Gotteswahn oder Gottesschau - Wohin evolvieren wir?
Ab heute tagt an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Religion and Science Network Germany zum Thema Neurowissenschaft im Dialog (Flyer hier) mit etablierten Forschern wie Prof. Eberhard Schockenhoff und Prof. Günter Rager sowie (laut Anmeldeliste) mehr als 70 (!) Post-Doks und weiterer Nachwuchswissenschaftler verschiedenster Disziplinen. Wenn das mal keine ermutigende Resonanz für diesen interdisziplinären Forschungsbereich ist!
Die Chance der Einladung zum Vortrag wollte ich nutzen, aufbauend auf "Gott, Gene und Gehirn" einige erkenntnistheoretische Fragen zu formulieren, die die Evolutionsforschung zur Religiosität aufzuwerfen scheint - und die die Religionswissenschaft allein kaum beantworten kann. Handelt es sich, wie z.B. Richard Dawkins formulierte, bei unseren Ausprägungen religiöser Veranlagungen nur um einen Wahn? Oder gar, wie beispielsweise der Jesuit und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin vermutete, um die evolutionäre Entfaltung einer Gottesschau? Widerlegt die Evolution Gott oder offenbart Er sich durch sie?
Falls Interesse besteht: Das Vortragsskript per Klick zum Download hier.
Postskript: Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover veranstaltet zu "Glauben und Naturwissenschaften" Anfang Dezember sogar ein interdisziplinär besetztes Schülerforum - und laut Schreiben der Kirche liegen schon über 1.000 Anmeldungen vor... Nach hervorragenden Erfahrungen mit einem Schüler-Workshop im letzten Jahr freue ich mich auch darauf schon sehr, in diesem Rahmen wieder einen anzubieten (Programmübersicht hier). Das Thema scheint derzeit viele zu bewegen, dabei hat das Darwin-Jahr doch noch gar nicht angefangen... ;-)
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