Die Mormonen - Religion born in the USA
Zur Evolutionsgeschichte der Religion(en) gehört das ständige Entstehen von Vielfalt - aus evolutionärer Sicht Erfolgsbedingung für Anpassung und Wettbewerb, aus der Sicht der je Etablierten aber natürlich stets gefährliche "Ketzerei". Daher versuchen bestehende Gemeinschaften regelmäßig das Aufkommen von neuen Gemeinden oder gar Abspaltungen durch den Einsatz staatlicher Gewalt zu verhindern oder die Abtrünnigen wenigstens gründlich zu verstoßen. Da jedoch die USA schon durch eine große, religiöse Vielfalt der Siedler geprägt waren und in ihrer Verfassung die strikte Religionsfreiheit verankerten, ist dort seit Jahrhunderten eine einzigartig dynamische, religiöse Vielfalt gewachsen. Einen der sicherlich interessantesten Fälle dabei bilden die Mormonen.
Anfang des 19. Jahrhunderts von Joseph Smith (1805-1844) gegründet, grenzte sich die "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" sowohl theologisch wie organisatorisch strikt von den etablierten Kirchen ab. So wurde ein völlig anderes Gottesverständnis entworfen (das u.a. die Theodizee-Frage aus anderer Perspektive beleuchtet), die Heilsgeschichte in die USA verlegt, wurden neben Kirchen- auch Tempelrituale eingeführt und ein rein ehrenamtliches Priestertum der (männlichen) Gläubigen ausgerufen. Und als es trotz der staatlich garantierten Religionsfreiheit zu wachsenden Spannungen, schließlich Gewalt, Vertreibungen und der Ermordung des Religionsstifters Smith durch einen antimormonischen Mob kam, begründeten die Mormonen in Utah einen eigenen Staat.
Einen Artikel zur spannend-wechselvollen Geschichte der Mormonen finden Sie in der Zeitschrift EPOC 03/2009 (on- und offline bestellbar).
Erfolgsgeheimnis: Die mormonische Familie
Als neulich strafrechtliche Verurteilungen von Führungskräften einer mormonisch-fundamentalistischen Splittergruppe erfolgten, die die Vielfrauenehe (Polygynie) nicht hatte aufgeben wollen, beeilte sich die Hauptkirche klarzustellen, dass sie die Mehrehe 1890 wieder abgeschafft habe. Aber auch in strikter Monogamie weisen die Mormonen weiterhin überdurchschnittlich große Familien auf - ein großer Teil ihres lange dynamischen Wachstums geht auf den Kinderreichtum praktizierender Mormonen zurück.
Die religionsdemografischen Forschungen werden zwar leider durch den Umstand erschwert, dass die US-Volkszählungen gerade wegen der Trennung von Kirche(n) und Staat keine Fragen zur Religionszugehörigkeit enthalten - aber interessant ist z.B. auch der Blick auf die Geburtenraten von Utah. Hier zeigt sich, dass auch die Mormonen vom allgemeinen Geburtenrückgang betroffen sind, dennoch aber deutlich größere Familien als selbst der US-amerikanische Durchschnitt erreichen.
Interessant ist auch, dass die Kirchenführung den Rückgang der Geburtenraten als Problem für das längerfristige Überleben der Glaubensgemeinschaft erkannt hat und neben der Missionsarbeit eigene Akzente in der Familienförderung (hier Kurzfilm dazu) zu setzen versucht. Auch hier treffen wir also wieder auf das interessante Phänomen, das sich eine Gemeinschaft evolutionsbiologisch außerordentlich erfolgreich verhält - die doch eigentlich der Evolutionstheorie noch überwiegend reserviert gegenüber steht...
Aber auch kulturell sind die Mormonen keinesfalls einfach "von gestern". Wenn Sie derzeit die Bücher-Bestsellerlisten durchsehen, werden Sie ganz oben auf die Vampirromane von Stephenie Meyer treffen. Die fromme Autorin hat in diesen Büchern klassische, mormonische Lehren (ewige Liebe, sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe, kosmisches Ringen zwischen Gut und Böse, Sehnsucht nach Unsterblichkeit u.v.m.) in ein modernes Gewand gekleidet - und vor allem junge, weibliche Fans rund um den Globus begeistert.
Die Geschichte der Mormonen erweist sich also als ein religions- und evolutionswissenschaftlich hoch interessanter Fall - und ist, wie es ausschaut, noch lange nicht zu Ende!
