chronologs Natur des Glaubens

Mutter Natur verstehen - Die Evolutionsforscherin Sarah Hrdy

28. Januar 2010, 20:38

Unsere Wissenschaftstraditionen und -diskussionen sind nach wie vor (auch in der Evolutions- und Religionsforschung) vor allem aus männlichem Blickwinkel geprägt worden. Das Ergebnis kann man sich z.B. immer wieder anschauen, wenn eine Zeitschrift über den Zusammenhang von Religiosität und Demografie schreibt, wie letztes Jahr der FOCUS ("Fruchtbarer Glaube") oder diese Woche die ZEIT ("Religiöser werden für mehr Kinder?"). In den überwiegend von einigen sehr... von ihrer Überlegenheit überzeugten Herren verfaßten Kommentaren darauf geht es dann stets reflexhaft um und meist gegen Migranten, arbeitende Frauen, Politiker, Religionen. Eine Reflektion über die eigentlichen Familienthemen wie treue Liebe, Partner- und Gemeinschaft, Zusammenhalt der Generationen, Lebenssinn etc. findet kaum statt oder wird niedergehöhnt. Dabei, so zeigt sich zunehmend, fanden und finden genau in diesem Bereich die evolutionären Prozesse statt, die unsere Spezies prägten!

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Bildung, Beten, Babys - Zum komplexen Zusammenhang von IQ und Religiosität

20. Juni 2008, 16:45

Richard Lynn hat wieder zugeschlagen: Nach Frauen und Afrikanern attestiert der britische Intelligenzforscher nun auch Religiösen publikumswirksam einen niedrigeren Intelligenzquotienten - IQ - als säkularen, männlichen Europäern (Auswertung, Kommentar und Links hier). Als unterstützendes Argument wird ein Zitat aus Richard Dawkins Gotteswahn angeführt, wonach es unter europäischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern nur sehr wenige Religiöse gebe. Also: Wie steht es um Kausalität und Sinnhaftigkeit dieses Vergleichs? Und warum verzeichnen die USA gleichzeitig einen hohen IQ und hohe Religiosität? (weiter)

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Gretchenfrage - Werden religiöse Frauen unterschätzt? Religiosität und Sexuelle Selektion

04. April 2008, 19:20

Frauen sind weltweit durchschnittlich religiöser und religiös engagierter als Männer - gerade auch in gebildeten und freiheitlichen Gesellschaften, unter Bildungsbürgern und an Universitäten. Konfessionslosigkeit und Atheismus sind dagegen meist Männersache. Für vor-naturwissenschaftliche Theorien ist das ein (gerne verschwiegenes) Problem: Sollten Frauen etwa besonders erwählt sein? Oder gar intellektuell oder psychologisch defizitär (vulgo: "dumm"?)? Anfälliger für Manipulation und "Gotteswahn"? Von wegen! Die Evolutionsforschung zur Religiosität bietet neue, biologisch fundierte Antworten, die eine starke Rolle religiöser Frauen belegen - und die schon Johann Wolfgang von Goethe erahnte...

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