Mutter Natur verstehen - Die Evolutionsforscherin Sarah Hrdy
Unsere Wissenschaftstraditionen und -diskussionen sind nach wie vor (auch in der Evolutions- und Religionsforschung) vor allem aus männlichem Blickwinkel geprägt worden. Das Ergebnis kann man sich z.B. immer wieder anschauen, wenn eine Zeitschrift über den Zusammenhang von Religiosität und Demografie schreibt, wie letztes Jahr der FOCUS ("Fruchtbarer Glaube") oder diese Woche die ZEIT ("Religiöser werden für mehr Kinder?"). In den überwiegend von einigen sehr... von ihrer Überlegenheit überzeugten Herren verfaßten Kommentaren darauf geht es dann stets reflexhaft um und meist gegen Migranten, arbeitende Frauen, Politiker, Religionen. Eine Reflektion über die eigentlichen Familienthemen wie treue Liebe, Partner- und Gemeinschaft, Zusammenhalt der Generationen, Lebenssinn etc. findet kaum statt oder wird niedergehöhnt. Dabei, so zeigt sich zunehmend, fanden und finden genau in diesem Bereich die evolutionären Prozesse statt, die unsere Spezies prägten!
Sarah Hrdy - Neuer Blick auf die Evolution des Menschen
Vorhang auf für die Primatologin und Anthropologin Sarah Hrdy, die ich für eine der interessantesten Evolutionsforscherinnen unserer Zeit halte. In ihrem neuesten Buch "Mothers and Others. The Evolutionary Origins of Mutual Understanding" (Übers. in Arbeit: Mütter und Andere: Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat) stellt sie der seit Darwin vorherrschenden Macho-Lesart der menschlichen Evolution als Folge blutiger Stammeskämpfe mit siegreich erbeuteten Frauen eine weibliche Perspektive entgegen.
Was sind ihre Argumente? Hrdy weist ganz sachlich darauf hin, dass kein (anderer) Primat tun könnte, was wir Menschen täglich millionenfach tun: Unsere Kinder in die Obhut anderer, sogar Nichtverwandter zu geben - z.B. von Babysittern, Kindergärtnern, Lehrern, Freunden (z.B. für einen Kindergeburtstag) etc. Im Gegenteil: Unter den meisten Affenarten müssen die Mütter die Kleinen jahrelang vor den Angriffen anderer beschützen und abschirmen. Die Folge: Schimpansen und Orang-Utans haben längere Geburtenabstände und kürzere "Kindheiten" evolviert, die Bedrohungen setzen hier Grenzen. Menschenfrauen konnten und können dagegen in viel rascherer Folge Kinder gebären, die dazu noch ihre Gehirne und Fertigkeiten in langen Kindheits- und Jugendphasen ausprägen können.
Wie aber war und ist das möglich? Hrdys Antwort: Gemeinschaftlicher Kinderaufzug (Cooperative Breeding)! In allen gewachsenen Menschenkulturen werden Kinder gemeinschaftlich erzogen, nie nur auf die Kernfamilie oder Mütter verwiesen. Eine bedeutende Rolle spielen z.B. die Väter der Kinder, aber auch Großeltern (v.a. Großmütter), andere Eltern und schließlich gemeinschaftliche Vertrauenspersonen (z.B. Lehrer).
Umso mehr sich aber, so Hrdy, Kinder in soziale Netzwerke außerhalb der Mutter begaben, umso entscheidender wurden wiederum deren soziale Fähigkeiten: Kontakt mit anderen aufzubauen, Vertrauen zu schenken, aber auch Gefahren zu erkennen, Freundschaften zu schließen etc. Nicht also vornehmlich Kriegszüge und machiavellistische Intrigen, sondern die gemeinsame Sorge um Kinder prägte die sozialen, intellektuellen und schließlich kulturellen Fähigkeiten unserer Art!
Evolutionäre Großmütterforschung
Natürlich ist ein Blogbeitrag viel zu kurz, um Beobachtungen, Daten und Argumente erschöpfend darzustellen. Deswegen sei hier nur kursorisch auf das reiche Feld der evolutionären Großelternforschung hingewiesen, die erkundet, warum Menschen (und vor allem Menschenfrauen) so viel längere Lebensspannen auch nach ihrer fertilen Zeit evolviert haben. Hrdys Forschungen haben hierzu eine Vielfalt von (auch ethnologischen) Studien angestoßen, die aufzeigen: Agile Großeltern (und vor allem Großmütter) unterstützen ihre Kinder und Enkel sowie die weiteren Gemeinschaften durch Engagement, Aufsicht und auch Erfahrung. Die Avatar-Macher waren nicht nur technisch auf der Höhe: Wohl nicht der Schamane, sondern wahrscheinlich die Weise Frau und die Ahnen dürfte(n) am Anfang der Evolution von Religiosität gestanden haben!