Und - einen Fehler entdeckt! Ein aufmerksamer, mormonischer Leser hat zu Recht darauf hingewiesen, dass der Engel, der Joseph Smith erschienen ist, Moroni hieß, nicht Mormon! So wird eine zentrale Schrift der Glaubensgemeinschaft genannt - daher der populäre Name -, nicht aber der offenbarende Engel. Danke dem aufmerksamen Leser!
Ähnliche Artikel:
- Homo Sapiens evolvierte Religiosität. Und auch der Neandertaler.
- Neuer Atheismus & Giordano-Bruno-Stiftung im Fokus von Medien & Wissenschaft
- Fruchtbarer Glauben im Focus
- Franz M. Wuketits zu Gott, Gene und Gehirn
- Religiöse Schulen und Heimschulbewegung in Deutschland





Mormonen praktizieren, mit bibl. Grundlage, stellvertretende Taufe, für Tote, wobei Wissen der Personaldaten (die man aus Kirchenbücher bezieht) genügt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Totentaufe
Selbst im Rahmen Ahnenforschung Quellen genutzt, ist kein 100%iger Verlass darauf, aber als Weg zum Ziel ist es sehr gut.
Witzig erfahre ich die Vorstellung, dass die gut kath. Vorfahren als Mormonen auferstehen. Hihi...:-)
Shalom
Mormonen praktizieren, mit bibl. Grundlage, stellvertretende Taufe, für Tote, wobei Wissen der Personaldaten (die man aus Kirchenbücher bezieht) genügt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Totentaufe
Selbst im Rahmen Ahnenforschung Quellen genutzt, ist kein 100%iger Verlass darauf, aber als Weg zum Ziel ist es sehr gut.
Witzig erfahre ich die Vorstellung, dass die gut kath. Vorfahren als Mormonen auferstehen. Hihi...:-)
Shalom
Ich war einmal in Salt Lake City und habe in einer Art Bibliothek, in der u.a. auch Kopien deutscher Kirchenregister von anno dazumal standen, nach meinen Vorfahren recherchiert. War ja eine günstige Gelegenheit ... wenn man schonmal im Mekka der Ahnenforschung weilt. Für die Recherche stand auch 1997 bereits ein Rechner zur Verfügug. Ich hackte also meinen Namen ein, dann nochmal nur den Nachnamen - und nochmal in Verbindung mit dem Vornahmen meines Großvaters. Fehlanzeige. Keinerlei Verwandte im Rechner der Mormonen. Doch dann versuchte ich es noch mit der Verwandtschaft mütterlicherseits. Bingo! Ich konnte unschwer mehrere Verwandte aus dem 18. und späten 17. Jahrhundert finden, die in der Geburtsstadt meines Großvaters geboren waren, seinen Nachnamen trugen und teils auch seinen Vornamen (Henrich). Mit großer Wahrscheinlichkeit also Verwandte von mir, vielleicht sogar direkte Vorfahren. Alle diese Ahnen waren im Computer der Latter Day Saints mit 3 Daten versehen: Geburtsdatum (z.B. 20.1.1802) mit Ort (Borken/Westfalen), Taufdatum (z.B. 24.5.1802 - genau hab ich's mir nicht aufgeschrieben) mit Ort (ebenfalls Borken/Westf.)sowie der Tag und Ort, an dem der liebe Vorfahre durch mormonische Taufe vor dem Fegefeuer errettet wurde. Da stand dann z.B. 31.3.1992 (!), Seoul, Korea (!). Irgendwie seltsam, das Ganze.
ob "ewige Liebe, sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe, kosmisches Ringen zwischen Gut und Böse, Sehnsucht nach Unsterblichkeit u.v.m." unbedingt mormonische Lehren sind. Schließlich kommen einige dieser Themen in fast allen Fantasy-Romanen vor, welche ich früher gelesen habe. Oder war J.R.R. Tolkien ein Mormone?
Muß zu meiner Schande gestehen, die Bücher von Stephanie Meyer auch gelesen zu haben. *hust* Das Ende ist sowas von kitschig ...
Angrenzend an Ahnenforschung, darüber auch Religionsgeschichtliches, besteht hier u. a. Interesse an Namensforschung.
Ohne Einnahmeinteresse, für nächste Buchaussgabe
Gesucht:
Historische Rufnamen der ehemaligen Rheinprovinz und
BeNeLux
Weiteres:
http://docs.google.com/Doc?id=ddqrx9s5_226ddz6v3dw
Bibliche Namen sind insoweit interessant, wie sie oft Geschichte hinter der Geschichte berichten.
