Die Amischen - in 16 Jahren verdoppelt
Pennsylvania war schön, aber besonders fasziniert war ich von der Religionsgemeinschaft der Amish, deren Lebenswelt weit mehr als nur eine ideale Fallstudie zur Religionsdemografie zu bieten hat. Im 17. Jahrhundert bildeten sie sich aus der deutschsprachigen Täuferbewegung, die nur die Erwachsenentaufe anerkannten und deshalb als "Anabaptisten" (Wiedertäufer) verfolgt wurden. Sie erhielten ihren Namen als Anhänger des Ältesten Jakob Amann (die Amanschen -> die Amischen). Einigen Hundert gelang die Auswanderung in die USA, wo ihnen Religionsfreiheit gewährt wurde. In Europa erlosch die Gemeinschaft dagegen, zermahlen zwischen wenig toleranten Großkirche(n), Staaten und Gesellschaften. Obwohl sie auf aktive Mission verzichten, ja sogar Konvertiten bisweilen ablehnen, nimmt ihre Zahl demografisch nahezu exponentiell zu.
Geschrieben in Phänomene . Kommentare: (21). Trackbacks: (6). Permalink




