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Tiamat und Takhisis

von Michael Blume, 22. Juni 2010, 21:52

In Lilith und Lolth war es schon einmal um die Umsetzung einer alten, biblischen Mythologie in der modernen Fantastik gegangen. Es gibt jedoch noch eine mythologische Figur, die noch grundlegender und häufiger aufgegriffen wurde: Die babylonische Muttergottheit Tiamat. Aus der mutmaßlich langen Zeit prominenter Urmütter ragt Tiamat (wörtlich etwa: Die Allesgebärende, häufig vom Sumerischen ti = Leben und ama = Mutter hergeleitet) bis in die schriftlich fassbare Religionsgeschichte. Dabei wird sie jedoch bereits negativ umgewertet und zur bedrohlichen Mutter von Göttern, Drachen und Monstern, die zu Intrige und Mord bereit ist: Schließlich wird sie vom jüngeren Gott Marduk gestürzt und getötet, ihr Leib zum Grundstoff der Welt. (Vergleiche übrigens Mater-ie = Mutterstoff) In den Agrargesellschaften vollzieht sich der Aufstieg der männlichen Gottheiten, bis schließlich nicht mehr die Mutter, sondern der Vater zum Synonym des Allschöpfenden wird.

Für die moderne Fantastik war Tiamat jedoch wie geschaffen, denn in den Fantasiereisen und Rollenspielen ging und geht es ja insbesondere um die allmähliche Ablösung von den Eltern und das Erleben "eigener" Welten, Freiräume und Beziehungen. Eine Muttergöttin der Drachen, von der keine Erotik ausgeht, die alles sehen und kontrollieren will und buchstäblich Feuer, Gift und Galle spuckt - ein emotional ansprechendes, wenn auch nicht sehr schmeichelhaftes (Feind-)Bild für Heranwachsende, das schnell zu einem Klassiker der Fantasy in Büchern, Spielen und Filmen wurde.

Von Tiamat zu Takhisis

Bei solch frühen Formen blieb es aber nicht. In der erfolgreichen AD&D-Welt von Krynn wurde Tiamat zu Takhisis, die die Gottheiten und Mächte des Bösen anführt. Ihr stehen die guten Götter, Mächte und Helden gegenüber - angeführt von dem männlichen Gott Paladine - der nicht mehr als Nachkomme, sondern als einstiger (betrogener) Partner von Takhisis vorgestellt wird. Auf Krynn bleiben Gut und Böse zudem schon am Aussehen als je Schön und Häßlich meist leicht unterscheidbar, was die Orientierung erleichtert. Hier eine Auswahl von Bildern der Takhisis/Tiamat und ihres Gefolges:

Charakterentwicklung

Es wäre jedoch völlig falsch, den Fantasiewelten rund um Tiamat eine nur reaktionäre Stagnation zu unterstellen. Sie behandeln das Heranwachsen - und dies in Gestalt der Helden. Von den Kindern im Dungeons & Dragons-Film, die spontan füreinander, für ein Einhorn und generell das Gute einstehen geht die Linie zu den schon außerordentlich komplexen Charakteren der Drachenlanze-Reihe. Der farbenreiche Hintergrund aus gut-schönen und böse-hässlichen Kulturen ermöglicht die Konzentration auf die innere Entwicklung von Helden wie dem Halbelfen Tanis, der Barbarenpriesterin Goldmond, dem Gebrüderpaar Raistlin und Caramon, dem Ritter Sturm, dem Kender Tolpan, der Wirtstochter Tika und vieler mehr. Ihre Geschichten erreich(t)en, beweg(t)en und präg(t)en schon bisher Hunderttausende, und ein Ende ist bislang nicht abzusehen. Hier bildliche Darstellungen der Helden und der Welt Krynn durch Larry Elmore, Matt Stawicki und Clyde Caldwell.

Schon unsere Vorfahren tauschten aufregende Erzählungen über mythische Helden aus, die unglaubliche Abenteuer bestanden und dabei beispielhaft über sich hinaus wuchsen. Die Sicherheit und Regelungsdichte heutiger Zeiten lässt die entsprechenden Sehnsüchte nach Aufbruch, Abenteuer und fantastischen Reisen auch heute immer wieder aufleben. Und so wurden Bruchstücke alter Mythologien - wie jene der Tiamat - wieder zu einem Bestandteil zeitgenössischer (Jugend- und Fantasie-)Kulturen.

Veranstaltungshinweis: An diesem Wochenende (26. und 27. Juni 2010) findet in der Evangelischen Akademie Bad Boll eine Tagung zur "Evolutionären Ethik?" (Programm & Anmeldung hier) statt. Am Vormittag des 26. spreche ich dort zu "Die evolutionären Erfolge von Ethik und Religionen". Und freue mich schon jetzt auf die Vorträge z.B. des Evolutionsbiologen Prof. Dr. Michael Taborsky, des Theologen Dr. Wolfgang Achtner (ja, der vom Nachbar-Scilog "Theologie im Dialog"!) und vieler mehr...  





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Kommentare

  1. Sascha Bohnenkamp Drachen ...
    24.06.2010 | 11:28

    Drachen sind lange nicht in jeglicher Literatur oder in jedem Rollenspiel negativ besetzt.

    Interessant dürfte vielleicht sein, dass "Drachen" aus der Antike wie Tiamat eigentlich Schlangen sind.

    "Ushumgal" große mächtige Schlange

    Tiamat und Marduk sind relativ jung .. aus dem ausgehenden zweiten Jahrtausend BC und wurden vermutlich in Babylon geschaffen um ein religiöses Gegengewicht zu den "alten" Göttern aus Sumer zu haben.
    Da ist die Muttergöttin Ninhursaja (oder Nimma, Mama etc.) .. sicher kein Drache.

