Überbevölkerung und Reproduktionsvorteil durch Religion
Es geschah zuletzt wieder nach dem SWR-Radiointerview "Machen Religion und Glaube fruchtbar?" und in den Kommentarspalten des Focus-Artikels "Fruchtbarer Glaube": Bisweilen geradezu aggressive Rückmeldungen, die darauf verweisen, es könne "doch nicht gut sein", dass religiöse Menschen durchschnittlich mehr Kinder bekommen - es drohe doch ohnehin Überbevölkerung. Und was sich Wissenschaftler eigentlich erlauben würden, es auch nur für möglich zu halten, dass Religiosität nützlich sein könne? Religiöse Menschen seien minderbemittelt, Punkt. Und warum irgendjemand eigentlich Kinder so toll fände?
Emotionale Religionskritik (die Religiosität nicht verstehen, sondern nur verachten will) und echtes Interesse an Wissenschaft stehen sich eben oft im Weg, wie andere ideologische Engführungen auch. Aber die positiven Erlebnisse echten Interesses überwiegen und es gilt, gerade auch gegen Wissenschafts- und Religionsfeindlichkeit weiter aufzuklären. Daher gehe ich hiermit gerne auch auf diese Anfragen ein. Warum gerade Forschungen zur Religionsdemografie? Und was ist mit der Überbevölkerung?
Reproduktionsvorteil: Der darwinsche Fitnessindikator
Die Demografie (Bevölkerungswissenschaft) ist an sich schon ein hoch interessantes Thema, aber im Rahmen der Evolutionstheorie nun einmal der entscheidende Knackpunkt: Denn letztlich entscheidet sich ausschließlich an der Fortpflanzung, welche genetischen Merkmale über die Generationen weiter gegeben werden und welche nicht. Ob Musikalität, Intelligenz, Sprachfähigkeit, Religiosität usw. - jede Veranlagung kann nur an direkte Kinder (pro Kind ca. 50% der "eigenen" Gensequenzen) oder an nah Verwandte (pro Geschwisterkind ca. 25% der "eigenen" Gensequenzen) weiter gegeben werden (und muss dann kulturell ausgeformt werden, durch musikalische, kognitive, sprachliche oder eben religiöse Bildung). Insofern ist der leider immer noch verbreitete Slogan vom "Überleben des Bestangepassten" eine falsche Verkürzung: Wer 120 Jahre "überlebt" und Ruhm und Reichtümer erwirbt, ohne Nachkommen zu hinterlassen, war evolutionsbiologisch gesehen weniger erfolgreich als der brave, vierfache Familienvater, der mit 54 dahinschied. Wie sich Religiosität also auf das persönliche Glück, die Gesundheit, Kriminalitätsrate, Einkommen usw. auswirkt, bleibt selbstverständlich wissenschaftlich und ethisch hoch interessant - aber eben aus nüchtern-evolutionsbiologischer Sicht sekundär.
In den Worten des Evolutionspsychologen Prof. Harald Euler (2004):
„Vielleicht müssen wir die überlebensorientierte Sichtweise von Religion verlassen, uns streng auf mögliche Reproduktionsvorteile konzentrieren. Überlebensvorteile, die sich nicht in Fortpflanzungsvorteile ummünzen, sind belanglos. Hingegen sind Fortpflanzungsvorteile selbst dann evolutionär wirksam, wenn sie ihre Vorteile mit einer Verkürzung des Lebens erkaufen.“
Genau so ist es und genau deswegen erforsche ich gerade diesen Aspekt!
Die Beobachtung biologischen Erfolges ist eine naturwissenschaftliche Beschreibung, kein Werturteil
Wenn Evolutionsforscher die Auswirkung von Merkmalen auf den Reproduktionserfolg studieren, so bedeutet das erst einmal keine Wertung. Wissenschaftler schauen und beschreiben ja ebenso, mit welchen Strategien sich Spinnen, Blutegel und Grippeviren vermehren.