Zur evolutionären (Groß-)mütterforschung kann ich den hervorragenden Tagungsband der internationalen Grandmotherhood-Konferenz in Delmenhorst 2002 ("Grandmotherhood. The Evolutionary Significance of the Second Half of Female Life.", Hrsg. Eckart Voland, Athanasios Chasiotis und Wulf Schievenhövel) fachlich Interessierten sehr empfehlen!
Evolutionäre Religionsforschung
Sowohl Hrdy in ihrem "Mothers and Others" wie auch immer mehr weitere Ethnologen und Evolutionsforscher haben die Bedeutung religiöser Mythologien und Rituale für die Etablierung familienfreundlicher Gemeinschaften erkannt und teilweise auch formuliert. Von religionswissenschaftlicher Seite ist dagegen in diesem Bereich noch einiges zu leisten. Dabei liegen die Phänomene offenkundig beieinander: In steinzeitlicher Kunst überwiegen Frauen- und Müttermotive. Religiöse Gemeinschaften pflegen untereinander Familienbegriffe (Schwester, Bruder, Vater, Mutter etc.), nach Hrdy sehr schön: "as-if Kin". Die ältesten Schulen, Waisenhäuser, Hospitäler usw. waren (und sind) weltweit religiöse Stiftungen - und auch in säkularen Gesellschaften (wie Deutschland West und Ost) werden religiöse Bildungseinrichtungen rege nachgefragt und neu gegründet. Nicht nur Christen bezeichnen z.B. ihre Gemeinschaft(en) als "Mutter Kirche", auch Muslime sprechen von der Umma (von arab. umm = Mutter). Der Begriff "Nonne" ist etymologisch aus Bezeichnungen für Großmütter und Ammen hervorgegangen (vgl. Nun, Nanny etc.). Heutige Religionsgemeinschaften werden gerade auch in freiheitlichen Gesellschaften vor allem vom religiösem Engagement von Frauen getragen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Und der durchschnittlich höhere Reproduktionserfolg religiöser Menschen wird vor diesem Hintergrund schlüssig erklärbar - der Zusammenhalt in Religionsgemeinschaften kann z.B. gewaltförmig missbraucht werden, evolvierte (und evolviert!) aber biologisch und kulturell vor allem aufgrund der Förderung von Familien und Kindern.
Weder die Evolution unserer Art insgesamt noch ihre sozialen und schließlich biokulturellen Fähigkeiten der Sprache, Musik oder Religion sind überwiegend aus Konkurrenz- und Kampfszenarien entstanden. Wie die Biologen aus Tübingen sogar schon mit Lied und Fussball-Video zu vermitteln versuchen: Es geht (mindestens bei sozialen Tieren) ums Überlieben! Aber andererseits mache ich mir da leider auch keine Illusionen: Es wird noch lange dauern, bis der dröhnende Machismo wenigstens in den Wissenschaften überwunden sein wird...
* Diesen Blogpost widme ich allen echten Männern da draußen.
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Dass Evolution nicht nur Kampf- und Konkurrenzszenarien enthielt, beweist ja schon die Endosymbionten-Theorie, nach der ohne Kooperation zwischen Bakterien (eins nimmt das andere auf und bildet es zu inneren Organen um) komplexes Leben gar nicht hätte entstehen können. Bezeichnenderweise setzte eine Forscherin (Lynn Margulis) diese Sicht in der männerdominierten Biologie durch. Der deutsche Neurologe unds Gen-Forscher Joachim Bauer vertrat eine solche Perspektive auch in seinem letzten Buch "Das kooperative Gen".
Milchbruder/-schwester ist in diesem Zusammenhang ein sehr schöner Begriff. Es handelt sich um eigene und/oder fremde Kinder, welche gemeinsam von einer Amme/Mutter gesäugt wurden.
Z.B. wurde der Prophet Mohammed von einer Amme namens Halima aufgezogen.
Für ´Milchgeschwister´ gab es in verschiedenen Kulturen eigene Moralgesetze. Z.B. Durfte ein Mann nicht seine Amme oder Milchschwester heiraten.
"Hrdy weist ganz sachlich darauf hin, dass kein (anderer) Primat tun könnte, was wir Menschen täglich millionenfach tun: Unsere Kinder in die Obhut anderer, sogar Nichtverwandter zu geben...".
Seltsamerweise scheint dies aber bei Vögeln möglich zu sein:
http://www.nzz.ch/...vanne_haeufiger_1.547441.html
Und auch bei Fischen:
http://www.g-o.de/...-aktuell-9905-2009-05-13.html
Haben sich die Menschen da etwas abgeschaut?