  2. Mona Drachenfreunde
    24.06.2010 | 13:39

    „Drachen sind lange nicht in jeglicher Literatur oder in jedem Rollenspiel negativ besetzt.“

    Ja, da hat @Sascha Bohnenkamp recht! In der asiatischen Mythologie ist der Drache positiv besetzt. In China beispielsweise galt er oft auch als Gottheit.
    Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Long_(Mythologie)

    Auch die Flagge von Wales zeigt einen Drachen. „Mittelalterliche Chronisten überliefern die Sage von dem roten und dem weißen Drachen, die in einer Höhle unter einem Berg in Wales gegeneinander kämpften und immer wieder den Turm gegen die Angelsachsen einstürzen ließen, den König Vortigern dort zu bauen versuchte. Ein „vaterloses Kind“, das ursprünglich als Menschenopfer den gewünschten Erfolg herbeiführen sollte, erläuterte dem König den wirklichen Grund und deutete den Kampf der beiden Drachen als den Kampf zwischen Briten und Angelsachsen. Der rote Drache, der anfangs schwächer war, aber am Ende doch gewann, stehe für die Kelten, meinte der Junge.“

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_von_Wales

    Seinen schlechten Ruf in unserer mittelalterlichen Sagenwelt bekam der Drachenkampf als Gleichnis für den Kampf zwischen Gut und Böse. Der Heilige Georg wird dazu in kath. Kirchen immer wieder als Drachentöter dargestellt. http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_(Heiliger)

    Allerdings spricht diese Darstellung nicht jeden an. Als mein Sohn ca. vier Jahre alt war, besuchte ich mit ihm eine Kirche und wies ihn dabei auf ein Standbild hin, das den Heiligen Georg zeigte, wie er mit seiner Lanze gerade den „bösen“ Drachen erstach. Bevor ich noch zu einer Erklärung ansetzen konnte, wandte sich mein Sohn angewidert ab und sagte ganz entrüstet: „Mama, schau dir das an, der Mann tötet ein seltenes Tier, das bestimmt unter Naturschutz steht.“

  3. Sascha Bohnenkamp Guter Junge!
    24.06.2010 | 13:44

    :)

  4. Klaus Deistung Tiamat und Marduk
    24.06.2010 | 16:15

    Die Geschichte von Tiamat und Marduk hat noch einen weiteren literarischen Hintergrund: Das Enuma Elisch. Hier gibt es zwar auch Unterschiede in den Übersetzungen und Auslegungen z. B.:
    http://www.earlyworld.de/enuma_elish.htm – der mesopotamisch-altbabylonische Schöpfungsmythos eine kürzere Fassung und Enuma Elisch: TUAT 3,4 fast gleich mit http://www.dioezese-linz.at/...ung/enuma_elish.pdf – eine längere Fassung. Dass es noch eine ältere (vor Marduk) Fassung gibt, gegeben hat, geht aus dem Inhalt hervor.
    Hier wird eigentlich ein Vorgang am Himmel literarisch bearbeitet, den keiner beeinflussen konnte. Die Lehrmeister der Sumerer – Prof. Kramer berichtete u. a. in seinem Buch „Die Geschichte beginnt mit Sumer“ darüber – haben das durch ihre Forschungen analysiert und literarisch bearbeitet. Zu Zeiten Marduks (leiblicher Sohn Ea´s) als babylonischer Hauptgott wurde das Enuma Elisch zu feierlichen Anlässen vorgetragen. Marduk hat sich als Führungsperson in Tafel 7 würdigen lassen. Damit hat er u. a. die Führungsrolle in: http://www.uni-essen.de/...se-stuff/meso-enuma.ht. An dem Vorgang war er eigentlich nicht beteiligt.
    Nun zum Vorgang am Himmel. Zunächst wird beschrieben, dass die Planeten in Abschnitten entstanden sind. Tiamat war einer davon und hatte viel Wasser. Nachdem das Planetensystem aufgestellt war, ging es um die Zerstörung Tiamats durch Marduk. Marduk ist der Gottesname für Nibiru = Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems, retrograd, ein Einzelgänger einer fernen Sonne. Das Prinzip beschreiben: Hurley, Shara in „Planeten als Einzelgänger.“ Spektrum 02/2003.
    Tiamat wurde durch 3 etwa bis um marsgroße Monde (Winde) von Nibiru zerteilt und aufgeteilt, deshalb Muttergöttin, sie schuf (aus ihr entstand) neues Leben:
    - Asteroidengürtel – Himmelsdach, Ta IV Z 138, gehämmerter Armreif - auf der Bahn Tiamats
    - retrograde Kometen (schmutzige Schneebälle), Wasser vom Tiamat
    - ½ Planet Tiamat (wasserreich, Ta IV Z 140: Wache..., das Wasser nicht herauszulassen) – wurde unsere Erde.
    In http://idw-online.de/pages/de/news371214 heiß es neu dazu: „Die Erde ist durch gewaltige Kollisionen mit anderen planetaren Körpern entstanden.“
    Im Gegensatz zum Epos hat Kingu nur passiv Anteil:
    1. Er bekam vor 3900 – 4000 Millionen Jahren die meisten seiner – teilweise mehrfach – Krater als Asteroideneinschläge – er war ja dicht am Geschehen.
    2. Er folgte dem durch einen Nibirumond angeschobenen halben Tiamat, blieb sein Mond, heute unser.
    Dass das Enuma Elisch weder die Babylonier noch ihre Vorgänger die Sumerer erfunden/erdacht haben, haben uns die Sumerer hinterlassen: Alles was wir wissen haben wir von den Anunnaki, vgl. Prof. Kramers Buch.