Im Bezug auf den Menschen sei zur Verdeutlichung des Unterschiedes beispielsweise an Dschingis Khan erinnert: Der Mongolen-Heerführer (übrigens schamanistischen Glaubens) eroberte ein riesiges Reich und ließ sich im Laufe der Jahre Hunderte von (oft erbeuteten) Frauen zuführen. Seine Nachkommen sind ungezählt, er dürfte aber zu den "biologisch erfolgreichsten" Einzelpersonen der Menschheitsgeschichte zählen - zumal viele seiner Kinder (v.a. seiner Söhne) wiederum in Positionen gelangten, die ihnen hohe Nachkommenzahlen ermöglichten.
Würde jemand ernsthaft daraus schließen wollen, dass damit das Kriegführen und Vergewaltigen als moralisch hochwertig erwiesen wäre? Doch wohl nicht! Auch hier ist das eine (die naturwissenschaftliche Beschreibung) vom anderen (der moralischen Bewertung) stets zu unterscheiden. Mir persönlich scheinen z.B. im Vergleich zu den Mongolenstürmen die friedlich-hohen Geburtenzahlen etwa der frommen Juden, frühen Christen, Amischen oder Mormonen sehr viel menschenfreundlicher und nachhaltiger zu sein.
Übrigens zeigte sich auch bei Dschingis Khan der Konflikt zwischen Überlebens- und Reproduktionsoptimierung: Sein Leibarzt soll ihm dringend geraten haben, im Hinblick auf seine Gesundheit doch öfter mal eine Nacht ruhend alleine zu verbringen...
Der Irrtum des Sozialdarwinismus
Manche Sozialdarwinisten gingen (und einige Faktenresistente gehen noch) von konstant hohen Geburtenraten und also ewiger Überbevölkerung mit unausweichlich gnadenlosem Konkurrenzkampf "ums Überleben" aus. Frieden, Dialog und die Pflege auch kranker, alter und behinderter Menschen wären aus dieser Perspektive nutzloser Ballast.
Aber im Bezug auf den Menschen ist das völlig verfehlt! Denn sowohl individuell wie gemeinschaftlich beeinflussen wir unsere jeweilige Kinderzahl, haben auch durch Verhütungswissen seit Jahrtausenden Sexualität und Fortpflanzung entkoppelt und sind in keiner Weise biologisch auf maximale Reproduktion festgelegt. Menschenfrauen können nicht mehr nur entscheiden, mit wem, sondern ob sie überhaupt noch Kinder haben wollen - und schauen aus guten Gründen häufiger auch auf religiöse Verbindlichkeit. Gemeinschaften, die sich auch um kranke, alte oder behinderte Mitmenschen bemühen (wie die Christen in der DDR, denen der Staat die Behindertenheime zurück gab, da sich nicht genug sozialistisches Engagement zu ihrem Betrieb fand), sind keinesfalls dumm, sondern senden nach innen und außen Signale der Glaub- und Vertrauenswürdigkeit aus. Innerhalb solcher, karitativ wirksamer Gemeinschaften wagen die Menschen häufiger Kinder. Und entsprechend evolvierte sowohl bei Homo Sapiens wie Homo Neanderthalensis religiöses Verhalten parallel zur Entwicklung vorausplanender, geistiger Fähigkeiten. Unsere Naturgeschichte formte uns Menschen zu (potentiellen) Homo religiosus - und der Prozess geht beobachtbar weiter.
Und die Überbevölkerung..?
...fällt erfreulicherweise aus. Bereits seit Jahrzehnten befinden sich die Welt-Geburtenraten in freiem Fall, wo immer die Agrar- durch die Kapitalwirtschaft abgelöst wird.
(Die Fertilitätsrate misst die durchschnittliche Zahl der Geburten pro Frau. Bei 2,1 (und Frieden) wäre etwa eine stabile Populationsentwicklung erreicht, deutliche Werte darüber bewirken eine Ex-, deutliche Werte darunter eine Implosion.)