Liebe Mona,
ja, Hrdy benennt viele solcher Beispiele, die auch außerhalb der Primaten evolviert sind - in wenigen Fällen auch bei Säugetieren, z.B. die Nacktmulle. Das Paradebeispiel für kooperatives Brüten (allerdings fast immer unter sehr eng Verwandten) sind ja Ameisen und Bienen, die von einigen Forschern daher auch als kombinierte "Superorganismen" verstanden werden. Siehe hier:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1016788
Übrigens handelt es sich dann in den meisten Fällen von Cooperative Breeding um (reine) Frauenstaaten, das menschliche Miteinander von Frau und Mann (bzw. unser Potential dafür) ist schon was Besonderes! :-)
Ernsthaft: Wunderbar kann man auch an diesen kleineren und einfacheren Organismen bereits sehen, wie gemeinschaftliche Brutpflege komplexes Sozialverhalten hervorbringt und belohnt. Und genau das ist es, was sich wohl auch bei unseren hominiden Vorfahren abgespielt und sie zu den Fähigkeiten des Homo sapiens und Homo religiosus geführt hat. Und die Evolution auch unserer Art geht ja, beobachtbar am differentiellen Reproduktionserfolg, dynamisch weiter.
Vielen Dank für die Ermutigung und Beobachtungen! Ich würde auch zustimmen: Wenn man sich auf die Perspektive erst einmal eingelassen hat, werden viele Phänomene viel schlüssiger erklärbar. Hoffentlich trägt Hrdys Buch, wenn es denn bald in Deutsch erscheint, auch bei uns zu einer Debatte bei, die einigen die Augen für den kooperativen Reichtum (auch, aber nicht nur) menschlicher Biologie und Kultur öffnet.
@Michael
Du schreibst, dass "komplexes Sozialverhalten" zum homo religiosus geführt hat. Hab ich das so richtig verstanden? Wäre das "Religiöse" dann nur eine Taktik, um Gruppen zusammenzuhalten, nach dem Motto: gemeinsame Rituale stabilisieren den Clan, um ihn fitter fürs Überleben zu machen. Bleibt da auch noch Raum für so etwas wie Staunen, Ehrfurcht vor der "Intelligenz" grösserer Naturzusammenhänge, Einheitserlebnisse, Erfahrungen des Lebendigen in der Natur etc? Ich habe immer ein bisschen komische Gefühle, wenn sprituelle Aktivitäten vorwiegend auf pragmatisch-soziale Überlebenstechniken reduziert werden. Aber vielleicht interpretiere ich dich da auch falsch. Ich würde gerne deine Ansichten zum evolutionären Ursprung von Religion noch genauer verstehen. Kernfrage wäre: Sind Mythen, Symbole etc. nur "Erfundenes" oder auch "Geschautes"?
Lieben Dank für Deine Fragen, auf die ich gerne eingehe!
Du schreibst, dass "komplexes Sozialverhalten" zum homo religiosus geführt hat. Hab ich das so richtig verstanden?
Ja. Die Vorstellung von relevanten übernatürlichen Akteuren benötigt z.B. Grundlagen der Empathie und Theory of Mind, die sich zuvor in sozialen Kontexten ausgebildet haben müssen. Religiosität evolvierte nach heutigem Kenntnisstand auf Basis vieler, v.a. aber auch sozial-kommunikativer Module und setzt also ein hohes Maß an Sozialität voraus.
Wäre das "Religiöse" dann nur eine Taktik, um Gruppen zusammenzuhalten, nach dem Motto: gemeinsame Rituale stabilisieren den Clan, um ihn fitter fürs Überleben zu machen.
Nein, denn niemand hat sich das ja taktisch ausgedacht. Vielmehr erweitert sich der Kreis der sozialen Interkationspartner um übernatürliche Akteure wie Ahnen, Geister, Götter, Gott. Und diese Überzeugungen bewirken dann (auch!) Kooperations- und Gemeinschaftsvorteile.
Bleibt da auch noch Raum für so etwas wie Staunen, Ehrfurcht vor der "Intelligenz" grösserer Naturzusammenhänge, Einheitserlebnisse, Erfahrungen des Lebendigen in der Natur etc?
Absolut! Wer das ausschließen wollte, müsste es ja auch für alle anderen Sinne ausschließen. Die religiöse Vergemeinschaftung stiftet und deutet Erfahrungen und eröffnet Zugang zu neuen Erfahrungskontexten. Der eine mag das als "Delusion" abqualifizieren (z.B. Dawkins), der andere als Schau einer höheren Wahrheit benennen (z.B. Teilhard de Chardin).
http://www.chronologs.de/...u-wohin-evolvieren-wir
Ich habe immer ein bisschen komische Gefühle, wenn sprituelle Aktivitäten vorwiegend auf pragmatisch-soziale Überlebenstechniken reduziert werden.
Das geschieht hier ausdrücklich nicht. Die sozialen Fähigkeiten bilden die Grundlage, aus denen dann neue Merkmale evolvieren. Wir haben es hier mit einem emergenten Phänomen zu tun, wie auch bei Sprache, Musik oder Farbensehen. Die Grundlagen "reduzieren" das Merkmal nicht, sondern ermöglichen dessen Entfaltung.