Shalom
Ja, das kann ich nur bestätigen. Nach mormonischem Glauben ist eine stellvertretende Totentaufe möglich, bereits Verstorbenen wird also die mormonische Taufe noch im Jenseits angeboten. Das hat zur einzigartigen Konzentration auf Ahnenforschung beigetragen - und übrigens z.B. Debatten mit den jüdischen Gemeinden ausgelöst, die Rituale an ihren Toten gar nicht lustig finden. Heute gehört die Ahnenforschung zu den erfolgreichsten (d.h. am häufigsten nachgefragten) Dienstleistungen der Mormonen an ihre Umgebung.
Gute Fantasy behandelt ewige Themen, genauso wie erfolgreiche Religion auch! :-)
Aber ebenso wie man natürlich bei Tolkien die reichhaltigen Entlehnungen z.B. aus den nordischen Mythologien ablesen kann, so bei Stephenie Meyer die mormonischen. Das muss ja die Romane nicht schlecht machen und ich finde es außerordentlich interessant, dass in Zeiten von Individualisierung und sexueller Freizügigkeit - plötzlich wieder Sehnsüchte nach ewigen Bindungen und romantischer Enthaltsamkeit reüssieren. Kitsch inbegriffen, wir Menschen sind so! ;-)
Wieso ist kein allgemeiner Poltergeister-Aufstand? 'Ritual an Toten ist doch Leichenschändung!Stell dir vor, die ,überirdischen Heilige, welche zustimmten, bitten jetzt gar nichts für Katholiken, sondern nur für Mormonen.:-))
Shalom
Liebes Erdlicht,
für die mormonischen Totentaufen werden keine Leichen verwendet, entsprechend liegt auch keine Leichenschändung vor. (Allerdings gab es tatsächlich Proteste z.B. jüdischer Gemeinden im Bezug auf die Verwendung von Namen und Abstammungslinien.)
Was Poltergeister & Co. angeht noch einmal der Hinweis, liebes Erdlicht, dass dieser Blog der Erforschung und also dem besseren Verstehen von Religionen dient - gerade auch dann, wenn uns Lehren, Rituale etc. zunächst fremd erscheinen mögen. Über Unverstandenes zu spotten ist zwar menschlich (und wird von vielen Menschen für ein Zeichen von Intellekt und Bildung gehalten), aber dafür gibt es im Internet wahrlich genug andere (oft finstere) Ecken.
Daher nochmal die Bitte an alle Kommentatoren: Bitte respektvoll miteinander und mit religiösen Überzeugungen umgehen, sonst muss ich hier noch (buchstäblich) vor-moderieren...
Hallo Michael,
Poltergeister sind sogenannte übernatürliche Erscheinungen, oft auf Wind- und Wettereinfluss, u. a. auch manchmal auf Veräppelung rückführbar.
Weißt du noch, was du für eine Veräppelung geschrieben hast. Ich wiederhole:
Zitat : Michael 06.04.2009 | 21:09
"...Das hat zur einzigartigen Konzentration auf Ahnenforschung beigetragen - und übrigens z.B. Debatten mit den jüdischen Gemeinden ausgelöst, die Rituale an ihren Toten gar nicht lustig finden."
Ich bitte um humorlosen Umgang mit "religiösen Überzeugungen"! Oder muss ich dir das diktieren?;-)
Mir war klar, das Mormonen keine Leichen taufen, jüdische Gemeinden, jüdische Gemeinden sind.
Gesetzliche Vorgaben im Hinblick sogenannter Leichenschändung gehen auf kulturelle Abscheu gegenüber menschlichen Überresten zurück. Erinnere bspw. die strengen
Vorschriften im Judentum. Das hat aber nichts mit dem gemeinsam was Mormonen praktizieren.
Inwieweit Mormonen mit ihrer tatsächlichen Praxis Respekt vor Andersglaube haben, wird man sicher wie vieles, was keine Rechtsvorstellung hat,
Standortabhängig, bzw. je nach religiöser Überzeugung, Weltanschauung, bzw. Geld beurteilen. Ich habe von ultraorth. Rabiner gelesen, der gegen Perücken der Frauen anging,
Perrücken (Ersatz für Kopftuch) waren in Ordnung. Schlimm war das sie aus Indien verbilligt importiert wurden, dort von Götteranbetern hergestellt werden.
