würde ich mich daran gewöhnen, wenn es an einem Stück donnert. Mein Schatz "Papst Petrus :-)" hat es besser. Der stellt einfach die Hörgeräte ab.
Shalom
Am Anfang war nicht Chaos, sondern Unwissen. Schaffen, vollbringen, machen, herstellen, produzieren; hat Wirkung, Einfluss.
Im Eingangstext erwähnter Biorythmus gilt als Pseudowissenschaft, die nicht mit Chronobiologie (dh. dem inneren biologischen Uhrsystem, mit natürlichen Schwankungen) zu verwechseln ist.
Für Theologen waren die ersten Gaslaternen gegen Gottes Ordnung. Es ist nun nicht zu verleugnen das heute Lichtverschmutzung ist. Besonders im Advent.
Im Winter gehören Kinder um 6:00 Uhr ins Bett weil es dunkel ist. Ich protestierte still, hielt im Schlafzimmer den Lichtschalter auf Kippe. Folgend hatten die Alten Schnee im TV. Von wegen ungeteilter Spaß.:-)) Den Anlass für Schnee, wo er nicht gewollt war, haben sie nie gefunden. So "geht" überirdisch.
Regen, blaues Licht, auch künstliches blaues Licht, ist in meinem Sinne. Aber auch hierzu ist Abstimmung zwischen Person und Dosis gefragt.
Massenphänomene sind eher kennzeichnend für Beutefang, Sieg oder Schutz vor tatsächlichen oder eingebildeten Feindmasken. Dann wird Individualität unwichtig und Gruppendynamik ist Gleichschritt, zum Schutz vor eingebildeter Dunkelheit. Gemeinsamer realer oder imaginärer, phantasierter Führer, der die Marschmusik bläst, ist auch meist da.
Antrieb, Motivation, Einsicht in geeigneten Arbeits/Lösungswege, Ausführung, Verwirklichung, einschließlich eigener Ideen, ist meist besserer Weg. Aber das lese ich ich hier auch in der Tendenz.
Erkenntnis das es richtiger Weg ist, wird erinnert.Es wird eingeübt und Erlerntes kann in ähnlicher Situation angewendet werden. Erweist es sich unpassend, muss eben korrigiert werden.
Nützlich ist genug Trinkwasser, unverseuchte Nahrung, Kleidung, Raum, für alle, mindestens ein Mensch, der zu einem hält. Die imaginären Gestalten komnmen nämlich nicht in der Not. Diese genügen allenfalls schönen Tagträumen, helfen bestenfalls noch ausharren.
Shalom