Aber vielleicht interpretiere ich dich da auch falsch. Ich würde gerne deine Ansichten zum evolutionären Ursprung von Religion noch genauer verstehen.
Danke, zumal das ja ein derzeit sehr dynamisches Forschungsfeld ist. Neben dem Blog kann ich z.B. die (kostenfrei abrufbare) "Homo religiosus"-Titelgeschichte in Gehirn & Geist empfehlen:
http://www.spektrumverlag.de/artikel/982255
Und natürlich unser Buch, das ich ja gemeinsam mit Rüdiger Vaas (einem Biologen & Philosophen) verfasste:
http://www.chronologs.de/...shop.de/artikel/969531
Kernfrage wäre: Sind Mythen, Symbole etc. nur "Erfundenes" oder auch "Geschautes"?
Gerade vor dem Hintergrund der evolutionären Erkenntnistheorie ist davon auszugehen, dass sich erfolgreiche Merkmale an der Realität bewähren, also mehr als "nur Illusionen" sind. Wer nach imaginären Ästen hechtete, gehört sicher nicht zu unseren Vorfahren. Aber eine ernsthafte und ergebnisoffene, erkenntnistheoretische Reflexion der Evolutionsforschung zur Religion hat erst begonnen (mit auch ganz neuen Stimmen, z.B. R. Wright "The Evolution of God", oder M. Dowd "Thank God for Evolution", beide 2009).
Vorab: Ich finde es schön, dass Sie das Thema bereits jetzt behandeln, lieber Michael. Und ich finde es echt beeindruckend, wie locker Sie hier einen Bogen über zwei Millionen Jahre evolutionärer Entwicklung schlagen, von der Entstehung des kooperativen Brutpflegeverhaltens bei frühen Hominiden bis hin zur "Mutter Kirche". Respekt! ;-)
»In ihrem neuesten Buch [...] stellt sie der seit Darwin vorherrschenden Macho-Lesart der menschlichen Evolution als Folge blutiger Stammeskämpfe mit siegreich erbeuteten Frauen eine weibliche Perspektive entgegen.«
Na, ob Sarah Hrdy dem so zustimmen würde?
Um Sarah Hrdys "weibliche Perspektive" bezüglich der Evolution der (sozialen) Intelligenz zu verdeutlichen, möchte ich hier noch einmal auf das verweisen, was sie selbst als den Kern ihrer Hypothese ansieht. In einem Interview beantwortete sie die Frage, wie die gemeinsame Brutpflege eine kooperative und intelligente Art hervorbringen konnte, so:
»Hrdy: Der Schlüssel liegt bei den Kindern. Wenn sie von mehreren Bezugspersonen abhängig sind, brauchen sie mehr Fähigkeiten als ein Schimpansenkind, das alles von seiner Mutter automatisch bekommt: Sie müssen sich in ihre verschiedenen Pfleger hineinversetzen können und lernen, sie zu manipulieren. Je besser sie sich darauf verstehen, umso größer ihre Überlebenschance. So entstand unter den Kindern ein Wettbewerb hin zu immer mehr sozialer Intelligenz. Wenn Sie heute die Intelligenz eines Zweijährigen mit der eines Schimpansen vergleichen, werden Sie keine sehr großen Unterschiede bemerken – mit einer Ausnahme: Das Kleinkind kann die Sicht eines anderen annehmen, von ihm lernen und teilen. Und genau darauf kam es an.« (Hvm)
(Quelle)
Das heißt, hier geht es nicht um kuschelige Fürsorge durch die Gruppe, sondern um einen knallharten Überlebenskampf, dem die lieben Kleinen ausgesetzt waren. "Mutter Natur" ist grausam (aus antropozentrischer Sicht). Dazu passt auch, dass, laut Hrdy, unter den Primaten nur die Menschenmutter die Fähigkeit zur Kindstötung evolviert hat.
Danke für Ihren Kommentar - und, ja, Zustimmung auch zum Zitat. Immerhin vertritt Sarah Hrdy keine abgehobene Esoterik (sonst würde ich sie nicht so loben :-) ), sondern nüchterne Evolutionsforschung. Und weist also genau nach, dass Überleben & Reproduktion bei vielen Tieren und ganz besonders beim Menschen durch die "soziale Intelligenz", den Aufbau von Beziehungen, Gemeinschaften etc. begünstigt werden. Der Mensch ist in Familien- und Gemeinschaftsbeziehungen erfolgreich evolviert, nicht (primär) auf dem Schlachtfeld oder Börsenparkett. Und diese vermeintlich "weichen" Faktoren verdienen es endlich, stärker wahrgenommen und gewürdigt zu werden, wie es jüngere und dynamische Biolog(inn)en z.B. an der Uni Tübingen auch gegen die vorherrschenden Stereotype zu vermitteln versuchen. Zur Verdeutlichung haben sie dafür sogar ganz neue Begriffe geprägt wie "Überlieben" statt (nur) "Überleben" bzw. "Struggle for Love" statt (nur) "Struggle for Life". http://www.chronologs.de/...erleben-oder-berlieben
Sie müssen zugeben, dagegen formuliere ich hier doch noch sehr verhalten! :-)
"Der Mensch ist in Familien- und Gemeinschaftsbeziehungen erfolgreich evolviert, nicht (primär) auf dem Schlachtfeld oder Börsenparkett."
