chronologs Natur des Glaubens scilogspreis

Dankt Gott für die Evolution!

29. Juni 2009, 07:28

Mit diesem noch recht ungewöhnlichen Ruf ziehen der evangelische Wanderprediger Michael Dowd und seine Frau, die Evolutionsbiologin Connie Barlow, seit einigen Jahren durch kirchliche und säkulare Einrichtungen der USA. Und mit der Veröffentlichung des gleichnamigen Buches "Thank God for Evolution", das von namhaften Vertretern aus Wissenschaft (darunter mehreren Nobelpreisträgern) und Religionen begrüßt wurde, zieht seine Bewegung des "evolutionären Christentums" weitere Kreise - zum Ärger z.B. kreationistischer (die Evolutionstheorie ablehnender) Gruppen. Schauen wir uns also das Ganze doch einmal an.

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Prof. Heinrich Zankl zu Gott, Gene und Gehirn

21. Juni 2009, 18:51

Die überaus erfreuliche Resonanz auf "Gott, Gene und Gehirn" hält an, die 2. Auflage ist inzwischen erschienen - und dafür möchte ich an dieser Stelle allen Lesern und Rezensenten ein herzliches "Danke!" schreiben. So hat z.B. die Zeitschrift Publik-Forum GGG mit einer Rezension von Norbert Copray zum Buch des Monats 02/2009 erhoben. Der Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft, Dr. Reinhard Breuer, empfahl es in seiner Spektrum-Rezension "Nachrichten vom betenden Tier", der Humanbiologe Christian Pantle stellte Befunde aus dem Buch im Magazin Focus vor.

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Bloggewitter: Kinder und der Mittelbau - Die Vergessenen der Reformdebatte

15. Juni 2009, 06:59

Demokratie braucht Streit. Universitäten brauchen Streit. Und Reformdiskussionen sowieso. Manchmal geschieht es dabei aber leider, dass leisere Stimmen untergepflügt werden. Und das ist auch bei den Debatten um unsere Hochschulen der Fall. Ausgerechnet zwei Gruppen kommen bislang kaum zu Wort, auf die es für die Zukunft unserer Hochschulen entscheidend ankommt: Kinder und der akademische Mittelbau. Für diese möchte ich die Stimme erheben beim ersten Scilogs-Bloggewitter rund um die Zukunft unserer Hochschulen.

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Evolutionsforschung zur Religiosität - Veranstaltungen im Juni / Juli 2009

08. Juni 2009, 19:32

Bevor das Darwinjahr in die Sommerpause geht, freue ich mich noch auf einige Veranstaltungen in den kommenden Wochen. Und dachte, ich frage auch auf diesem Wege einfach mal an, ob jemand Lust und Zeit hat, ein Stück des Weges mitzugehen. Mit Ausnahme der Tagung in Bad Boll (u.a. mit dem Entdecker der neuen Venus-Figur, Prof. Conard, dem Neandertaler-Experten Prof. Schrenk, der Religionswissenschaftlerin und Paläoarchäologin Prof. Wunn u.v.m.!) sind alle Veranstaltungen kostenfrei. Auf eine "Real-Life-Begegnung" mit Ihnen würde ich mich natürlich freuen!

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Barack Obamas Rede an die muslimische Welt - Text und Video

04. Juni 2009, 19:12

US-Präsident Barack Obama stieß an der Universität Kairo die Tür zu neuen Wegen des Dialoges und der Zusammenarbeit zwischen den USA und islamischen Gesellschaften auf. Während sich z.B. auch der muslimische Blogger und Islamwissenschaftler Hussein Hamdan hier in den Scilogs immer wieder islamophobe Vorurteile anhören muss, weil er sich für Bildung, Wissensvermittlung und für ein friedliches Miteinander von Muslimen, Christen, Juden, Anders- und Nichtglaubenden einsetzt, grüßte der US-Präsident mit dem traditionellen, arabischen Friedensgruss, bekannte sich zu seinem christlichen Glauben und zitierte aus Koran (isl.), Talmud (jüd.) und Neuem Testament (christl.) im Hinblick auf die gemeinsame Verantwortung für Frieden und Menschenrechte. Das Video zur Rede und den gesamten Text finden Sie anbei.

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Der seltsame Spott der "neuen Atheisten"

30. Mai 2009, 16:13

Pünktlich zu Pfingsten wird er also starten, der Bus mit der Aufschrift: "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott", der dann durch Deutschland touren will. An sich eine feine Sache: Schließlich wird öffentlich ja auch für andere weltanschauliche oder religiöse Aussagen geworben. Und Diskussionen über grundlegende Fragen können Deutschland wirklich nicht schaden! Hier ist allerdings ist zu fragen: Was hat das mit Wissenschaft zu tun?