Ganze Regionen Europas (darunter Deutschland), Asiens, Japans u.a. sind bereits in eine Bevölkerungsimplosion übergegangen: Auf drei Erwachsene folgen dort nur noch zwei Kinder - eine brutale Generationenschrumpfung um je ein Drittel und mehr, die betroffenen Tierpopulationen schnell eine Einstufung als "bedroht" eintragen würde. Beim Menschen hat dies durchaus auch positive Auswirkungen (kinderarme Regionen werden schnell pazifistischer, die wenigen Kinder werden besser gefördert, Migranten und die Natur erhalten neue Chancen usw.), aber wir beginnen kaum zu begreifen, was dieser schnelle Geburteneinbruch für die betroffenen Gesellschaften, Kultur und Integration, Sozial- und Krankenversicherungen, Pflege-, Renten- und Kapitalanlagesysteme (Stichwort Asset Meltdown) bedeuten wird. Mancher, der heute noch über Kinder schimpft, wird wohl froh sein, morgen noch Menschen und Gemeinschaften anzutreffen, die für Produkte und Dienstleistungen (einschließlich Gesundheit und Pflege) sorgen, die Renten bezahlen und Spareinlagen verzinsen sowie ergrauende Wohnviertel mit etwas Leben füllen. Die Entvölkerung ganzer Dörfer und Landstriche hat in Deutschland bereits eingesetzt - und wo die wirtschaftlich-demografische Abwärtsspirale einmal in Gang gekommen ist, ziehen auch weitere, vorwiegend jüngere Leute weg.
Weltbevölkerung schrumpft ca. ab Mitte des Jahrhunderts
Spätestens um die Mitte des Jahrhunderts (2050 bis 2070) dürfte, wenn die Entwicklung wie bisher weitergeht, die bis dahin noch wachsende Weltbevölkerung dann auch insgesamt in eine Schrumpfung übergehen. Wir rasen also auf spannende Zeiten zu und haben noch gar keine Vorstellung davon, was dies politisch, kulturell, wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich bedeuten wird. Aber soviel zeichnet sich schon ab: Religionen werden, nicht zuletzt aufgrund ihres häufiger erreichten Kinderreichtums, eine bedeutende Rolle auch im 21. Jahrhundert spielen.
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Ja Herr Dr. Blume,
die Menschen brauchen menschliche Vorbilder.
Wie nachzulesen, hatte ich bereits in meinem ersten Schreiben an Papst Benedikt XVI. diesen gebeten, doch den Intellekt angesichts des Schleiertuchtes vom Auferstandenen darüber nachdenken zu lassen, warum die Menschen ein menschliches Gesicht vor Augen brauchen, eine menschliche Person anzusprechen ist. Auch wenn es im Grunde um die kreative=schöpferische Vernüftigkeit geht, die ich im Fluss allen evolutionären Lebens bzw. wissenschaftlicher Welterklärung als lebendiges Wort verstehen will.
Ich gehe davon aus, dass griechische Logoslehren zu abstrakt waren. Auch die rein philosophischen Gottessohnsdefinitionen des Philo von Alexandrien (der zur Zeitenwende nat. Prinzipien als Sohn Gottes definierte) oder gnostische (als anfängl. Christentum inzwischen anerkannt) Weisdefinitionen zu kurz griffen. Erst der menschliche Ausdruck und die bekannte Verdichtung der Geschichte hatte messianische Wirkung, war damals tauglich.
Wieder eine Zukunftsvision:
Nachdem den Menschen von Religonswissenschaftlern die kulturgeschichtliche Tauglichkeit von personalen Vorstellungen beigebracht wurde, sie erkannt haben, dass sie an alte Personifizierungen einer schöpferischen Weisheit (von David bis Jesus) anknüpfen müssen, sie um die psychologischen Vorgänge in ihrem Kopf wissen, werden sie die von Physikern erklärte Intelligenz des kreativen Kosmos weiter in alter Tradition personal ansprechen. Vernünftigerweise werden sie den von Evolutionsbiologen beigebrachten Lebenssinn (von dem sie durch die theologische Forschung wissen, dass es der Logos des NT ist) als den altbekannten Jesus mit Bart anschauen. Sie werden sich bei einem Offenbarer bedanken, auch wenn sie wissen...