Können Sie mir den Satz nochmal erklären?
Ich würde es ja so formulieren: "Der Mensch ist nicht nur auf dem Schlachtfeld oder Börsenparkett sondern auch in Familien- und Gemeinschaftsbeziehungen erfolgreich evolviert."
Und damit käme ich übrigens auf eine völlig andere Bewertung des struggles for love. Ich würde es als Teil eines fatalen in group-out group Verhaltens interpretieren und damit als etwas, das (in seiner tribunalistischen Form) überwunden werden sollte. Struggle for reason, das wäre vielleicht mal etwas.
Das alles vielleicht nach Nietzsches Vorschlag in einem Zweikammersystem des Geistes, die Vernunft in die eine Kammer, die den Weltbezug reguliert, und in die andere die ganze Struggelei.
Lieber Michael,
laut Statistik bekommen ja immer weniger Frauen in Deutschland Kinder. Besonders dramatisch ist die Kinderlosigkeit unter Akademikerinnen im Westen. Soviel ich weiß, gibt es im Westen aber mehr Religiöse als im Osten. Trotzdem gibt es hier weniger Kinder, das wiederspricht ja Deiner Statistik. Könnte der Grund vielleicht gar nicht die Religion sein, sondern die Betreuungsangebote für Kinder, die sind im Osten ja bekanntlich besser, oder?
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/...rafie;art122,2860246
Fein, dann wäre ja geklärt, dass Vorstellungen von einem prähistorischen Kindergarten fehl am Platze sind. Für die frühen Menschenkinder ging es ums nackte Überleben.
»Nicht also vornehmlich Kriegszüge und machiavellistische Intrigen, sondern die gemeinsame Sorge um Kinder prägte die sozialen, intellektuellen und schließlich kulturellen Fähigkeiten unserer Art!«
Nicht zu vergessen die Konkurrenz—oder sollte ich sagen: Kampf?—der Kinder um die Aufmerksamkeit der Pflegenden. Die Kooperation bei der Brutpflege darf nicht mit einem allgemeinen Kooperationsverhalten verwechselt werden. Gut möglich, dass dieses spezielle Brutpflegeverhalten die Ursache für das Heranzüchten egoistischer Verhaltensmuster war.
»Weder die Evolution unserer Art insgesamt noch ihre sozialen und schließlich biokulturellen Fähigkeiten der Sprache, Musik oder Religion sind überwiegend aus Konkurrenz- und Kampfszenarien entstanden.«
Laut Sarah Hrdy waren sehr wohl Wettbewerb und Konkurrenz die Haupttriebfeder der menschlichen Evolution. Und Kampfszenarien dürften auch eine wichtige Rolle gespielt haben. Wie überhaupt sehr viele Faktoren eine wichtige Rolle gespielt haben dürften.
Ich finde es immer problematisch, bei einem multifaktoriellen Entwicklungsgeschehen entscheiden zu wollen, welcher Faktor denn nun der wichtigste ist oder überwiegt. Oft ist es doch so, dass, wenn man einen Faktor herausnimmt, der gesamte Prozess zum Erliegen kommt oder zumindest anders verläuft.
---
PS: "...jüngere und dynamische Biolog(inn)en...": Ich hoffe doch sehr, Sie spielen hier nur auf dieses lustige Fussballspiel des biologischen Nachwuchses an? ;-)
PPS: Im Übrigen dürfte dieses Fussballspiel ganz im Sinne Gunnar Heinsohns gewesen sein: Starke Reproduktion verhilft zum Sieg!
Danke für Ihren Kommentar. Warum aber jedoch gemeinschaftliche Kinderbetreuung, die über Verwandschaftsverhältnisse hinaus greift, reine Ingroup-Prozesse sein sollten, erschließt sich mir nicht. Ganz im Gegenteil: Hier wird das Miteinander erweitert, wie Sie heute in jedem Kindergarten und jeder Schule beobachten können.
Ich würde es als Teil eines fatalen in group-out group Verhaltens interpretieren und damit als etwas, das (in seiner tribunalistischen Form) überwunden werden sollte. Struggle for reason, das wäre vielleicht mal etwas.