  5. Sascha Bohnenkamp @Deistung / Kramer und die Sumer
    24.06.2010 | 16:44

    "Dass das Enuma Elisch weder die Babylonier noch ihre Vorgänger die Sumerer erfunden/erdacht haben, haben uns die Sumerer hinterlassen: Alles was wir wissen haben wir von den Anunnaki, vgl. Prof. Kramers Buch."

    Der arme Kramer .. der hätte diese esoterischen Mist NIE gutgeheissen.

    Enuma Elish ist NACH den Sumerern im alt-babylonischen Reich geschrieben worden .. es gibt keinen einzigen Hinweis, dass der Text älter wäre.

    Enuma-Elish passt auch überhaupt nicht zu den älteren sumerischen Mythen.

    "Glauben" Sie diesen Mist wirklich, oder wollen sie sich nur wichtig machen?
    Falls sie das ernst meinen, warum beschäftigen Sie sich nicht ernsthaft mit altorientaler Schrift und sie werden sehr schnell erkennen, dass die Texte von Sitchin & Co. nicht das Papier wert sind auf dem sie geschrieben wurden.

    Vielleicht versuchen Sie mal ihre Englischkenntnisse an folgender Seite:
    http://www.sitchiniswrong.com/

  6. Michael Blume Gute Drachen
    24.06.2010 | 18:10

    Liebe Mona, lieber Sascha B.,

    danke für die Kommentare! Und, ja, weder Götter noch Drachen sind in den Mythologien auf gute oder böse Rollen abonniert. (Auf China wollte ich auch hinweisen, da war @Mona mal wieder schneller! ;-) ) In der Fantasy übrigens auch nicht: Die geschilderte Welt von Krynn kennt sowohl gute wie böse Drachen und ein Verbrechen von Takhisis besteht daraus, dass sie Eier der guten Drachen stahlen und daraus böse Drakonier (im Filmclip zu sehen) schufen.

    Für die kulturell bedingten Haltungen zu "Tieren" muss man auch nicht einmal in die Fabelwelt gehen. So fanden (und finden!) viele Europäer z.B. das berühmte Bild der drei Affen nach wie vor "lächerlich", während sie in Japan positiv-religiös als eine Art Schutzengel verstanden werden:
    http://www.chronologs.de/...iokulturelle-evolution

    Schön finde ich auch das Zitat von @Mona's Sohn! Gut erzogen! :-)
    Gleichzeitig wird aber natürlich auch daran unsere Kulturgebundenheit erkennbar: Früher erlebten die Menschen Naturgewalten und Tiere oft als Bedrohung, die auch vielen das Leben kostete. Heute haben wir sie (nicht gerade nachhaltig...) bezwungen und eingehegt - und trauern der sterbenden Vielfalt nach. Längst sind wir selbst uns und anderen Spezies zur größten Bedrohung geworden...

    @Klaus Deistung:
    Zur (Nicht-)Existenz von Nibiru sind u.a. auf den Kosmologs bereits Beiträge erschienen, z.B.:
    http://www.kosmologs.de/...-der-nahe-weltuntergang

  7. Klaus Deistung @ Michael Blume
    24.06.2010 | 19:47

    Sie verweisen auf den Blog von Lars-C. Depka, 17. November 2009. Meinen Kommentar haben sie wohl nicht gelesen:
    Klaus Deistung: Katastrophe? Wir machen eine daraus! 14.12.2009 | 18:22