Vor ein paar Jahren ging hier ein protestantischer Bischof gegen musslimische Sargtücher an.Wo kämen wir mit Sargtücher hin, in denen auch Jesus gelegen haben soll?
Das würde doch Bestattungsunternehmen in den Ruin treiben.
Komisch, dass die protestantische Kirche im Zeitraum das erste Bestattungsinstitut (seit Jahrhunderten Erfahrung damit) als neuen Wirtschaftszweig eröffnete.
Rythmen respektieren, bedeutet sicher nicht jedes Reden, Handeln, respektieren müssen Rechtsvorstellungen zum Respekt existieren nicht.
Deshalb stelle ich keine entsprechenden Bitten und/oder damit verbundenen Drohungen auf.. Toleranz und Humor genügt. Im Interenet (oft finstere) Ecken war
interessante Information deinerseits. Die von dir erwähnten "religiös Überzeugten" haben soweit es deren Besitzstand ist, viel zu verlieren, verhalten sich entsprechend.
Shalom
Danke für die Klarstellungen. Bitte versteh einfach, dass sich sehr viele Menschen gerade auch im Internet schwer damit tun, sachlich über Religionen zu diskutieren. Und wenn der Humor einmal entgleist, trudeln die Debatten ab. Daher möchte ich hier ein gewisses Niveau einfach halten und bitte um sachliche Beiträge.
Dass die Mormonen das Theodizee-Problem anders angehen, macht mich neugierig. Wie gehen sie mit diesem Problem um?
Lieber Edgar,
wäre natürlich ein eigenes Thema (und über Glaubensinhalte sind eigentlich am ehesten die Glaubenden selbst zu befragen), aber ein paar Stichworte gerne schon hier: Die Mormonen gehen davon aus, dass das gesamte Universum sich entwickelt, dass auch Gott und Jesus einmal Sterbliche waren, die sich zu Göttern entfaltet haben und nun auch anderen diesen Weg eröffnen wollen. Einerseits können sich also alle (Sterbliche, Engel etc.) zwischen Gut und Böse entscheiden, andererseits sind sie aber selbst Gehende auf dem Weg einer universalen Entwicklung über Chaos und Bosheit hinweg.
Zwar formulieren monotheistische Theologen hierzu ernsthafte Zweifel, ob es sich nicht um einen "Rückschritt" in den Polytheismus handele. Aus religionswissenschaftlicher (und ggf. auch philosophischer?) Sicht ist es aber natürlich ein sehr ungewöhnlicher und interessanter Ansatz.
Herzliche Grüße!
Es gab eine Zeit nach der „Wende“, da waren die Mormonen recht aktiv „vor Ort“. Einen Teil ihrer Geschichte kannte ich und so sind wir weiter im Gespräch geblieben. Auch deutsche Mormonen-„Priester“ waren im Einsatz – und hielten Bibel und Buch Mormon demonstrativ in einer Hand, als im Rathaussaal ein Gottesdienst stattfand. Die Missionierung spielte hier auch eine Rolle.
Die Geschichte zeigt aber auch, dass eine gut organisierte Gemeinschaft die Frage des Nachwuchses „im Griff“ hat. Aber schließlich strebt jede „Kirche“ nach: mehr Mitglieder – mehr Macht. Die katholische Kirche verbietet da schon mal die Kondome, erschwert auch eine Abtreibung, wobei mehr Vorbeugung durch bessere Aufklärung der elegantere Weg ist!
Wenn wir uns allgemein die Weltbevölkerungswachstumsstatistik ansehen, dann werden wir uns zwangsläufig mit dem Gedanken einer Geburtenregelung befassen müssen.
Hoch interessant ist die technische Speicherung der Geschichte vor J. Smith für die Jahre von etwa 600 v. Chr. bis 421 n. Chr. - der Inhalt des Buches Mormon.
Es ist schon wichtig, wenn über Jahrtausende und in verschiedenen Schriften der gleiche Terminus auftaucht. Dabei klärt die jüngere Schrift Unklarheiten früherer Darstellungen: „Besitz und Gebrauch dieser Steine hätten früher, in alter Zeit jemanden zum 'Seher' gemacht.“ Und so wird wiederholt klar: Es gibt High-Tech-Informationen in den Heiligen Schriften! Urim und Tummim helfen dabei. Gott habe sie bereitet, damit das Buch übersetzt werden könne. Sie kommen ja auch in der Bibel vor – an einen Zufall glaube ich nicht, auch wenn sie hier anders in Erscheinung treten. Es weist aber auf gleiche Quellen hin!