Nur zu! Mich würde es sehr interessieren, wenn Sie mir eine Population benennen könnten, die statt auf Liebe nur auf Vernunft setzt und damit ausreichend Nachwuchs generiert. Die Brights oder die Giordano-Bruno-Stiftung sind z.B. bisher nicht durch Bildungseinrichtungen, Kinderreichtum o.ä. aufgefallen (und haben ja auch nur sehr wenige weibliche Mitglieder - im Gegensatz zu den Religionen). Ich fände es auch spannend zu hören, welche reinen Vernunftgründe denn überhaupt für Familie und Kinder sprechen sollten?
Das alles vielleicht nach Nietzsches Vorschlag in einem Zweikammersystem des Geistes, die Vernunft in die eine Kammer, die den Weltbezug reguliert, und in die andere die ganze Struggelei.
Brrrh, nein danke, nicht noch eine Diktatur, die uns Menschen vorschreibt, wie wir "vernünftig" zu leben haben. Lieber Freiheit, auch zur Emotion, zur Vielfalt, zum prallen Leben, zum (stets freiwilligen) Philosophieren, Musizieren, Beten etc. Wenn Sie irgendeine Nietzsche-Gruppe gefunden haben, die drei, ach es reichen schon zwei Generationen hinweg sich demografisch erfolgreich selbst organisiert hat, fände ich das spannend. Bis dahin aber überlasse ich als empirischer Forscher Science-Fiction-Fantasien lieber anderen. :-)
Liebe Mona,
diese Diskussion hat es im Blog schon immer wieder gegeben. Kein Mensch (hat) behauptet, dass Religiosität der einzige Faktor fürs Kinderkriegen ist: Dazu kommen weitere Bildung, Einkommen, andere Optionen (z.B. Karriere) etc. So haben Schweden und Franzosen ja auch höhere Kinderzahlen als Polen und Italiener. Und auch in oben gezeigter Grafik kannst Du ja sehen, dass z.B. monatlich Betende in Deutschland weniger Kinder haben als Nichtbetende in der Gesamtgruppe der WVS-Länder.
Entscheidend ist: In bislang "jeder" untersuchten Gesellschaft entscheiden sich religiös vergemeinschaftete Menschen für MEHR Kinder als ihre Nachbarn auch in gleichen Lebensumständen. SOWOHL in Ost- wie Westdeutschland, Frankreich und Schweden und weltweit haben Religiöse mehr Kinder und stabilere Familien als jene Säkulare in vergleichbaren Lebensumständen. Ausführlicher z.B. hier:
http://www.blume-religionswissenschaft.de/...n.pdf
In Fachdeutsch: Religiöse Vergemeinschaftung vermag das generative Verhalten nicht als die einzige, aber als eine einflußreiche Variable zu beeinflussen.
Herzliche Grüße!
Danke für den lebendigen Kommentar!
Fein, dann wäre ja geklärt, dass Vorstellungen von einem prähistorischen Kindergarten fehl am Platze sind. Für die frühen Menschenkinder ging es ums nackte Überleben.
Nun, auch wir heutigen Menschen schicken unsere Kinder nicht in Kindergarten oder Schule, weil uns nichts Besseres einfällt. Sie müssen betreut, versorgt und nach Möglichkeit auf das Leben vorbereitet werden. Ohne eine Vielzahl menschlicher Bezugspersonen, die sich um sie kümmern, überleben sie nicht. Seltsam, dass man das immer wieder erklären muss...
Nicht zu vergessen die Konkurrenz—oder sollte ich sagen: Kampf?—der Kinder um die Aufmerksamkeit der Pflegenden. Die Kooperation bei der Brutpflege darf nicht mit einem allgemeinen Kooperationsverhalten verwechselt werden.
Nö, aber es ermöglicht, darauf Kooperation aufzubauen. Z.B. in Gemeinschaften, die sich gerne auch als Familien oder gar Organismen (z.B. "Leib Christi") verstehen, wenn natürlich auch stets nur Annäherungen an diese Kooperationsideale möglich sind. (Wie heißt es doch so schön? "Blut sei dicker als Wasser.")
Gut möglich, dass dieses spezielle Brutpflegeverhalten die Ursache für das Heranzüchten egoistischer Verhaltensmuster war.
Im Vergleich zu anderen Primaten sind wir Menschen zueinander extrem kooperativ. Und die Egoisten unter uns bauen ja auch heute seltener funktionierende Familien auf.
Laut Sarah Hrdy waren sehr wohl Wettbewerb und Konkurrenz die Haupttriebfeder der menschlichen Evolution. Und Kampfszenarien dürften auch eine wichtige Rolle gespielt haben. Wie überhaupt sehr viele Faktoren eine wichtige Rolle gespielt haben dürften.