    Der Anfang liegt ja schon wenige Wochen zurück – aber bis 2012 ist noch etwas Zeit – und danach auch. Der Maja-Kalender wird durch 3 Zahnräder symbolisiert, die man natürlich rückwärts – aber auch vorwärts drehen kann. Und so gesehen, haben wir eine Sonderstellung 2012 – das ist alles.
    Der Film: Hervorragende Computeranimationen und viel Katastrophe – Inhalt? Was gut geklappt hat: Die Kasse stimmt! Was braucht ein Filmproduzent mehr?
    Herr Depka hat Einiges ausgeführt, dem ich begrenzt zustimme. Ein Polsprung – dabei tauschen Nord- und Südpol die Position – das passiert im Bereich um alle 500.000 und dauert um 5.000 Jahre. Eine Nord-Polwanderung ist ein permanenter Prozess. Die Katastrophen-Experten setzen sogar Polsprung und Polwanderung gleich!
    Jetzt gibt es ein Überlebens-Handbuch für 2012 und danach [WM]. Fachlich stimmt kaum etwas. Nibiru als Schreckensbringer soll eigentlich das Survival-Handbuch stützen! Für solche Leute ist Nibiru schon jedes Jahr seit 2003 zu sehen, aber bestimmt 2012 - und der Polwechsel sollte auch schon seit 2003 stattgefunden haben – alles in 1 (einem) Jahr.
    Hier ein anderes Beispiel: Ein besonderer Höhepunkt ist die Rekonstruktion einer Planetenbahn: Was die Planet X/Nibiru-Bahn anbelangt schrieben die Autoren: „Eine Vielzahl von Quellen und Hinweisen leitete einen langwierigen Prozess des Herumprobierens ein...“ Dazu machte dann der Nexus-Verlag auch noch ein Interview mit dem "Planet-X-Forscher" M. Masters [KT].
    Nicht erfolgreich ist auch A. Lloyd [LA] bei seiner Suche.
    M. Hazlewood [HM] führt berechtigt an, dass sich "die Wissenschaft" nicht mit Nibiru befasst – sieht ihn aber auch möglicherweise schon 2003/4 hier. Sie schreiben alle von Sitchin – aber die Praxis zeigt eindeutig, dass sie ihn nicht gelesen haben können! Verständnis?
    Eine andere Aussage machte E. v. Däniken, der 2012 eine außerirdische Delegation in Erwägung zog.
    Nun möchte ich mich dem Planet X (nach P. Lowell) sumerisch Nibiru (Planet der Kreuzung unseres Sonnensystems) und im Enuma Elisch (Schöpfungsepos) Marduk (Göttername) widmen.
    Nibiru war um die Jahre 10,800, 7.200, 3.760, 560 v. Chr. in seinem Perihelbereich Asteroidengürtel. Besonderheiten:
    - im Löwenzeitalter vor knapp 13.000 Jahren fand die Sintflut statt, alle wissen zwar, dass der Sphinx ein Löwe ist – dass er auch das Löwenzeitalter für sich und die Pyramiden markiert, dass ist (noch) das Problem!
    - im Jahr 3.760 b. C. wurde in Nippur durch König Anu vom Nibiru der Erdkalender eingeführt, das war auch das Weltschöpfungsjahr im jüdischen Kalender
    - um die Zeit 560 b. C. war die Zeit des Ezechiel, z. B. Ez 1, 4-28...
    - um das Jahr 2630 wird Nibiru wieder kommen.
    Nibiru hat um (gut) 40 Erdmassen bei etwa 4-fachem Erddurchmesser. Damit ist er bei günstigster Erdstellung mindestens 2 AE von uns entfernt und max. mit der Helligkeit der halben größten Venus oder 1/3 größer und roter als Mars zu sehen. [WM] sehen ihn ja sogar als 2. Sonne! Aber dazu wäre er auch zu klein!
    Nibirus Aphel liegt etwas über 400 AE.
    Grundlagen für Nibiru sind eigentlich in [SP] enthalten. Die meisten Aussagen im I-net sind nicht zu gebrauchen, weil sie Planet X/Nibiru 2012 sehen – aber dann hätten ihn Hobby-Astronomen schon längst als rotes Pünktchen entdeckt, vom Süden her kommend.
    Mein letzter Artikel [DF] setzt sich mit dem Problem auseinander.
    Die Gesamtgeschichte zu Nibiru ist in [SE] nachzulesen.

    [WM] van der Worp, J.; Masters, M.; Manning, J.: Das Planet X Survival-Handbuch für 2012 und danach. Mosquito, Potsdam 2008
    Kurzbeschreibung und meine Rezension bei Amazon:
    http://www.amazon.de/.../3928963260/ref=pd_sim_b_3
    [KT] Kirchner, Th.: Interview mit Autor und Planet-X-Forscher Marshall Masters, 18/2008.
    Mein Kommentar mit unter:
    http://www.nexus-magazin.de/...-marshall-masters/2
    [LA] Lloyd, A.: Dunkelstern - Auf der Spur des Planeten X. Kopp, Rottenburg 2008
    Kurzbeschreibung und meine Rezension bei Amazon:
    http://www.amazon.de/gp/product/3938516836
    [HM] Hazlewood, M.: Planet X auf Erdkurs – Umwälzungen auf der Erde. Argo, Marktoberdorf 2004
    [SP] Sitchin, Z.: Der zwölfte Planet. Kopp, Rottenburg 2003
    [DF] Deistung, K.: Die Fehlinterpretation des Nibiru. Magazin 2000plus, 2009, Nr. 272, S. 38 – 41
    [SE] Sitchin, Z.: Das verschollene Buch Enki. Kopp, Rottenburg 2007

  8. Klaus Deistung @ Sascha Bohnenkamp
    24.06.2010 | 21:29

    [KS] zu Landwirtschaft – der erste Bauernkalender (mit konkreten Anweisungen, Kapitel 10) - „... dass die hier formulierten Regeln nicht von dem Vater des Bauern stammen, sondern von dem Gotte Ninurta, dem „wahren Ackermann“ und Sohn der führenden Gottheit Enlil.“
    Kramer legt ganz eindeutig den Zusammenhang zwischen Anunnaki-Göttern und den Sumerern dar.
    Wer hat denn Ihrer Meinung nach das Enuma Elisch erdacht?
    So wie das Enuma Elisch geschrieben ist, ist es auf Marduk geschrieben. Die einzelnen Zusammenhänge sind aber älter. Stimmen sie dem zu?
    Sie bringen immer so schöne pauschalen Verurteilungen – sehr überzeugend:
    - „Götternamen einfach wild durcheinander gewirbelt...
    - hätte diese esoterischen Mist NIE gutgeheissen...
    - "Glauben" Sie diesen Mist wirklich...
    - Texte von Sitchin & Co. nicht das Papier wert sind...
    - Was sagt ihr Psychater dazu?“
    http://www.sitchiniswrong.com/ - wir korrespondieren sogar.
    Wann glauben Sie wurden der Sphinx und die Pyramiden gebaut?
    Meine Vorgabe in:
    http://www.welt.de/...e_geschaut.html#writeComment vom 03.04.07 und
    http://www.welt.de/...s_Pyramide.html#writeComment vom 02.04.07
    Sie schreiben auch: „Tiamat und Marduk sind relativ jung .. aus dem ausgehenden zweiten Jahrtausend BC und wurden vermutlich in Babylon geschaffen um ein religiöses Gegengewicht zu den "alten" Göttern aus Sumer zu haben.“
    Prof. Kramer hat gezeigt, dass die Anunnaki-Götter Personen waren und auch so handelten. Marduk auch Amun/Re war der Sohn von Ea/Enki/Ptah. So haben fast alle Götter landestypische Namen, bei Enlil habe ich keinen anderen gefunden. „...ein religiöses Gegengewicht...“ ist fern der Wahrheit – die Sumerer gab es schon seit etwa 2000 BC nicht mehr.