Religionswissenschaftler der neuen Zeit haben auch vorgerechnet, dass es weit tauglicher ist, sich an einem echten kreativen=schöpferischen Naturgesetz als menschliche umzusetzender "schöpferischen Wirk-lichkeit" zu orientieren. Das als schöpferischen Wille zu betrachten, was für die gemeinsame Weltentwicklung menschlich vernünftig wäre, statt im 3. Jahrtausend noch moralische Verpflichtungen aus vermenschlichten Gottesgestalten oder alten Glaubensgesetzen abzuleiten zu wollen, an die selbst der davon sprechende schwäbische Pfarrer nicht mehr glaubt.
Nachdem die Religionswissenschaftler auch deutlich gemacht haben, wie und warum ein lautes persönliches Sprechen, u.A. eine Begeisterung für eine sichtbare gemeinsamen Sinngebung (in personaler Form angesprochen) am frühen Morgen wirkt, werden sie auch weiter ihr Morgengebet halten. Auch wenn sie wissen, dass sie damit keine Götzengestalt zu über-/unnatürlichem Verhalten überreden können, werden Sie vom Sohn sprechen, der ihnen den Gott der Väter (der am Anfang, dem Übergang von alter Opfer-Religiösität zum klassischen Monotheismus und seiner jüdischen-griechischen Reform keine vermenschlichte Gestalt war) offenbart hat.
Es ist nicht allein die Vernunft der Religionswissenschaftler, sondern deren Rechnen mit einer kreativen Vernünftigkeit, die die Menschen weiter in personaler Weise vom Vater sprechen lässt.
Wie Sie sehen, gibt es noch viel zu rechnen.
Gerhard Mentzel
Lieber Herr Mentzel,
danke für Ihre Antwort und Ausführungen. Dass wir Menschen personalisierten Gegenübern besondere Aufmerksamkeit zuwenden hat m.E. evolutionäre Gründe: Wenn wir Situationen einschätzen, gilt unser Erstinteresse für gewöhnlich anderen Akteuren, erst in zweiter Linie unbelebten Dingen.
Und ein Buchtip: Ich glaube, Ihnen würde Karen Armstrongs "Der grosse Umbruch" sehr gut gefallen, in dem sie das Ringen eurasischer Denker (von Griechenland über Israel bis China) der Achsenzeit um die Gestalt des/der Übernatürlichen vergleichend darstellt.
Herzliche Grüße!
Guten Tag Herr Blume,
wie sie ja sehen, ist mein Kommentar bzw. meine Ergänzung zu Ihrem Artikel schon als ein wenig spät anzusehen. Aber wie wissen ja wie das so ist, da nimmt man sich etwas vor, legt es wegen dringend zu erledigender Arbeiten dann erst mal zu Seite und dann ist es vergessen.
Nun bin nun auch aus den aktuellen Diskussionen um die Aussagen des Herrn Sarrazin zu Berlin wieder auf Ihren Artikel gekommen.
Wenn ich Ihre These kurz zusammenfasse, heißt diese, in generationenübergreifenden Zeiträumen ist die Gesellschaft, die Religion erfolgreicher von der es mehr Mitglieder gibt. Und dies bedeutet ja üblicherweise, daß diese Gesellschaft eine höhere Reproduktionsrate also mehr Kinder hat. (Negative Einflüsse aufgrund von Seuchen und Kriege lassen wir [vielleicht unberechtigt] mal außen vor.)
Die von Ihnen aufgeführten Studien führen aus, daß religiöse Gesellschaften eher Bestand haben, da sie ganz einfach mehr Kinder haben und deshalb auch nach mehreren Generationen nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden bzw. eben aussterben.