Ja, nur wurden bislang sehr einseitig die vermeintlichen "Männerdomänen" erkundet und diskutiert. Die Frau galt v.a. als Beute, die sich der erfolgreiche Krieger, Makler oder Blender angeeignet hätte, und Religiöse galten als rückständig. Aber am Beispiel Deutschlands kann man ja wunderbar sehen, dass eine sich als fortschrittlich wähnende Population inmitten von nie erreichten Levens an Freiheit, Wohlstand, Sicherheit und Bildung implodieren kann. Kinderreiche "Inseln" in Ost und West findet man fast ausschließlich unter religiösen Vorzeichen, und überwiegend von weiblichem Engagement getragen. Das ist doch der wissenschaftlichen Erkundung wert, oder!?
Ich finde es immer problematisch, bei einem multifaktoriellen Entwicklungsgeschehen entscheiden zu wollen, welcher Faktor denn nun der wichtigste ist oder überwiegt. Oft ist es doch so, dass, wenn man einen Faktor herausnimmt, der gesamte Prozess zum Erliegen kommt oder zumindest anders verläuft.
Genau deswegen war und ist es falsch, den Beitrag von Frauen und Gemeinschaften gerade auch in der Kindererziehung so lange ausgeblendet zu haben. Wir gehören schließlich zu den Säuge(!)tieren und sollten vielleicht auch mal einfach anfangen, den Machismo zu überwinden und die bislang unterdrückten Aspekte unserer Menschheitsgeschichte in den Blick zu nehmen.
PS: "...jüngere und dynamische Biolog(inn)en...": Ich hoffe doch sehr, Sie spielen hier nur auf dieses lustige Fussballspiel des biologischen Nachwuchses an? ;-)
Nee, nett sind die auch! :-)
PPS: Im Übrigen dürfte dieses Fussballspiel ganz im Sinne Gunnar Heinsohns gewesen sein: Starke Reproduktion verhilft zum Sieg!
Dann brauchen vitale Religionsgemeinschaften ja auch keine Angst vor der Evolution zu haben! :-)
Für weitere Rückfragen zu Religion-Demographie in unterschiedlichsten Gesellschaften habe ich übrigens vor einiger Zeit mal eine ganze Sammlung internationaler Daten zusammen gestellt, die man hier kostenfrei einsehen und abrufen kann:
http://www.blume-religionswissenschaft.de/....html
Diesen Blogpost widme ich allen echten Männern da draußen.
Das ist nett ! Vielen Dank, Herr Blume !
Unsere Wissenschaftstraditionen und -diskussionen sind nach wie vor (auch in der Evolutions- und Religionsforschung) vor allem aus männlichem Blickwinkel geprägt worden.
Oha ! Jetzt kommts ...
In den überwiegend von einigen sehr... von ihrer Überlegenheit überzeugten Herren verfaßten Kommentaren darauf geht es dann stets reflexhaft um und meist gegen Migranten, arbeitende Frauen, Politiker, Religionen.
Das ist jetzt aber inkonsequent. Wenn schon, dann mit grossem Binnen - I, also MigrantInnen und PolitikerInnen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass Frauen nur mitgemeint sind.
Eine Reflektion über die eigentlichen Familienthemen wie treue Liebe, Partner- und Gemeinschaft, Zusammenhalt der Generationen, Lebenssinn etc. findet kaum statt oder wird niedergehöhnt. Dabei, so zeigt sich zunehmend, fanden und finden genau in diesem Bereich die evolutionären Prozesse statt, die unsere Spezies prägten!
Darf ich übersetzen ? Während weibliche Eigenschaften wie treue Liebe, Partner - und Gemeinschaftssinn eigentlicher Motor der menschlichen Evolution sind, ist der Mann auf einer tieferen Evolutionsstufe stehengeblieben.
Ähnliches behauptete auch der Genetiker
Steve Jones in einem im Spiegel veröffentlichten Artikel mit dem Titel "Eine Krankheit namens Mann".
Als Fötus sind sie empfindlicher, in der Schule scheitern sie häufiger, sie neigen zu Gewalt und Kriminalität, und sie sterben früher: Sind Männer die Mangelwesen der Natur? Nun offenbaren auch noch die Biologen: Das Y-Chromosom ist ein Krüppel, der Mann dem Untergang geweiht.
Herr Blume, ich unterstelle Ihnen nicht, dass Sie vulgärbiologistische Thesen wie die eines Steve Jones ( und vielen anderen ) vertreten.
Aber ein Grundsatz der Kommunikationstheorie besagt, dass nicht entscheidend ist, was der Sender sendet, sondern was beim Empfänger ankommt.
In diesem Sinne
Freundliche Grüsse
Peter Bosshard
Vielen Dank für den munteren Kommentar!
Diesen Blogpost widme ich allen echten Männern da draußen.
Das ist nett ! Vielen Dank, Herr Blume !
Gerne geschehen! :-)
Das ist jetzt aber inkonsequent. Wenn schon, dann mit grossem Binnen - I, also MigrantInnen und PolitikerInnen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass Frauen nur mitgemeint sind.
Nein, die erwähnten Kommentatoren nehmen solche Differenzierungen für gewöhnlich nicht vor. Oder finden Politikerinnen eher noch schlimmer als Politiker.