  9. Sascha Bohnenkamp @Deistung
    28.06.2010 | 09:47

    Natürlich stellt Kramer einen Zusammenhang zwischen den Sumerern und "ihren" Götter her.
    Die späteren mesopotamischen Kulturen haben die sumerische Religion übernommen und an ihre Bedürfnisse angepasst.
    Geschrieben wurde Enuma-Elish wohl von den Akkadern also frühesten ab 2300BC vermutlich später. Dabei wurden Teile der älteren Eridu Genesis übernommen, aber die Drachen, Marduk sind eindeutig nicht sumerisch und vermutlich eher politisch motiviert.

    Anunnaki ist im übrigen der akkadische Ausdruck für Anunna .. die Kinder Ans, also die alten "wichtigen" Götter.

    Kramer hat nicht gezeigt, dass die Anunnaki "Personen" waren, sondern dass die Sumerer wie alle Kulturen ihre gesellschaftlichen Vorstellungen in ihrer Götterwelt reflektiert haben. Wie alle andern Götter auch, sind die sumerischen Ebenbilder ihrer Schöpfer;)

    Das es die "Sumerer" nach 2000BC nicht mehr gab ist historisch nicht richtig bzw. nicht nachprüfbar.
    Die sumerische Kultur aber lebte sicher in den Nachfolgekulturen weiter und ihre Sprache auch, auch wenn das später auf den Kult-Bereich beschränkt war.
    (Einen Teil davon finden wir ja auch in der Bibel und in unserer Kultur wieder)

    Wie erklären Sie sonst die Eridu Genesis?
    Oder Enki & Ninmah, Enki & Ninzhursaja, Inanna und der Herr der Weisheit etc. alles älter Mythen und alle im Widerspruch zur Enuma Elish!

    Kramer hat sicher auch auf Parallelen zu anderen Kulturen hingewiesen, aber gleichgesetzt hat er die Sachen nicht.

    Kramer hat auch nicht nur populärwissenscahftliche Bücher rausgebracht, sondern auch wissenschaftliche Artikel - vielleicht sind die populärwissenschaftlichen Sachen ein wenig vereinfacht und laden daher zu "schrägen" Interpretationen ein?

  10. Klaus Deistung @ Sascha Bohnenkamp
    28.06.2010 | 23:57

    In Lilith und Lolth habe ich 2 Beispiele mit Zitaten von Prof. Kramer gebracht. Diese Götter An/Anu = Himmelsgott und König vom Nibiru, seine Kinder Ea/Enki, Ninki/Ninharsag/Ninmah/Hathor und Enlil waren verantwortlich für die Arbeiten auf der Erde. Deren Kinder und Kindeskinder in Folge hatten ebenfalls später verantwortliche Positionen. Priester und Könige wurden in erster Linie durch sie eingesetzt. Klare Zusammenhänge zur Bibel und dem Enuma Elisch gibt es in ihren Taten.
    Marduk war Ea´s ältester Sohn und mit dem Widderzeitalter in Ägypten Amun/Re. Er war auch der Hauptgott der Babylonier. Die Christliche Zeitschrift Nachfolge zählte die Tempel für Marduk, um ihn dann zum heidnischen Fantasieprodukt zu machen. Ea´s Sohn Ningischzidda/Hermes/Thot/Quetzalcoatl war mit an der Schaffung des Menschen beteiligt.
    Enlils Sohn Ninurta (mit Halbschwester Ninki) und Ea´s Sohn Erra waren für die Atomangriffe auf Sodom und Gomorra sowie die Raumfahrtbasis auf dem Hochplateau Sinai die Durchführenden.
    Die radioaktive Wolke dieser Angriffe kam mit dem Westwind und hat Sumer praktisch ausgelöscht. Dass ein Teil der Sumerer nach ihrer Flucht in anderen Gegenden wieder aktiv wurden – ist auch überliefert.
    Andere Völker haben Einiges der Sumerer übernommen. Aber die Sumerer verschwanden nach und nach in Vergessenheit, selbst die sumerische Keilschrift wurde erst im Laufe der Forschungen als Grundlage vieler anderer Schriften erkannt.
    Ich muss Ihnen gestehen, dass ich den Begriff „Eridu Genesis“ von Ihnen zum ersten Mal gehört habe. Bei Google fand ich eine Menge Texte – Vieles war mir auf Anhieb inhaltlich bekannt. Ein Bezug zur Bibel ist unverkennbar – auch zum Gilgamesch Epos. Eridu war praktisch die erste Stadt der Anunnaki-Götter auf der Erde, die sie errichtet hatten. Hier hatte Ea sein Zikkurat, in der Hymne als „Ort, dessen Allerheiligstes das Fundament von Himmel und Erde ist“ bezeichnet.
    Kramers Buch Die Geschichte beginnt mit Sumer wird als sein bedeutendstes bezeichnet.
    Was verstehen Sie unter: "schrägen" Interpretationen? Eigentlich sind die Aussagen eindeutig und sie belegen, dass wir nicht allein im All sind und die Erde Besucher aus dem All hatte, die ihre Aktivitäten in verschieden Texten, Bauten, Ruinen und Religionen hinterlassen haben. Deswegen haben wir auch High-Tech-Informationen in den Heiligen Schriften.