Zur Diskussion über Ritualen an Toten aus Sicht verschiedener Religionen: Die Rituale haben sich über viele Generationen entwickelt, erhalten. Wir sollten eher Gemeinsamkeiten herausarbeiten und „Trennendes“ kennen, unsere Meinung sagen – ändern können wir es nicht, höchsten die Fronten verhärten.
Interessant! Lässt sich - zumindest pi x Daumen - etwas über den "Missionserfolg" der Mormonen im Land der Ungläubigen sagen?
Ich weiß, dass meine Mutter, die in Schwerin lebt, junge Mormoninnen zu sich kommen lassen hat - aber eben nur, um sich mit ihnen zu unterhalten und ihnen ihr Leid zu klagen...
Wäre ursächlich ein guter Gott, der alles sehr gut machte, hätte er nicht gewusst was böse ist und keiner hätte etwas unterschieden.
(1Mo 3,22) Eva hat Kain vom HERRN erhalten. (1Mo 4,1) Gott hat den Verderber geschaffen, um zu vernichten. (Jes 54,16 ) usw.
Mit Sicherheit war am Anfang, im wörtl. Sinne, kein Wort.
Frei übertragen:
Im Anfang war Universum (Wasser, Gase, Staub, Strahlung) und es war Unwissen. (1. Mo. 1-2)
Wenn richtig verstanden war Wasserstoff (H) zuerst. Durch Fusion von Wasserstoff entstand Helium (Sonne) vor der Erde. Sauerstoff (0) kam hinzu.
Nach meinem Verständnis ist mit Sauerstoff = Lebensbaum, erst Leben.
Solange ich nicht besser weiß, ist Sauerstoff =Feuerluft = Seele mit Atem, eingehaucht. (Nicht von dem Opa, auf Künstlerbilder.:-))
Aus Überresten einer Feuerstelle, in Israel, wird mit aktuellen Stand der Forschung geschlossen, dass Homo erectus vor 790.000 Jahren lernte Feuer zu machen. Feuerbewahrer sind bspw. rituell die Perser, aber auch Katholiken (ewiges Licht) Licht = jüdisch Ordnung wissen. Die Sonne unseres Planetensystems haben Juden nicht damit gemeint.
Samaritaner = Bewahrer alter Ordnung. Im Übrigen ist die Begriffs- und Bedeutungsherkunft Gott, in erster Linie Wasser (Fließendes). Für mich ist
Wasser keine Person=Maske, Rolle. Eine Person/Mensch hat Rechte. Rechte bekommt man v. Menschen oder auch nicht. Man kann auch nicht in das Geschehen passen., weil der andere anders meint.
Zum gerechten Interessenausgleich gehören mindestens zwei Menschen, mit einverständlicher Absprache. Absprache zwischen Herr und Knecht ist keine Freundschaft.
Gott=Wasser hat noch keine Menschenrechte. Hebr. Panim = Angesicht/Gesicht, trifft es insoweit besser. Beim Gesicht ist nicht nach der Rolle gefragt,Beim Unbekanntem konzentrieren sich Menschen mehr auf das Fremde, wie auf das Besondere und Unverwechselbare.
Name Gottes (Martin Buber)
Ich werde dasein, als der ich dasein werde
(Martin Buber)
Keine unabänderliche Festschreibung!
Shalom
@ Edgar Dahl
Die Frage habe ich mir auch gestellt, als ich den Beitrag schrieb. Die Räume, die ich kannte, waren für 20-30 Personen. Einige waren sehr ernst dabei. Vielleicht finde ich noch Spuren.
@ Erdlicht
Witzig erfahre ich die Vorstellung, dass die gut kath. Vorfahren als Mormonen auferstehen. Hihi...:-)
Wissen Sie, dass progressive Aussagen/Forschungen oft Jahrzehnte brauchten, um Stand der Wissenschaft zu werden? Prof. A. Wegener wurde ausgelacht und brauchte mit seiner Kontinentaldrift 50 Jahre bis zur wissenschaftlichen Anerkennung. Thor Heyerdahl zeigte der Wissenschaft die Seewege, über die sie gelacht hatte.