Darf ich übersetzen ? Während weibliche Eigenschaften wie treue Liebe, Partner - und Gemeinschaftssinn eigentlicher Motor der menschlichen Evolution sind, ist der Mann auf einer tieferen Evolutionsstufe stehengeblieben.
Ganz im Gegenteil, lieber Herr Bosshardt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spezies haben wir Menschenmänner ja auch die Veranlagungen, um z.B. zu lieben, Partner- und Gemeinschaften aufzubauen. Wir sind eben nicht nur Drohnen, sondern können weit mehr! Gerade dann, wenn wir vom hohen Ross auch mal runterkommen! :-)
Ähnliches behauptete auch der Genetiker Steve Jones in einem im Spiegel veröffentlichten Artikel mit dem Titel "Eine Krankheit namens Mann".
Von mir werden Sie so etwas nicht lesen. Wir Männer sind keine Krankheit, aber eben auch nicht die alleinigen Gestalter. Warum ist es denn so schwer, sich mal in der Mitte einzuordnen? Als starke, verläßliche Partner beispielsweise? Warum glauben einige von uns sofort, sie würden zur Krankheit erklärt, wenn einmal auch die Bedeutung und Perspektive der Frauen gewürdigt wird? Wenn Sie oben nochmal lesen: Bisher dominierten männliche Perspektiven, nun kommen auch (!) weibliche Bezüge ins Spiel. Davor muss man doch nicht gleich Angst haben...
Als Fötus sind sie empfindlicher, in der Schule scheitern sie häufiger, sie neigen zu Gewalt und Kriminalität, und sie sterben früher: Sind Männer die Mangelwesen der Natur? Nun offenbaren auch noch die Biologen: Das Y-Chromosom ist ein Krüppel, der Mann dem Untergang geweiht.
Übrigens schon überholt. Das Y-Chromosom scheint deswegen "verstümmelt", weil es in schnelleren Raten evolviert:
http://www.nytimes.com/.../14gene.html?ref=science
Also, lassen Sie sich doch nicht so leicht erschrecken, auch nicht von Biologen! Haben Sie Selbstvertrauen! :-)
Eine Ameisenart, die wohl ihre Männer wieder abgeschafft hat, ist übrigens neulich tatsächlich gefunden worden. Aber dort spielen die Männlein ja auch keine Rolle beim "Familienleben", waren also leicht zu verschmerzen. Wir Menschenmänner (oder genauer: einige von uns) machen es da doch besser, nicht wahr!?
http://www.sciencedaily.com/...08/090825203339.htm
Herr Blume, ich unterstelle Ihnen nicht, dass Sie vulgärbiologistische Thesen wie die eines Steve Jones ( und vielen anderen ) vertreten.
Da hätten Sie sich auch getäuscht! :-)
Aber ein Grundsatz der Kommunikationstheorie besagt, dass nicht entscheidend ist, was der Sender sendet, sondern was beim Empfänger ankommt.
Interessant. Bis vor Kurzem waren v.a. Religiöse durch die Evolutionsforschung verunsichert, das hat man gerne auch höhnisch verstärkt (z.B. Richard Dawkins). Und über die angebliche Minderwertigkeit und mangelnde Intelligenz der Frauen konnten sich Biologen über ein Jahrhundert auslassen. Zur unsäglichen Geschichte der "Intelligenzforschung" ist z.B. sehr zu empfehlen, das Buch von Frey & Frey "Fallstricke", Rezi hier:
http://www.chronologs.de/...b-cherfunde-in-deutsch
Jetzt aber, wo neuere Befunde die Rolle von Frauen, Gemeinschaften und auch Religionen neu würdigen, sollen die Evolutionsforscher doch bitte ganz leise werden, um ja keinen zu verschrecken...
In diesem Sinne
Freundliche Grüsse
Peter Bosshard
Ganz herzlichen Dank! Und entschuldigen Sie bitte, falls ich Sie verunsichert haben sollte. Ich finde, Sie sind sehr reflektiert damit umgegangen!
Auch Ihnen also freundliche Grüße!
Es war in keiner Weise abgesprochen, aber Peter Schipek hat in seinem Brainlog gerade ein Interview mit dem Hirnforscher Gerhard Hüther eingestellt. Ich zitiere mal einfach dessen Antwort auf die Frage nach dem starken Mann:
"Der moderne Mann wäre einer, der seine Stärke nutzt, um anderen zu helfen und nicht, wie das die alleingelassenen Jungs heute noch immer üben, um andere in den Sack zu hauen und fertig zu machen. Der moderne Mann müsste ein Liebender werden."
Das ganze Interview hier:
http://www.brainlogs.de/...prof.-dr.-gerald-h-ther
Danke für den Kommentar und für die Informationen. So werde ich auch hier die Diskussion darüber aufmerksam verfolgen.