  11. Sascha Bohnenkamp @Deistung
    29.06.2010 | 09:23

    "Was verstehen Sie unter: "schrägen" Interpretationen?"
    Die Aussagen von Sitchin, Däniken und andere Phantasten.

    "Eigentlich sind die Aussagen eindeutig"
    WO? Bitte Quellenangebae mit Stelle .. keine populärwissenschaftlichen Sachen bitte .. sonst zitier ich aus "Herr der Ringe".

    " und sie belegen, dass wir nicht allein im All sind und die Erde Besucher aus dem All hatte"
    Klar doch *lol*

    ", die ihre Aktivitäten in verschieden Texten, Bauten, Ruinen und Religionen hinterlassen haben. Deswegen haben wir auch High-Tech-Informationen in den Heiligen Schriften."
    Wo?
    Und glauben Sie mir ich kenne viele kultische Texte der Sumerer, Akkader, Babylonier, Juden und Christen.

    Wie ich schon schriebn, wenn sie sich ein wenig mit sumerischer Keilschrift beschäftigen würden und dann versuchen die Aussagen Sitchins mit den Keilschrifttafeln zu verifizieren, werden sie merken, dass Sitchin nichts "übersetzt" hat .. hineingedichtet ist das. Sitchin hat NULL wissenschaftliche Hinweise für die Richtigkeit seiner Hypothesen - eigentlich verfolgt er nur eine Masche um mit der Dummheit seiner Leser Geld zu verdienen.

    Wo in "History Begins at Sumer: Thirty-Nine Firsts in Recorded History" von Kramer haben sie den "Hochtechnologie" gesehen? Bier? Räder? sicher aber Raumschiffe? Never!

  12. Sascha Bohnenkamp @Deistung
    29.06.2010 | 09:47

    Kramer hat 1959 versucht, wie praktisch alle Archäologen im "biblischen" Umfeld damals, Hinweise zu bibl. "Geschichten" zu finden. Darunter leidet das Buch von ihm auch ein wenig.

    Ferner sind in den letzt 60 Jahren durchaus auch neue Sachen herausgefunden worden.

    Ein Anhänger der Paleoastronomy war Kramer NIE.

  13. Klaus Deistung @ Sascha Bohnenkamp – Teil 1
    29.06.2010 | 21:24

    „Schräge“ Interpretationen von Sitchin, Däniken und anderer Phantasten sagen Sie, in Lilith und Lolth wurden dann schon mal „...unqualifizierte Pseudowissenschaftler wie Sitchin oder Däniken...“ genannt, wobei sie sich als Autoren bezeichnen. Beide haben sich mit der Vergangenheit auf unseren Planeten auseinandergesetzt.
    Der Eine fuhr in der Welt herum und stellte fest, dass es Bauten, Ruinen gibt – auch in Gesprächen mit den Eingeborenen – die seit Menschengedenken da sind, doch woher - da hatten sie keine Ahnung. Der Andere hat die Übersetzungen der Überlieferungen aus Sumer bearbeitet und konnte Vieles ergänzen und konkretisieren, s.u. Dr. Burgard.

    Dann will ich mal das angeben, wo ich mich auch schon mal umgesehen habe. Da wären die Pyramiden und der Sphinx. In Karnak stehen Widder zur Flankierung des Einganges – hier wurde in der Widderzeit des Zodiak gebaut. Der Sphinx auf dem Pyramidenplateau ist ein Löwe, weil der ganze Komplex im Löwenzeitalter erbaut wurde. Den Überlieferungen nach war Thot der Baumeister. Der Sphinx soll als ersten „seinen Kopf“ getragen haben, der aber mehrfach umgearbeitet wurde – und deshalb immer kleiner wurde. In Ägypten erfährt man so oder auf Nachfrage: Wir wissen nicht, wie die Pyramiden gebaut wurden. Im deutschen Fernsehen wissen sie es aber ganz genau!

    In Amerika wussten die Ureinwohner: Das Gold ist das gelbe Metall der Götter. Sie hatten ihnen die Gewinnung, Ver- und Bearbeitung gezeigt. Das haben die Spanier überliefert! So ehrten die Einen das Gold – und die anderen zerstörten, raubten es und ermordeten die Führer.

    Nasca, kein Mensch weiß, wann die Linien entstanden sind. Die Überlieferungen geben an, dass hier eine Bahn zum Starten und Landen von Raumschiffen war (mindestens vor 6.000 Jahren), die mit einer Goldlast zum Nibiru flogen – also mindestens etwa um 3 AE weit.
    Über Nasca sind wir geflogen worden – mit einem kurzen „toush down“ auf einer Bahn.
    Am Titikaka-See entstand noch früher eine metallische Verarbeitungsbasis, deren Verantwortung Enlils jüngster Sohn Ischkur hatte. Sein Zeichen – Dreizack - ist als „Kandelava“ bekannt und in den Hang eingebrannt worden.

    In Peru aber auch in Mexiko gibt es einige Mauern, die so kein Mensch gebaut hätte. Die Steine sind so exakt geschnitten, dass da kein Taschenmesser mehr dazwischen passt.

    Puma Punku (Bolivien) ist ein Trümmerfeld in um 4000 Metern Höhe. Hier liegen die Steine schon solange als Ruine, dass sich kein Eingeborener mehr an Baumeister erinnern kann. Die Steine haben soviel exakte Ecken, Kannten und Löcher, dass so ein Stein in der Form heute nicht gebaut werden würde.