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Koreanischer Schamanismus

24. Mai 2009, 10:18

Schon der Beitrag über die "buddhistische" Ahnenverehrung in Japan, das hohe Leserinteresse und die rege Diskussion haben den Effekt unterstrichen, wonach Blicke über den Tellerrand der eigenen Religionskultur (auch für Kritiker derselben) sehr anregend sein können. So wurde deutlich, dass übernatürliche Akteure in allen gewachsenen Religionskulturen rituell verehrt werden, dass aber ihre Beschreibungen (z.B. die Eigenschaften von Göttern) sich auch stark von den "gewohnten" Kategorien Europas unterscheiden können. Mit einem weiteren Gastbeitrag ermöglicht uns nun Katharina Böhning, Universität Leipzig, Einblicke in die Welt des koreanischen Schamanismus.

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Buddhistische Ahnenverehrung in Japan

15. Mai 2009, 16:37

Gerne wird in Diskussionen bezweifelt, ob der Buddhismus eine Religion sei, da der Buddha doch keine absolute Existenz übernatürlicher Akteure (wie Ahnen, Geister, Götter etc.) gelehrt habe. Umso eindrucksvoller (und evolutionäre Hypothesen stärkend) ist es jedoch zu sehen, dass sich in der religiösen Alltagspraxis gewachsener, buddhistischer Gesellschaften die oft auf Familie bezogene bzw. Familienwerte bekräftigende Verehrung übernatürlicher Akteure doch auf sehr hohem Niveau entwickelt hat. Dazu ein Gastbeitrag von Katharina Böhning, Absolventin der Religionswissenschaft in Leipzig, die für inhaltliche Fragen gerne zur Verfügung steht.

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Überbevölkerung und Reproduktionsvorteil durch Religion

10. Mai 2009, 21:36

Es geschah zuletzt wieder nach dem SWR-Radiointerview "Machen Religion und Glaube fruchtbar?" und in den Kommentarspalten des Focus-Artikels "Fruchtbarer Glaube": Bisweilen geradezu aggressive Rückmeldungen, die darauf verweisen, es könne "doch nicht gut sein", dass religiöse Menschen durchschnittlich mehr Kinder bekommen - es drohe doch ohnehin Überbevölkerung. Und was sich Wissenschaftler eigentlich erlauben würden, es auch nur für möglich zu halten, dass Religiosität nützlich sein könne? Religiöse Menschen seien minderbemittelt, Punkt. Und warum irgendjemand eigentlich Kinder so toll fände?

Emotionale Religionskritik (die Religiosität nicht verstehen, sondern nur verachten will) und echtes Interesse an Wissenschaft stehen sich eben oft im Weg, wie andere ideologische Engführungen auch. Aber die positiven Erlebnisse echten Interesses überwiegen und es gilt, gerade auch gegen Wissenschafts- und Religionsfeindlichkeit weiter aufzuklären. Daher gehe ich hiermit gerne auch auf diese Anfragen ein. Warum gerade Forschungen zur Religionsdemografie? Und was ist mit der Überbevölkerung? 

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Reduziert Evolutionsforschung Religion?

03. Mai 2009, 00:55

Immer wieder treffe ich auf die Angst, wissenschaftliche Forschung werde das Phänomen der Religiosität und Religionen auf naturwissenschaftliche Prozesse reduzieren und damit in gewisser Weise "entzaubern". Sowohl erkenntnistheoretisch wie persönlich kann ich diese Befürchtung nicht nachvollziehen. Verschwindet die Liebe, wenn wir mehr über die überaus komplexe Biologie der Liebe erfahren - oder steigert das Wissen unser Staunen und Erleben nicht eher? Endet die Wirkung der Musik, wenn wir die Evolutionsgeschichte der Musikalität entschlüsseln - oder fügt dies unserem Hören und Tun nicht eher weitere Dimensionen der Erfahrung hinzu? Auch unsere Augen sind doch eindeutig Produkte der Evolution - würden wir daraus schließen, dass wir nicht mehr sehen? Und religionsphilosophisch gefragt: Wenn Gott sich der von Ihm erschaffenen Welt offenbaren wollte, warum sollte Er dies dann nicht (auch) auf Basis der doch von ihm ausgehenden Naturgesetze tun? Ich kann wirklich nicht erkennen, wie Evolutionsforschung reflektierte Theologien bedrohen sollte...

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