Wissen Sie, wieviel überlebte und falsche Meinungen heute noch „hoch“-wissenschaftlich vertreten werden? Obwohl im Verlag selber ein Beitrag im Heft Kontakt von Dr. Shostak mit der Aussage erschien: Ufos gibt es jetzt seit 50 Jahren, hat Herr Oldenburg im Blog behauptet: Ufos entstehen im Hirn! http://www.kosmologs.de/.../ufos-entstehen-im-hirn
Wir sollten eher Gemeinsamkeiten herausarbeiten, „Trennendes“ kennen und unsere Meinung sagen. Und wenn ich feststelle, dass in der Bibel, dem Buch Mormon und anderen Heiligen Schriften eine Menge High-Tech-Informationen sind – dann sind das Fakten, aber Viele werden das nicht so sehen, denn wer spricht schon darüber? Die Steine Urim und Tummin sind mit einem Computer vergleichbar, wobei die silbernen Bügel über induktive Kopplung die Stromversorgung sicher stellen, die Akkus laden. Induktive Kopplung machen wir heute auch bei im Körper eingebauten Geräten zum Akkuladen, oder passen so die Parameter für den Patient neu an.
Bei der Überfahrt um 590 v. Chr. nach Amerika -1. Nephi 18,12- hatten sie auch einen Kompas an Bord und bauten wenige Jahre nach ihrer Ankunft einen Tempel Salomon nach. Ez beschreibt ein Fluggerät Ez 1,4-28, mit dem er später zu diesem Tempel geflogen wurde. So ein Fluggerät baute der Reverent B. Cannon vor über 100 Jahren in den USA mit damaliger Technik – und es flog.
http://www.hiddenmysteries.org/.../vol4/ezek.shtml Und so kreuzen sich wieder einmal Bibel und Buch Mormon.
Der NASA Konstrukteur in Sachen Flug- und Weltraumtechnik J. F. Blumrich beschrieb 1973 ein moderneres Fluggerät nach Ez 1,4-28 in: Da tat sich der Himmel auf.
Und etwas Menschliches: Sara bekam mit 90 noch ein Kind. Die ältesten Damen heute sind über 60, werden immer älter und mehr. Einige Wunder können wir heute schon mit Abstrichen nachvollziehen. Es bleiben aber noch genug übrig.
Die angegebene URL zeigt hier nicht die vorgesehene Seite, obwohl der Test i. O. war.
Hier nun die Original-URL:
http://www.hiddenmysteries.org/.../vol4/ezek.shtml
Hallo,
mir fehlen einige kritische Anmerkungen zu den Mormonen.
Die herausragendsten zwei Fälle:
Das Desaster "Buch Abraham", dass die Glaubwürdigkeit des Religionsgründers auf nahezu null senkt.
Zum zweiten - ebenfalls ein Desaster - das völlige Fehlschlagen bei der Suche nach archäologischen Evidenzen für die historische Wahrheit des "Buch Mormon".
Tschüss,
Christoph
Lieber Christoph,
ja, es scheint fast, als befänden sich die Mormonen da auf einer Art Schwelle: Umso später Religionsgründungen stattfinden, umso stärker sind Heilige Schriften (inwiefern sie z.B. Geschichte darstellen) von Widerlegung bedroht. Während solche Texte in klassischen Heilige Schriften mit hohem Alter leichter als Metaphern gedeutet werden können, ist z.B. die Behauptung einer frühisraelitischen Besiedelung Amerikas ein Grundpfeiler mormonischen Glaubens, für die sich keine belastbaren archäologischen Indizien je finden ließen. So steht das Buch Mormon unter starkem Druck und ist eine der letzten mythologischen Narrationen, die sich innerhalb der Anhängerschaft weltweit als Ergänzung zur Bibel erhalten konnten.
In unserer Zeit sind z.B. UFO-Religionen von solchen Falsifikationen besonders schnell betroffen - wenn sich z.B. Venus und Mars als unbewohnt, vermeintliche außerirdische Bauwerke als gut entschlüsselbare Sakralbauten von Menschen usw. entpuppen. Interessanterweise haben sich sogar Überschneidungen zwischen UFO-Mythologien und Mormonismus herausgebildet, wie von @Klaus Deistung hier vorgestellt.
Wie Religionsgemeinschaften mit Falsifikationen von Glaubensüberlieferungen umgehen (Ignorieren bzw. Leugnen der Widerlegungen, Umdeuten der bisherigen Interpretationen, Zweifel als Glaubensprüfung usw.) wäre noch einmal ein spannendes Feld für sich!
Also danke für Ihre Hinweise und herzliche Grüße!
Michael Blume