    Dr. Herrmann Burgard hat 2002 in einer öffentlichen Veranstaltung über „Flugapparate im alten Sumer“ referiert, im Untertitel: Zur Kohärenz von Keilschriftüberlieferungen“. Im Manuskript hieß es: „Da die meisten Übersetzungen der erwähnten Überlieferungen 50 bis 100 Jahre alt sind oder nur Verfeinerungen solcher Altstudien darstellen, darf man sich daher zum Beispiel nicht wundern, dass wegen neuer Techniken heute durchaus akzeptable Bedeutungsvarianten früher nicht einmal erdacht werden konnten.“ In der Diskussion würdigte er u. a. hier die Leistungen von Z. Sitchin.
    Hesechiel hat 'seine Begriffe' genommen und die Ankunft des Herrn beschrieben. Der NASA-Konstrukteur J. F. Blumrich hat es modern umgesetzt, nachlesbar in seinem Buch „Da tat sich der Himmel auf“. Er war angetreten, E. v. Däniken zu widerlegen – und was schrieb er dazu? „Kaum jemals war eine Niederlage so reich belohnt, so faszinierend und so erfreulich!"

  14. Michael Blume @Klaus Deistung
    29.06.2010 | 22:33

    Die Diskussion hier ging doch um Tiamat, nun sind Sie wieder bei Däniken gelandet. Könnten Sie uns mitteilen, ob es denn überhaupt Argumente gäbe, die Sie von Ihrer SETI-Glaubensüberzeugung abbringen könnten?

    Sehr aufschlussreich fand ich Ihre abschließenden Sätze: Der NASA-Konstrukteur J. F. Blumrich hat es modern umgesetzt, nachlesbar in seinem Buch „Da tat sich der Himmel auf“. Er war angetreten, E. v. Däniken zu widerlegen – und was schrieb er dazu? „Kaum jemals war eine Niederlage so reich belohnt, so faszinierend und so erfreulich!"

    Das, lieber Herr Deistung, nennt man eine Konversionserzählung und schöner als mit "Da tat sich der Himmel auf" könnten das auch Anhänger klassischer Religionen kaum betiteln. Die jedoch für gewöhnlich (an-)erkennen, dass sie Glaubensüberzeugungen vertreten. Zu Paläo-SETI hatte es hier im Blog ja schon einen Beitrag:
    http://www.chronologs.de/...ination-des-pal-o-seti

  15. Klaus Deistung @ Sascha Bohnenkamp – Teil 2
    30.06.2010 | 00:07

    Sie haben diesmal wieder eine beeindruckende Rhetorik gefunden.
    Wie bibelfest sind Sie denn? In 1 Mo 1 ist eine Kurzfassung des Enuma Elisch.
    Die Arche war praktisch ein U-Boot, weil es so viel ruhiger im Wasser liegt. Und so kann es auch nach außen keine Beleuchtung gehabt haben, wie auf dem FS-Schirm. Anschließend wurden die Pyramiden gebaut – es gibt aber auch Hinweise des Baus von vor der Sintflut vor knapp 13.000 Jahren. Dass die 4.500 Jahre noch durch die Welt „geistern“, ist eine reine politische Entscheidung.

    1 Mo 17,15 Gottes Zusage für Sara: Sie wird mit 90 noch ein Kind gebären. Im NT war Elisabeth um 60 Jahre – und bekam nach Zusage auch ein Kind. Heutzutage waren schon mehrere Mütter über offiziell nicht mehr im gebärfähigen Alter – wurden Schwanger mit über 60 – und bekamen ein Kind. Das werden sie früher auch nicht viel anders gemacht haben als wir.

    Die Wissenschaft hat Sodom und Gomorra
    mit einem Erdbeben mit Gas-Feuer im FS erklärt. Diese Zeit war aber um 350 Jahre vor dem eigentlichen Ereignis.

    Dass Abraham seine Halbschwester heiraten durfte – ist ein Relikt aus der Anunnaki-Zeit, denn dort war es üblich. Später in 3 Mo 20,17: „Wenn ein Mann mit seiner Schwester oder Halbschwester schläft, muss er die Folgen seiner Schuld tragen. Beide haben eine Schandtat begangen...“

    Es gibt weitere Flugberichte in der Bibel. 2 Mo 13,21: „Während der Wanderung ging der Herr tagsüber in einer Wolkensäule vor ihnen her ... und nachts in einer Feuersäule...“ 2 Mo 19,16: „Am Morgen des Dritten Tages begann es zu donnern und zu blitzen, eine dichte Wolke bedeckte den Berg, und man hörte lauten Posaunenschall. Das Volk zitterte vor Angst.“ Wichtig für die Vorbereitung der Landung war 2 Mo 19,12: „Du mußt rings um den Berg eine Grenze ziehen... Keiner darf auf den Berg steigen... Wer es tut, ist dem Tod verfallen.“ Heute gibt es auch strenge Schutzzonen um einen Raketen-Lande- bzw. Startplatz.