Ich möchte da eine andere These aufstellen:
Langfristig sind die Gesellschaften, die Religionen erfolgreich, sprich haben mehr Mitglieder, die die Frauen zu Menschen zweiter Klasse machen, sie unterdrücken oder sie sonstwie hintansetzen.
Oder natürlich auch die, die die Frauen dazu bringen, sich selbst in dieser Weise zurückzunehmen.
Begründung:
Kann der Mann in vielfältiger Weise über seine Frau bestimmen, kann er sie einfach dazu bringen, mehr Kinder zu bekommen. Die Söhne dieser Familien (wahrscheinlich die meisten) werden diese Einstellung weiterführen.
Bekommt die Frau mehr Rechte, kann sie sich dagegen weitere Kinder zu bekommen wehren. Bekommt die Frau eine bessere Ausbildung, so bekommt sie üblicherweise auch später und damit weniger Kinder. Beides bedeutet, es gibt weniger Kinder.
Fragen:
Wird es in so zehn Generationen also wieder deutlich einfachere und wenig entwickelte aber mengenmäßig große und damit bestimmende Gesellschaften geben?
Kann man solche Entwicklung nach dem Verschwinden des römischen Reichs und dem Beginn des Mittelalters beobachten?
Ich würde mich freuen, wenn ich dazu doch mal eine oder auch mehrere Kommentare und Entgegnungen bekommen würde.
Mit freundlichen Grüßen
Norbert Dorau
Herzlichen Dank für Ihre Überlegungen, auf die ich gerne eingehe!
Aus der Natur insgesamt lassen sich m.E. kaum normative Maßstäbe für ein "gerechtes" Geschlechterverhalten ablesen: Von der Ameisen-Königin, das sich von Arbeiterinnen versorgen und von Drohnen befruchten über tapfere Mütter, die Junge alleine aufziehen bis zu Spinnen, die das Männchen noch während der Begattung verspeisen bietet sich ein unendlich breites Feld. Grundsätzlich zieht sich durch die Natur ein beständiger Interessenskonflikt zwischen Männlein und Weiblein, der sich in den unterschiedlichsten Formen so ausbalanciert, dass beide Geschlechter ihre Gene weitergeben. Weniger erfolgreiche "Kooperationsformen" sterben dagegen aus.
Wie ist es nun bei der Religion? Der Augenschein könnte vermuten lassen, hier hätten sich pauschal die Männer auf Kosten der Frauen durchgesetzt. Allerdings entspricht das nicht den empirischen Befunden: In freiheitlichen Gesellschaften wünschen sich Männer durchschnittlich weniger Kinder als Frauen und es sind die Männer, die sich häufiger aus verbindlichen Religionsgemeinschaften zurück ziehen, während Frauen zu höheren Prozentanteilen religiös aktiv sind und durchaus konservativen Gemeinschaften angehören, in denen z.B. auf Ehe- und Familienwerte geachtet wird. Ohne die Frauen in Gemeinde und Ehrenamt würde z.B. kaum eine katholische Gemeinde in Deutschland noch funktionieren.
In GGG gibt es dazu ein ganzes Kapitel, hier online bislang:
http://www.chronologs.de/...-religi-se-frauen-dumm
und einige Daten mehr z.B. in diesem Artikel:
http://www.blume-religionswissenschaft.de/...n.pdf
Einige Biologen und Primatologen wie Volker Sommer gehen daher inzwischen sogar davon aus, dass Religiosität ursprünglich eine weibliche Strategie war, um die partnerschaftliche Loyalität der Männer zu erhöhen. Da wird die Debatte noch spannend! Ende November werde ich auf einer Darwin-Tagung in der Schweiz zu dem Thema sprechen und plane für 2010 auch weitere Blogposts und Publikationen dazu. Würde mich also freuen, wenn Sie hin und wieder vorbei schauen!