    [KS] erste engl. Ausgabe 1956, dt. 1959. Es zeigt sich wieder, dass Sie das Buch nicht kennen.
    Prof. Kramer beginnt alle 25 Kapitel seines Buches mit Der/Die/Das erste...! Wenn heute irgendein Volk etwas das erste Mal genutzt bzw. erfunden hat, dann waren es die Ägypter oder die Babylonier – wissen unsere Medien – die Sumerer nie! Nachdem ich andere darauf aufmerksam gemacht hatte, stellten das auch sie fest!
    S. 22: „Die bis heute rekonstruierten Texte umfassen folgende Genres: Mythen und Epen in Gestalt von Verserzählungen, welche die Taten und Leistungen der sumerischen Götter und Helden feiern, Hymnen, an die Götter und Könige gerichtet, Klagelieder, welche die Zerstörung sumerischer Städte beweinen, Weisheitslehren, die auch Sprüche, Fabeln und Abhandlungen mit einschließen.“
    S. 116: „... von großer Bedeutung für die sumerische Kosmogonie und Kosmologie. Sie enthalten eine Anzahl aufschlussreicher Hinweise auf die Erschaffung des Menschen den Ursprung der Königswürde und die Existenz von mindestens 5 vorsintflutlichen Städten.“
    S. 161: Der kranke Lugalbanda (mit Göttin Ninsun Eltern von Gilgamesch) betet zu Utu – und erhält „Speise und Wasser des Lebens“. Im Traum wurde ihm eingegeben, was er wem opfern soll.
    Im Gilgamesch Epos bietet Ischtar Gilgamesch an: Sei mein Mann. Er lehnte ab. Redet man so unter Geistern?

    "Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte."
    Gustav Heinemann, eigentlich Dr. Dr. Gustav Walter Heinemann ( 1899 – 1976)

  16. Klaus Deistung @ Michael Blume
    30.06.2010 | 00:33

    „... um Tiamat, nun sind Sie wieder bei Däniken gelandet.“ Ich habe ihn weder bei Lilith und Lolth noch hier eingebracht. Sie haben Sitchin schon rausgelassen. Man wollte wohl eher meinen Standpunkt durch negatives Benennen der beiden Autoren nach außen „untergraben“...
    Wenn ich mich auf Grund der Standpunkte und Nennung dieser Namen zu meinem Kommentar damit befasse – ist es etwas Anderes.
    Zum Diskussionspartner haben Sie nichts gesagt.

    Am Ende haben wir uns wohl missverstanden. Herr Blumrich hat Herrn Däniken nicht widerlegen können, sondern das Raumschiff rekonstruiert und auf das Rad im Rad ein Patent gemacht. Das hat unter anderen Voraussetzungen schon 1902 einen Versuch in den USA geben. Und der deutsche Ing. H. H. Beier hat den Tempel rekonstruiert – und das Raumschiff passte in den Tempel.

    Ist denn das, was wir im Enuma Elisch lesen unwahr? Ischtar und König Gilgamesch – nur ein Märchen? Prof. Kramer schreibt über die Götter als Personen – deswegen kennt ihn auch kaum wer?

    Ich habe weder eine Ufo- noch SETI-Glaubensüberzeugung. In der Vergangenheit sehe ich sowohl konkrete Besucher von Außerhalb, über die auch Prof. Kramer schreibt, als auch Technik, die unserer immer noch überlegen ist. In den Heiligen Schriften und den Veden sind solche Techniken und Technologien beschrieben. Es ist einfach ein technisch-technologisches Problem!
    Ist denn die Liebe, nur weil wir gegenüber früher wissen wie es geht, schlechter?

  17. Sascha Bohnenkamp @deistung
    30.06.2010 | 09:23

    "Im Gilgamesch Epos bietet Ischtar Gilgamesch an: Sei mein Mann. Er lehnte ab. Redet man so unter Geistern?"
    Geistern?

    Inanna "war" eine Göttin und Gilgamesh ein König/Halbott. Gilgamesh lehnt das Angebot ab, weil Inanna mit ihren "Geliebten" häufig nicht sehr zimperlich umging - z.B. schickt sie ihren Mann Dumuzi in die Unterwelt.

    Warum sollte der Mythos von realen Personen handeln?
    Glauben Sie auch an Einhörner?
    (falls ja -> das ist das Artefakt eines biblischen Übersetzungsfehlers)

  18. Sascha Bohnenkamp @deistung Bibel/Genesis und Enuma Elish
    30.06.2010 | 09:27

    Noch viel mehr Ähnlichkeit hat die biblische Genesis mit den älteren sumerischen Mythen als mit dem akkadischen Enuma Elish.

    Lesen sie mal in
    http://www-etcsl.orient.ox.ac.uk/

    Da finden sie einige "Vorlagen" für die biblischen Texte.

    Zusammen mit der Eridu Genesis bilden diese Mythen dann die Vorlagen für Enuma Elish, dessen Hauptsinn darin bestand einen neuen obesten Gott (Marduk) zu etablieren.

  19. Sascha Bohnenkamp @deistung UBoot
    30.06.2010 | 09:28

    Wie kommen sie von der sumerischen Würfel-Arche oder Noahs Arche auf ein UBoot?

  20. Sascha Bohnenkamp @deistung
    30.06.2010 | 09:30

    "Die Wissenschaft hat Sodom und Gomorra
    mit einem Erdbeben mit Gas-Feuer im FS erklärt. Diese Zeit war aber um 350 Jahre vor dem eigentlichen Ereignis. "

    Welche Zeit war vor welchen Ereignis?
    Soweit ich weiss bassiert die Somod&Gomora "Sage" eher auf "Erra und Ishum" einem akkadischen Mythos.
    Ob der eine reale Katastophe beschreibt ist nicht gesichert .. könnte aber sein, wie auch bei der sumerischen Sintflut, aber von "Atombombe" steht da nichts.

    Mit viel Mühe kann man natürlich alles in einen Text reindichten.

szmtag